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Inflation bringt EZB in Erklärungsnot
30.11.18 09:00
HSBC Trinkaus & Burkhardt
Düsseldorf (www.anleihencheck.de) - In Anbetracht der gestrigen Inflationsdaten aus Deutschland und Spanien dürfte die vorläufige Schätzung für die Teuerungsrate in der Eurozone heute auf eine Abschwächung der Inflationsdynamik im November hinweisen, so die Analysten von HSBC Trinkaus & Burkhardt.
Während sich die Jahresrate des Konsumentenpreisindex in Deutschland mit 2,3% im November zumindest noch ansatzweise gegenüber dem Vormonatswert (2,5%) habe behaupten können, habe die Vorabschätzung in Spanien einen empfindlichen Einbruch von 2,3% auf 1,7% gezeigt. Bemerkenswert sei hingegen die Heterogenität zwischen den einzelnen Bundesländern in Deutschland gewesen, die eine Bandbreite von -0,1% (u. a. für Sachsen) bis +0,3% (u. a. Bayern und Nordrhein-Westfalen) in der Monatsrate aufgewiesen hätten.
Offensichtlich habe sich dabei der preistreibende Effekt der niedrigen Pegelstände vor allem des Rheins im Hinblick auf die Benzinpreise unterschiedlich stark bemerkbar gemacht. Sehe man von diesem Sondereffekt ab, zeige indes der allgemeine Inflationstrend infolge sinkender Ölpreise eindeutig nach unten. Damit bestehe die Möglichkeit, dass die Jahresrate des HVPI erstmals seit Juni in der Eurozone wieder unter die Marke von 2% fallen könnte.
Eine auf der Unterseite überraschende Inflationsrate - im Marktkonsens würden aktuell noch 2,0% erwartet - werde es der EZB deutlich erschweren, den Ausstieg aus der ultralockeren Geldpolitik weiter glaubhaft zu kommunizieren. Dies dürfte die jüngste Erholung des Euro zum US-Dollar einbremsen. (30.11.2018/alc/a/a)
Während sich die Jahresrate des Konsumentenpreisindex in Deutschland mit 2,3% im November zumindest noch ansatzweise gegenüber dem Vormonatswert (2,5%) habe behaupten können, habe die Vorabschätzung in Spanien einen empfindlichen Einbruch von 2,3% auf 1,7% gezeigt. Bemerkenswert sei hingegen die Heterogenität zwischen den einzelnen Bundesländern in Deutschland gewesen, die eine Bandbreite von -0,1% (u. a. für Sachsen) bis +0,3% (u. a. Bayern und Nordrhein-Westfalen) in der Monatsrate aufgewiesen hätten.
Offensichtlich habe sich dabei der preistreibende Effekt der niedrigen Pegelstände vor allem des Rheins im Hinblick auf die Benzinpreise unterschiedlich stark bemerkbar gemacht. Sehe man von diesem Sondereffekt ab, zeige indes der allgemeine Inflationstrend infolge sinkender Ölpreise eindeutig nach unten. Damit bestehe die Möglichkeit, dass die Jahresrate des HVPI erstmals seit Juni in der Eurozone wieder unter die Marke von 2% fallen könnte.
Eine auf der Unterseite überraschende Inflationsrate - im Marktkonsens würden aktuell noch 2,0% erwartet - werde es der EZB deutlich erschweren, den Ausstieg aus der ultralockeren Geldpolitik weiter glaubhaft zu kommunizieren. Dies dürfte die jüngste Erholung des Euro zum US-Dollar einbremsen. (30.11.2018/alc/a/a)
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