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Inflation: Sparerinnen und Sparer erwarten steigende Preise
15.06.21 08:45
Union Investment
Frankfurt (www.anleihencheck.de) - Die Mehrheit der Sparerinnen und Sparer in Deutschland erwartet im kommenden Halbjahr leicht steigende Preise, so die Experten von Union Investment.
Fast ein Viertel glaube sogar, dass sie stark anziehen würden. Dies würden sie vor allem am täglichen Einkauf im Supermarkt und den Benzinpreisen festmachen. An ihrer Geldanlage möchten die meisten deswegen jedoch genauso wenig etwas verändern wie an ihren Sparbemühungen. Schutz vor Inflation würden vor allem Geldanlagen in Immobilien und Gold, aber auch Aktien und Investmentfonds bieten. Mit Blick auf die Kursentwicklung an den Aktienmärkten würden sich die meisten optimistisch äußern. Dies seien die Ergebnisse aus dem aktuellen Anlegerbarometer von Union Investment, einer repräsentativen Befragung deutscher Finanzentscheider in privaten Haushalten.
Beinahe neun von zehn Sparerinnen und Sparer in Deutschland würden damit rechnen, dass die Preise in den kommenden sechs Monaten anziehen würden (89 Prozent). Zwar glaube die Mehrzahl (66 Prozent), dass sich dies nur leicht bemerkbar mache. Der Anteil derer, der mit stark steigenden Preisen rechne, erreiche mit 23 Prozent jedoch im Vergleich zu den Vorjahren ein neues Maximum. Gleichzeitig würden so wenige wie nie zuvor mit gleich bleibenden Preisen rechnen (acht Prozent, 3. Quartal 2020: 27 Prozent). Die Zahl derjenigen, die mit leicht fallenden Preisen rechnen würden, liege bei zwei Prozent (3. Quartal 2020: Neun Prozent).
Bei der Einschätzung, wie sich die Preise künftig entwickeln würden, würden sich die meisten Befragten an dem orientieren, was sie für ihre regelmäßigen Einkäufe im Supermarkt zahlen würden (83 Prozent). Gut zwei Drittel würden ihre Meinung auch an den Immobilien- und Mietpreisen (68 Prozent) sowie den Benzinpreisen (66 Prozent) festmachen. Mehr als die Hälfte entnehme ihr Bild zur Preisentwicklung der Berichterstattung in den Medien (51 Prozent). 37 Prozent würden die Entwicklung ihres eigenen Guthabens zu Rate ziehen.
Knapp die Hälfte der Anleger, die mit steigenden Preisen rechnen würden, mache sich keine Sorgen um die eigenen Ersparnisse (48 Prozent). Vier von zehn würden sich etwas besorgt zeigen (40 Prozent), sehr besorgt seien 11 Prozent. Grund zur Umschichtung der eigenen Geldanlagen sähen jedoch nur wenige. Die Mehrheit der Befragten (75 Prozent) nehme keine Veränderungen vor, neun Prozent möchten zunächst mit einem Bankberater besprechen. 16 Prozent möchten aktiv werden und Gelder umschichten, darunter hauptsächlich Männer (59 Prozent).
Auch beim Sparverhalten würden die meisten trotz der erwarteten Preisentwicklung gelassen bleiben: 67 Prozent würden nicht mehr und nicht weniger sparen als bisher. 19 Prozent möchten künftig mehr Geld zurücklegen, 13 Prozent weniger.
"Das Ende der Corona-Pandemie ist in Sicht, die damit einhergehenden Lockerungen beflügeln die Konjunktur und sorgen für erhöhten Preisdruck. Diese Sondereffekte dürften 2022 allerdings wieder nachlassen. Wir erwarten, dass die Inflationsrate dann auf ein moderates Niveau sinken werde", kommentiere Giovanni Gay, Geschäftsführer bei Union Investment. "Dennoch sollten Sparerinnen und Sparer ihre Anlagestrategie überdenken und aktiv werden. Noch immer lagert ein Großteil des deutschen Vermögens in niedrig verzinsten Produkten. Wer seine Chance auf Rendite vor dem Hintergrund erhöhter Inflation und niedriger Zinsen verbessern will, sollte handeln", betone Gay.
Den besten Schutz vor Inflation würden laut Ansicht der Befragten Immobilien und Gold bieten: 74 bzw. 73 Prozent würden dies glauben. Gut vier von zehn Personen (44 Prozent) würden Rohstoffe für einen guten Inflationsschutz halten. Aktien und Investmentfonds würden nach 35 bzw. 33 Prozent der Befragten am besten vor Inflation schützen. Unter denen, die Aktien und Investmentfonds besitzen würden, seien sogar noch mehr dieser Meinung (55 Prozent bzw. 41 Prozent).
