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Inflationsdaten: Unter, aber nahe bei 2%
30.06.21 13:00
Janus Henderson Investors
London (www.anleihencheck.de) - Die vorläufigen Inflationsdaten für die Eurozone haben gezeigt, dass die Europäische Zentralbank mit einer Inflationsrate von unter, aber nahe bei 2% voll im Plan liegt, so Oliver Blackbourn, Multi-Asset Portfolio Manager bei Janus Henderson Investors.
Obwohl die Konsensprognosen einen weiteren Anstieg der Inflation im Jahresverlauf erwarten würden, werde die heutige Zahl diejenigen beruhigen, die nach dem schnellen Anstieg im Jahr 2021 bisher nur einen vorübergehenden Anstieg vermutet hätten. Ökonomen würden derzeit davon ausgehen, dass die Inflation im Euroraum im Jahr 2022 wieder deutlich unter 2% fallen werde, wobei sowohl die 5- als auch die 10-jährigen Breakeven-Raten für deutsche Bundesanleihen eine Inflation von unter 1,4% einpreisen würden. Die 5-Jahres-Inflation des Euro werde in fünf Jahren mit nur 1,6% bewertet, was darauf hindeute, dass viele Anleger glauben würden, dass die schwache Inflation in der Eurozone verankert sei.
Bundesbankpräsident Jens Weidmann habe in seiner jüngsten Rede die Ansicht vertreten, dass die Aufwärtsrisiken überwiegen würden. Wie die Märkte habe er sich jedoch schwer getan, Beweise dafür zu finden, dass sich die kurzfristigen Bewegungen in längerfristigem Druck niederschlagen würden. Trotz eines Anstiegs zu Jahresbeginn sei die Kerninflation bisher sehr niedrig geblieben und liege nach der jüngsten Schätzung bei nur 0,9%. Seit dem Höchststand von 3% im Jahr 2011 und den damit einhergehenden unüberlegten Zinserhöhungen der EZB habe die Inflation in der Eurozone selten 2% überschritten.
Die Renditen deutscher Bundesanleihen hätten im Vorfeld der Ankündigung niedriger tendiert, nachdem sie kürzlich einen Höchststand von knapp über -0,1% erreicht hätten. Die 10-jährige Rendite habe Mühe, über 0% zu kommen, seit sie Anfang 2019 in den negativen Bereich gerutscht sei. Die Realrenditen seien die meiste Zeit des letzten Jahrzehnts negativ gewesen, da die EZB die Disinflation mit einer lockeren Geldpolitik bekämpft habe. Mit -1,5% liege die 10-jährige Realrendite deutscher Bundesanleihen weiterhin nahe an ihren jüngsten Tiefstständen. Niedrige Realrenditen würden eine Herausforderung für den Euro gegenüber dem Pfund Sterling und dem US-Dollar bleiben. (30.06.2021/alc/a/a)
Obwohl die Konsensprognosen einen weiteren Anstieg der Inflation im Jahresverlauf erwarten würden, werde die heutige Zahl diejenigen beruhigen, die nach dem schnellen Anstieg im Jahr 2021 bisher nur einen vorübergehenden Anstieg vermutet hätten. Ökonomen würden derzeit davon ausgehen, dass die Inflation im Euroraum im Jahr 2022 wieder deutlich unter 2% fallen werde, wobei sowohl die 5- als auch die 10-jährigen Breakeven-Raten für deutsche Bundesanleihen eine Inflation von unter 1,4% einpreisen würden. Die 5-Jahres-Inflation des Euro werde in fünf Jahren mit nur 1,6% bewertet, was darauf hindeute, dass viele Anleger glauben würden, dass die schwache Inflation in der Eurozone verankert sei.
Bundesbankpräsident Jens Weidmann habe in seiner jüngsten Rede die Ansicht vertreten, dass die Aufwärtsrisiken überwiegen würden. Wie die Märkte habe er sich jedoch schwer getan, Beweise dafür zu finden, dass sich die kurzfristigen Bewegungen in längerfristigem Druck niederschlagen würden. Trotz eines Anstiegs zu Jahresbeginn sei die Kerninflation bisher sehr niedrig geblieben und liege nach der jüngsten Schätzung bei nur 0,9%. Seit dem Höchststand von 3% im Jahr 2011 und den damit einhergehenden unüberlegten Zinserhöhungen der EZB habe die Inflation in der Eurozone selten 2% überschritten.
Die Renditen deutscher Bundesanleihen hätten im Vorfeld der Ankündigung niedriger tendiert, nachdem sie kürzlich einen Höchststand von knapp über -0,1% erreicht hätten. Die 10-jährige Rendite habe Mühe, über 0% zu kommen, seit sie Anfang 2019 in den negativen Bereich gerutscht sei. Die Realrenditen seien die meiste Zeit des letzten Jahrzehnts negativ gewesen, da die EZB die Disinflation mit einer lockeren Geldpolitik bekämpft habe. Mit -1,5% liege die 10-jährige Realrendite deutscher Bundesanleihen weiterhin nahe an ihren jüngsten Tiefstständen. Niedrige Realrenditen würden eine Herausforderung für den Euro gegenüber dem Pfund Sterling und dem US-Dollar bleiben. (30.06.2021/alc/a/a)
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| 2,70 % | 1,90 % | 0,80 % | +42,11% | 27.03./22:00 |
| ISIN | WKN | Jahreshoch | Jahrestief | |
| 2,70 % | 1,80 % | |||


