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Inflation: Das Schreckgespenst ist zurück
29.10.21 13:00
LYNX Broker
Berlin (www.anleihencheck.de) - Die Inflationsrate ist nicht nur in Deutschland auf das höchste Niveau seit Jahrzehnten geklettert, auch in den USA macht sich im August eine Steigerung von 3,6 Prozent im Vergleich zum Vorjahresmonat deutlich bemerkbar, so die Experten von LYNX Broker.
Während die Verantwortlichen in der US-Regierung und der FED weiter beschwichtigen würden, dass es sich dabei um ein vorübergehendes Phänomen handle, würden sich mittlerweile die Stimmen mehren, die eine dauerhafte Geldentwertung und damit eine große Gefahr für die US-Wirtschaft befürchten würden. Einige Experten würden mittlerweile sogar soweit gehen, dass sie die Rückkehr der Stagflation wie in den 1970er Jahren kommen sähen. Damals sei die Inflationsrate von bereits hohen sechs Prozent im Jahr 1972 innerhalb von nur zwei Jahren auf satte 13 Prozent gestiegen.
"Das in der Pandemie massenweise ausgegebene billige Geld hat sicherlich seinen Zweck erfüllt und als Stimulus gewirkt, doch die Frage ist, ob nicht vielleicht doch zu viel gemacht wurde und die US-Wirtschaft jetzt als Folge überhitzt", fasse Sascha Sadowski, Marktexperte beim Online-Broker LYNX, die derzeit kursierenden Bedenken zusammen. Tatsächlich sehe auch er die Gefahr einer anhaltend hohen Inflation als durchaus real an, auch wenn er noch nicht von einer drohenden Hyperinflation sprechen wolle.
"Fakt ist: Geld ist aktuell so billig wie selten zuvor in der Geschichte und die vielen Stimulus-Pakete haben zu einer gewaltigen Menge an liquiden Mitteln geführt. Dieses Geld muss irgendwo hin, sei es in Aktien, Kryptowährungen, Gold, Immobilien oder andere Sachwerte. Die Alternative wäre, es einfach liegen und von der Inflation langsam aber sicher auffressen zu lassen. Da das keine sinnvolle Option ist, werden steigende Preise uns vermutlich noch eine ganze Zeit lang begleiten", erkläre Sadowski seine Einschätzung der Lage.
Das wirksamste Mittel gegen diese Entwicklung wäre eine Erhöhung des Leitzinses. "Darauf sollte man nicht hoffen. Die enormen Staatsschulden, die während der Pandemie weltweit aufgelaufen sind, würden mit einem höheren Leitzins den Staatshaushalt noch mehr belasten als ohnehin schon. Hinzu kommen die Befürchtungen, dass man den gerade wieder anlaufenden Wirtschaftsmotor wieder abwürgen würde, wenn man den Unternehmen die Chance auf günstige Kredite nimmt." Sadowski könne diese Bedenken der Notenbanken durchaus verstehen, halte aber auch die Warnung vor einer anhaltend hohen Inflation für berechtigt.
"Für Sparer werden die ohnehin schon harten Niedrigzinszeiten durch die steigende Inflation noch härter. Das klassische Sparbuch hat damit wohl endgültig ausgedient. Auch für Anleger könnte sich so einiges ändern, denn langfristig wird auch die Wirtschaft und damit irgendwann auch der Aktienmarkt unter den steigenden Preisen leiden - auch wenn ein Ende des Bullenmarktes aktuell noch nicht in Sicht ist. Trotzdem sollten Anleger sich Strategien überlegen, mit denen sie ihr Portfolio inflationssicher machen können. Sachwerte, Kryptowährungen und der Klassiker Gold sind dafür sicher keine schlechte Wahl." (29.10.2021/alc/a/a)
Während die Verantwortlichen in der US-Regierung und der FED weiter beschwichtigen würden, dass es sich dabei um ein vorübergehendes Phänomen handle, würden sich mittlerweile die Stimmen mehren, die eine dauerhafte Geldentwertung und damit eine große Gefahr für die US-Wirtschaft befürchten würden. Einige Experten würden mittlerweile sogar soweit gehen, dass sie die Rückkehr der Stagflation wie in den 1970er Jahren kommen sähen. Damals sei die Inflationsrate von bereits hohen sechs Prozent im Jahr 1972 innerhalb von nur zwei Jahren auf satte 13 Prozent gestiegen.
"Fakt ist: Geld ist aktuell so billig wie selten zuvor in der Geschichte und die vielen Stimulus-Pakete haben zu einer gewaltigen Menge an liquiden Mitteln geführt. Dieses Geld muss irgendwo hin, sei es in Aktien, Kryptowährungen, Gold, Immobilien oder andere Sachwerte. Die Alternative wäre, es einfach liegen und von der Inflation langsam aber sicher auffressen zu lassen. Da das keine sinnvolle Option ist, werden steigende Preise uns vermutlich noch eine ganze Zeit lang begleiten", erkläre Sadowski seine Einschätzung der Lage.
Das wirksamste Mittel gegen diese Entwicklung wäre eine Erhöhung des Leitzinses. "Darauf sollte man nicht hoffen. Die enormen Staatsschulden, die während der Pandemie weltweit aufgelaufen sind, würden mit einem höheren Leitzins den Staatshaushalt noch mehr belasten als ohnehin schon. Hinzu kommen die Befürchtungen, dass man den gerade wieder anlaufenden Wirtschaftsmotor wieder abwürgen würde, wenn man den Unternehmen die Chance auf günstige Kredite nimmt." Sadowski könne diese Bedenken der Notenbanken durchaus verstehen, halte aber auch die Warnung vor einer anhaltend hohen Inflation für berechtigt.
"Für Sparer werden die ohnehin schon harten Niedrigzinszeiten durch die steigende Inflation noch härter. Das klassische Sparbuch hat damit wohl endgültig ausgedient. Auch für Anleger könnte sich so einiges ändern, denn langfristig wird auch die Wirtschaft und damit irgendwann auch der Aktienmarkt unter den steigenden Preisen leiden - auch wenn ein Ende des Bullenmarktes aktuell noch nicht in Sicht ist. Trotzdem sollten Anleger sich Strategien überlegen, mit denen sie ihr Portfolio inflationssicher machen können. Sachwerte, Kryptowährungen und der Klassiker Gold sind dafür sicher keine schlechte Wahl." (29.10.2021/alc/a/a)
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