Mit Blick auf die Entwicklung an den Märkten steige die Zahl derer, die optimistisch seien, deutlich an, mit fallenden Kursen würden hingegen immer weniger Menschen rechnen: Mehr als die Hälfte aller Befragten (57 Prozent) erwarte, dass die Aktienkurse in den kommenden sechs Monaten steigen würden (plus 18 Prozentpunkte im Vergleich zum zweiten Quartal 2020). Fallende Kurse würden 18 Prozent erwarten. Ihre Zahl sei im Laufe eines Jahres um 25 Prozentpunkte gefallen.
Allerdings möchten nur wenige Menschen auf die erwarteten Kursanstiege reagieren. Mehr als die Hälfte (57 Prozent) ziehe keine Konsequenzen für ihre Ersparnisse und halte Veränderungen nicht für nötig. Die meisten von ihnen würden glauben, dass dies langfristig gesehen nichts bringe (48 Prozent). Zehn Prozent möchten sich Rat bei einer Bank einholen, neun Prozent würden auf einen Impuls von dort warten und möchten auf eine mögliche Optimierungen ihrer Geldanlage angesprochen werden. Knapp zwei von zehn Befragten (19 Prozent) würden von sich aus ihre Geldanlage überdenken und umschichten. Unter den Befragten zwischen 20 und 29 Jahren seien es besonders viele, die eine Änderung ihrer Anlageformen in Betracht ziehen würden (42 Prozent).
"Aus Angst vor vermeintlichen Verlusten scheuen sich noch immer viele Anlegerinnen und Anleger davor, an den Kapitalmärkten teilzuhaben. Dabei sind sie nicht auf sich allein gestellt, sondern können sich bei aktiv gemanagten Fonds auf die Expertise des Fondsmanagements verlassen", meine Gay.
Seit Anfang 2001 ermittle das Marktforschungsinstitut Forsa im Auftrag von Union Investment quartalsweise das Anlegerverhalten. Befragt würden 500 Finanzentscheider in privaten Haushalten im Alter von 20 bis 59 Jahren, die mindestens eine Geldanlage besitzen würden. Für das erste Quartal habe Forsa die Daten vom 3. bis 12. Mai 2021 erhoben. Bei Umfragewerten, die sich nicht zu 100 Prozent addieren würden, gebe die Differenz den Anteil der unschlüssigen Befragten an. (Ausgabe vom 14.06.2021) (15.06.2021/alc/a/a)
Fast ein Viertel glaube sogar, dass sie stark anziehen würden. Dies würden sie vor allem am täglichen Einkauf im Supermarkt und den Benzinpreisen festmachen. An ihrer Geldanlage möchten die meisten deswegen jedoch genauso wenig etwas verändern wie an ihren Sparbemühungen. Schutz vor Inflation würden vor allem Geldanlagen in Immobilien und Gold, aber auch Aktien und Investmentfonds bieten. Mit Blick auf die Kursentwicklung an den Aktienmärkten würden sich die meisten optimistisch äußern. Dies seien die Ergebnisse aus dem aktuellen Anlegerbarometer von Union Investment, einer repräsentativen Befragung deutscher Finanzentscheider in privaten Haushalten.
Beinahe neun von zehn Sparerinnen und Sparer in Deutschland würden damit rechnen, dass die Preise in den kommenden sechs Monaten anziehen würden (89 Prozent). Zwar glaube die Mehrzahl (66 Prozent), dass sich dies nur leicht bemerkbar mache. Der Anteil derer, der mit stark steigenden Preisen rechne, erreiche mit 23 Prozent jedoch im Vergleich zu den Vorjahren ein neues Maximum. Gleichzeitig würden so wenige wie nie zuvor mit gleich bleibenden Preisen rechnen (acht Prozent, 3. Quartal 2020: 27 Prozent). Die Zahl derjenigen, die mit leicht fallenden Preisen rechnen würden, liege bei zwei Prozent (3. Quartal 2020: Neun Prozent).
Bei der Einschätzung, wie sich die Preise künftig entwickeln würden, würden sich die meisten Befragten an dem orientieren, was sie für ihre regelmäßigen Einkäufe im Supermarkt zahlen würden (83 Prozent). Gut zwei Drittel würden ihre Meinung auch an den Immobilien- und Mietpreisen (68 Prozent) sowie den Benzinpreisen (66 Prozent) festmachen. Mehr als die Hälfte entnehme ihr Bild zur Preisentwicklung der Berichterstattung in den Medien (51 Prozent). 37 Prozent würden die Entwicklung ihres eigenen Guthabens zu Rate ziehen.
