Inflation in den USA im Herbst auf dem Rückmarsch


12.12.18 09:00
HSBC Trinkaus & Burkhardt

Düsseldorf (www.anleihencheck.de) - Im Juli erreichte die Inflation in den USA - getrieben von steigenden Energiepreisen und einer hohen Wirtschaftsdynamik - noch ein neues zyklisches Hoch bei knapp unter 3%, so die Analysten von HSBC Trinkaus & Burkhardt.

Doch im Zuge sinkender Ölpreise sowie einer nachlassenden Konjunkturdynamik dürfte sich der jüngste Trend einer spürbaren Abschwächung der Teuerungsrate fortsetzen. Für den Berichtsmonat November würden die Analysten mit einem Rückgang von 2,5% auf 2,1% gg. Vj. und damit den niedrigsten Stand seit Januar 2018 rechnen. Zwar dürfte die Kerninflationsrate bei 2,2% im November sogar minimal höher ausfallen als im Vormonat, der Rekordwert von 2,4% aus dem Juli werde aber auch hier in absehbarer Zeit wohl nicht mehr erreicht werden. Insgesamt würden die Analysten in den kommenden Monaten - aufgrund sich negativ auswirkender Basiseffekte bei den Energiepreisen - tendenziell rückläufige Teuerungsraten in den USA erwarten.

Vor allem die Mitglieder des Federal Open Market Committee der US-Notenbank würden die heutigen Inflationsdaten mit Argusaugen beobachten. Vor dem Hintergrund sinkender Inflationserwartungen und einer sich abschwächenden Konjunktur erscheine eine Verlangsamung des Zinserhöhungszyklus im kommenden Jahr immer wahrscheinlicher. Schwache Inflationszahlen dürften daher die Renditen für 10-jährige US-Treasuries erneut nach unten treiben. (12.12.2018/alc/a/a)