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Inflation treibt EZB zum raschen Staatsanleihenkauf
16.01.15 11:24
HSBC Trinkaus & Burkhardt
Düsseldorf (www.anleihencheck.de) - Die in den vergangenen Wochen immer weiter gefallenen Rohstoffpreise hinterlassen bei den globalen Konsumentenpreisen Spuren, so die Analysten von HSBC Trinkaus & Burkhardt.
Für die Eurozone sei bereits die erste Schätzung für den HVPI im Dezember veröffentlicht worden. Mit -0,2% habe die Teuerung auf den niedrigsten Stand seit fünf Jahren nachgegeben - diese Zahl dürfte heute bestätigt werden. Abwärtsdruck auf die Inflation sei zudem von den fallenden Nahrungsmittelpreisen ausgegangen. Überraschend habe dagegen die Kernrate im Dezember von 0,7% auf 0,8% angezogen. Grund hierfür könnte die Abwertung des Euro sein - mit Blick auf den jüngst weiter rückläufigen Außenwert des Euro sei zumindest aus dieser Richtung mit einer Belebung der Inflation zu rechnen.
Der Effekt der Währungsabwertung dürfte aber nicht ausreichen, um zu einer schnellen Trendwende bei der Inflation zu führen. Die Inflationserwartungen für fünf Jahre in fünf Jahren hätten jüngst sogar auf ein neues Tief von rund 1,5% nachgegeben - der anhaltende Verfall der Rohstoffpreise und die schleppende konjunkturelle Erholung würden hier immer tiefere Spuren hinterlassen.
Zudem scheine der Europäische Gerichtshof geneigt, dem OMT-Programm und damit letztlich auch dem Kauf von Staatsanleihen durch die Notenbank zuzustimmen. Vor diesem Hintergrund würden die Analysten nun bereits im Januar mit einer Entscheidung der EZB zugunsten eines Kaufs von Staatsanleihen rechnen. Die Analysten würden jedoch nicht davon ausgehen, dass die EZB eine konkrete Summe an Staatsanleihen nennen werde, die sie zu kaufen plane.
Während der Euro zuletzt Boden eingebüßt habe, habe der US-Dollar massiv aufgewertet. In den USA würden die fallenden Ölpreise zudem noch stärker auf die Konsumenten durchschlagen, da der Steueranteil an den Benzinpreisen wesentlich geringer sei. Dementsprechend würden sich auch in den USA die Konsumentenpreise trotz des wesentlichen kräftigeren Wachstums und der Ende letzten Jahres mit rund 80% guten Auslastungen der Kapazitäten in der Industrie auf dem Rückzug befinden. Im Dezember dürften die Konsumentenpreise von 1,3% auf 0,7% nachgegeben haben. Die Kernrate würden die Analysten indes bei konstanten 1,7% im Jahresvergleich erwarten.
Die rückläufige Teuerung in Kombination mit soliden Beschäftigungszuwächsen dürften die Hauptgründe für die deutliche Verbesserung bei den Vertrauenswerten der Konsumenten gewesen sein. Im Dezember sei die Erhebung der Universität Michigan mit 93,6 Punkten auf den höchsten Stand seit 2007 gestiegen. Im Januar würden die Analysten mit einem weiteren wenn auch kleinen Anstieg auf 93,8 Punkten rechnen. (16.01.2015/alc/a/a)
Für die Eurozone sei bereits die erste Schätzung für den HVPI im Dezember veröffentlicht worden. Mit -0,2% habe die Teuerung auf den niedrigsten Stand seit fünf Jahren nachgegeben - diese Zahl dürfte heute bestätigt werden. Abwärtsdruck auf die Inflation sei zudem von den fallenden Nahrungsmittelpreisen ausgegangen. Überraschend habe dagegen die Kernrate im Dezember von 0,7% auf 0,8% angezogen. Grund hierfür könnte die Abwertung des Euro sein - mit Blick auf den jüngst weiter rückläufigen Außenwert des Euro sei zumindest aus dieser Richtung mit einer Belebung der Inflation zu rechnen.
Zudem scheine der Europäische Gerichtshof geneigt, dem OMT-Programm und damit letztlich auch dem Kauf von Staatsanleihen durch die Notenbank zuzustimmen. Vor diesem Hintergrund würden die Analysten nun bereits im Januar mit einer Entscheidung der EZB zugunsten eines Kaufs von Staatsanleihen rechnen. Die Analysten würden jedoch nicht davon ausgehen, dass die EZB eine konkrete Summe an Staatsanleihen nennen werde, die sie zu kaufen plane.
Während der Euro zuletzt Boden eingebüßt habe, habe der US-Dollar massiv aufgewertet. In den USA würden die fallenden Ölpreise zudem noch stärker auf die Konsumenten durchschlagen, da der Steueranteil an den Benzinpreisen wesentlich geringer sei. Dementsprechend würden sich auch in den USA die Konsumentenpreise trotz des wesentlichen kräftigeren Wachstums und der Ende letzten Jahres mit rund 80% guten Auslastungen der Kapazitäten in der Industrie auf dem Rückzug befinden. Im Dezember dürften die Konsumentenpreise von 1,3% auf 0,7% nachgegeben haben. Die Kernrate würden die Analysten indes bei konstanten 1,7% im Jahresvergleich erwarten.
Die rückläufige Teuerung in Kombination mit soliden Beschäftigungszuwächsen dürften die Hauptgründe für die deutliche Verbesserung bei den Vertrauenswerten der Konsumenten gewesen sein. Im Dezember sei die Erhebung der Universität Michigan mit 93,6 Punkten auf den höchsten Stand seit 2007 gestiegen. Im Januar würden die Analysten mit einem weiteren wenn auch kleinen Anstieg auf 93,8 Punkten rechnen. (16.01.2015/alc/a/a)
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| 2,70 % | 1,90 % | 0,80 % | +42,11% | 27.03./22:00 |
| ISIN | WKN | Jahreshoch | Jahrestief | |
| 2,70 % | 1,80 % | |||