Knapp die Hälfte der Anleger, die mit steigenden Preisen rechnen würden, mache sich keine Sorgen um die eigenen Ersparnisse (48 Prozent). Vier von zehn würden sich etwas besorgt zeigen (40 Prozent), sehr besorgt seien 11 Prozent. Grund zur Umschichtung der eigenen Geldanlagen sähen jedoch nur wenige. Die Mehrheit der Befragten (75 Prozent) nehme keine Veränderungen vor, neun Prozent möchten zunächst mit einem Bankberater besprechen. 16 Prozent möchten aktiv werden und Gelder umschichten, darunter hauptsächlich Männer (59 Prozent).
"Das Ende der Corona-Pandemie ist in Sicht, die damit einhergehenden Lockerungen beflügeln die Konjunktur und sorgen für erhöhten Preisdruck. Diese Sondereffekte dürften 2022 allerdings wieder nachlassen. Wir erwarten, dass die Inflationsrate dann auf ein moderates Niveau sinken werde", kommentiere Giovanni Gay, Geschäftsführer bei Union Investment. "Dennoch sollten Sparerinnen und Sparer ihre Anlagestrategie überdenken und aktiv werden. Noch immer lagert ein Großteil des deutschen Vermögens in niedrig verzinsten Produkten. Wer seine Chance auf Rendite vor dem Hintergrund erhöhter Inflation und niedriger Zinsen verbessern will, sollte handeln", betone Gay.
Den besten Schutz vor Inflation würden laut Ansicht der Befragten Immobilien und Gold bieten: 74 bzw. 73 Prozent würden dies glauben. Gut vier von zehn Personen (44 Prozent) würden Rohstoffe für einen guten Inflationsschutz halten. Aktien und Investmentfonds würden nach 35 bzw. 33 Prozent der Befragten am besten vor Inflation schützen. Unter denen, die Aktien und Investmentfonds besitzen würden, seien sogar noch mehr dieser Meinung (55 Prozent bzw. 41 Prozent).
Mit Blick auf die Entwicklung an den Märkten steige die Zahl derer, die optimistisch seien, deutlich an, mit fallenden Kursen würden hingegen immer weniger Menschen rechnen: Mehr als die Hälfte aller Befragten (57 Prozent) erwarte, dass die Aktienkurse in den kommenden sechs Monaten steigen würden (plus 18 Prozentpunkte im Vergleich zum zweiten Quartal 2020). Fallende Kurse würden 18 Prozent erwarten. Ihre Zahl sei im Laufe eines Jahres um 25 Prozentpunkte gefallen.
Allerdings möchten nur wenige Menschen auf die erwarteten Kursanstiege reagieren. Mehr als die Hälfte (57 Prozent) ziehe keine Konsequenzen für ihre Ersparnisse und halte Veränderungen nicht für nötig. Die meisten von ihnen würden glauben, dass dies langfristig gesehen nichts bringe (48 Prozent). Zehn Prozent möchten sich Rat bei einer Bank einholen, neun Prozent würden auf einen Impuls von dort warten und möchten auf eine mögliche Optimierungen ihrer Geldanlage angesprochen werden. Knapp zwei von zehn Befragten (19 Prozent) würden von sich aus ihre Geldanlage überdenken und umschichten. Unter den Befragten zwischen 20 und 29 Jahren seien es besonders viele, die eine Änderung ihrer Anlageformen in Betracht ziehen würden (42 Prozent).
"Aus Angst vor vermeintlichen Verlusten scheuen sich noch immer viele Anlegerinnen und Anleger davor, an den Kapitalmärkten teilzuhaben. Dabei sind sie nicht auf sich allein gestellt, sondern können sich bei aktiv gemanagten Fonds auf die Expertise des Fondsmanagements verlassen", meine Gay.
Seit Anfang 2001 ermittle das Marktforschungsinstitut Forsa im Auftrag von Union Investment quartalsweise das Anlegerverhalten. Befragt würden 500 Finanzentscheider in privaten Haushalten im Alter von 20 bis 59 Jahren, die mindestens eine Geldanlage besitzen würden. Für das erste Quartal habe Forsa die Daten vom 3. bis 12. Mai 2021 erhoben. Bei Umfragewerten, die sich nicht zu 100 Prozent addieren würden, gebe die Differenz den Anteil der unschlüssigen Befragten an. (Ausgabe vom 14.06.2021) (15.06.2021/alc/a/a)
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| Kurs | Vortag | Veränderung | Datum/Zeit | |
| 2,70 % | 1,90 % | 0,80 % | +42,11% | 17.04./22:00 |
| ISIN | WKN | Jahreshoch | Jahrestief | |
| 2,70 % | 1,80 % | |||


