Inflation in den USA zieht an


15.02.18 09:00
HSBC Trinkaus & Burkhardt

Düsseldorf (www.anleihencheck.de) - Die an den Finanzmärkten mit Spannung erwarteten Inflationsdaten in den USA haben gestern auf der Oberseite überrascht, berichten die Analysten von HSBC Trinkaus & Burkhardt.

So sei der Konsumentenpreisindex im Januar saisonbereinigt um 0,5% gg. Vm. (Konsens: 0,3%) angestiegen. Gleichzeitig habe auch die Kerninflationsrate um 0,3% gg. Vm. zugelegt, was die höchste monatliche Wachstumsrate in den letzten zwölf Monaten markiert habe. Dies habe auf den ersten Blick den Spekulationen auf einen schnelleren Leitzinserhöhungszyklus durch die FED zwar neue Nahrung gegeben.

In Anbetracht eines gleichzeitig nach unten revidierten Dezemberwerts für die Kerninflation (0,2% statt 0,3%) sowie einer unveränderten Jahresrate des unbereinigten Konsumentenpreisindex von 2,1% sei der Inflationsdruck aber bestenfalls als moderat zu bezeichnen. Der von der FED stärker als Inflationsmaß beachtete PCE-Kerndeflator sollte diesbezüglich weitere Rückschlüsse auf die zukünftige Inflationsentwicklung in den USA geben. Die Analysten würden zwar im Jahresverlauf einen leichten Anstieg der PCE-Kerninflationsrate auf 1,7% zum Jahresende 2018 erwarten, diese damit aber weiterhin unter der FED-Zielmarke von 2% sehen.

Die Bekanntgabe der Inflationsdaten habe die Renditen von US-Staatsanleihen erneut deutlich nach oben in Richtung der jüngsten Rekordstände getrieben. Im Handelsverlauf habe jedoch eine leichte Erholung der Anleihenkurse eingesetzt. Insgesamt sollten sich die Rentenmärkte kurzfristig vor dem Hintergrund der bestehenden Zinsspekulationen weiterhin volatil zeigen. (15.02.2018/alc/a/a)