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Inflation - gießt die EZB weiter Öl ins Feuer?
07.03.22 15:00
Generali Investments
Köln (www.anleihencheck.de) - Laut Thomas Hempell, Head of Macro & Market Research bei Generali Investments, wird die Europäische Zentralbank in ihrer Sitzung am Donnerstag, den 10. März, das Ende ihres PEPP-Programms (Pandemic Emergency Purchase Programme) ankündigen.
Während die russische Invasion in der Ukraine anhalte, verunsichere das Risiko einer weiteren Eskalation die Anleger immer mehr. Wie die Experten von Generali Investments bereits in ihrem letzten Marktkommentar ("Tektonische Verschiebungen") dargelegt haben, stehen die steigenden Energiepreise im Mittelpunkt der wirtschaftlichen Anfälligkeit. Käufer würden russisches Öl meiden und der US-Außenminister Antony Blinken habe am Wochenende sogar ein Verbot in Erwägung gezogen, dies habe die Sorge um Energieengpässe und den Brent-Preis nahe auf 130 USD pro Barrel getrieben. Auch die Preise für Weizen, Aluminium und Kohle seien in die Höhe geschossen. Der Preisdruck werde noch verstärkt durch die zunehmende Gefahr von Unterbrechungen der Versorgungskette, da russische Firmen finanziell abgeschnitten seien und der Frachtverkehr einschränkt sei.
Der daraus resultierende Stagflationsschub verschärfe das Dilemma der Zentralbanken. Die EZB möchte unbedingt einen politischen Fehler wie 2011 vermeiden, als sie die Zinssätze verfrüht angehoben habe. Da die Inflation jedoch mit 5,8 Prozent im Februar weiterhin überschieße und die Erwartungen steigen würden, werde die EZB das Ende ihres PEPP-Programms ankündigen. Die hohe geopolitische Unsicherheit werde sie jedoch wahrscheinlich davon abhalten, sich auf einen Termin für die Beendigung ihres Anleihekaufprogramms (APP) und eine Anhebung der Zinssätze festzulegen. Die Federal Reserve sei nach wie vor auf dem besten Weg, nächste Woche ihre erste Zinserhöhung seit 2018 vorzunehmen, ermutigt durch einen starken Arbeitsmarktbericht in der vergangenen Woche (+678k bei den Beschäftigten außerhalb der Landwirtschaft im Februar) und eine Inflationsrate von fast 8 Prozent im Februar, die sich wahrscheinlich bestätigen werde. (07.03.2022/alc/a/a)
Während die russische Invasion in der Ukraine anhalte, verunsichere das Risiko einer weiteren Eskalation die Anleger immer mehr. Wie die Experten von Generali Investments bereits in ihrem letzten Marktkommentar ("Tektonische Verschiebungen") dargelegt haben, stehen die steigenden Energiepreise im Mittelpunkt der wirtschaftlichen Anfälligkeit. Käufer würden russisches Öl meiden und der US-Außenminister Antony Blinken habe am Wochenende sogar ein Verbot in Erwägung gezogen, dies habe die Sorge um Energieengpässe und den Brent-Preis nahe auf 130 USD pro Barrel getrieben. Auch die Preise für Weizen, Aluminium und Kohle seien in die Höhe geschossen. Der Preisdruck werde noch verstärkt durch die zunehmende Gefahr von Unterbrechungen der Versorgungskette, da russische Firmen finanziell abgeschnitten seien und der Frachtverkehr einschränkt sei.
Der daraus resultierende Stagflationsschub verschärfe das Dilemma der Zentralbanken. Die EZB möchte unbedingt einen politischen Fehler wie 2011 vermeiden, als sie die Zinssätze verfrüht angehoben habe. Da die Inflation jedoch mit 5,8 Prozent im Februar weiterhin überschieße und die Erwartungen steigen würden, werde die EZB das Ende ihres PEPP-Programms ankündigen. Die hohe geopolitische Unsicherheit werde sie jedoch wahrscheinlich davon abhalten, sich auf einen Termin für die Beendigung ihres Anleihekaufprogramms (APP) und eine Anhebung der Zinssätze festzulegen. Die Federal Reserve sei nach wie vor auf dem besten Weg, nächste Woche ihre erste Zinserhöhung seit 2018 vorzunehmen, ermutigt durch einen starken Arbeitsmarktbericht in der vergangenen Woche (+678k bei den Beschäftigten außerhalb der Landwirtschaft im Februar) und eine Inflationsrate von fast 8 Prozent im Februar, die sich wahrscheinlich bestätigen werde. (07.03.2022/alc/a/a)
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| Kurs | Vortag | Veränderung | Datum/Zeit | |
| 2,70 % | 1,90 % | 0,80 % | +42,11% | 27.03./22:00 |
| ISIN | WKN | Jahreshoch | Jahrestief | |
| 2,70 % | 1,80 % | |||


