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Inflation in Lauerstellung
25.05.20 12:00
Quant.Capital Management
Düsseldorf (www.anleihencheck.de) - Mit viel Geld gehen die meisten Staaten gegen die Folgen der Pandemie vor, so die Experten von Quant.Capital Management.
Rund 8.000 Milliarden US-Dollar seien bereits zugesagt, weitere Programme würden aufgelegt. Eigentlich ein optimaler Nährboden für Inflation. "Trotzdem sehen wir noch keine erhöhte Inflationsgefahr - sie wartet und lauert auf ihre Gelegenheit", sage Ivan Mlinaric, Geschäftsführer der Quant.Capital Management GmbH.
Es seien vor allem institutionelle Anleger, die die Inflation bereits jetzt wieder in ihre Anlageentscheidungen aufnähmen. "Es gibt ja auch nicht wenige Marktstrategen, die wegen der Geldflut für die kommenden Jahre eine stark steigende Inflation sehen", sage Mlinaric. "Irgendjemand wird all dieses Geld ja schließlich in den Umlauf bringen." Das sei richtig, allerdings sei aktuell noch kein Inflationsdruck erkennbar.
"Derzeit dominieren die Effekte, die gegen eine Inflation sprechen", sage Mlinaric. Die globale Multi-Krise führe zu einer historisch niedrigen Kapazitätsauslastung. Die letzten Daten aus den USA lägen tiefer als selbst zur Kernzeit der Finanzkrise 2008/2009. Die Erwartungen für die Eurozone im zweiten Quartal würden auf ähnliche Tiefststände hindeuten. Dazu komme, dass die Industrieproduktion in Rekordtempo im Rückwärtsgang fahre, der Druck auf einen Investitionsschub sei extrem gering. "Außer im mittlerweile unwahrscheinlichen Szenario einer weltweiten V-förmigen Erholung dürfte sich dieser Unterdruck auf absehbare Zeit kaum auflösen", sage Mlinaric.
Auf der Nachfrageseite würden Kurzarbeit, Arbeitslosigkeit und Solvenzängste dominieren. Die Einzelhandelsumsätze in den USA (ohne Automobile) seien im April um 17,2 Prozent gegenüber März eingebrochen. In der Eurozone habe der Rückgang der Einzelhandelsumsätze im März gegenüber Februar -11,2 Prozent betragen. Die schlimmsten monatlichen Veränderungen in der Finanzkrise hätten lediglich -4,0 Prozent in den USA und -1,8 Prozent in der Eurozone betragen. Auch sei hier eine Erholung nicht über Nacht zu erwarten. "Daten aus China deuten darauf hin, dass nach der Öffnung zwar die Arbeitsplätze wieder aktiviert wurden, die Menschen aber ihr Konsumverhalten immer noch im Krisenmodus belassen", so Mlinaric.
Ein Investitionsschub sei nicht absehbar und die Nachfrageseite weise ebenfalls nicht auf eine Inflation hin. Die volkswirtschaftliche Aktivität lasse insgesamt nach. In normalen Zeiten möge das Drucken von frischem Geld das Inflationsrisiko erhöhen. Im Moment aber sitze die Inflation noch lauernd auf der Bank und warte auf normale Zeiten. (25.05.2020/alc/a/a)
Rund 8.000 Milliarden US-Dollar seien bereits zugesagt, weitere Programme würden aufgelegt. Eigentlich ein optimaler Nährboden für Inflation. "Trotzdem sehen wir noch keine erhöhte Inflationsgefahr - sie wartet und lauert auf ihre Gelegenheit", sage Ivan Mlinaric, Geschäftsführer der Quant.Capital Management GmbH.
"Derzeit dominieren die Effekte, die gegen eine Inflation sprechen", sage Mlinaric. Die globale Multi-Krise führe zu einer historisch niedrigen Kapazitätsauslastung. Die letzten Daten aus den USA lägen tiefer als selbst zur Kernzeit der Finanzkrise 2008/2009. Die Erwartungen für die Eurozone im zweiten Quartal würden auf ähnliche Tiefststände hindeuten. Dazu komme, dass die Industrieproduktion in Rekordtempo im Rückwärtsgang fahre, der Druck auf einen Investitionsschub sei extrem gering. "Außer im mittlerweile unwahrscheinlichen Szenario einer weltweiten V-förmigen Erholung dürfte sich dieser Unterdruck auf absehbare Zeit kaum auflösen", sage Mlinaric.
Auf der Nachfrageseite würden Kurzarbeit, Arbeitslosigkeit und Solvenzängste dominieren. Die Einzelhandelsumsätze in den USA (ohne Automobile) seien im April um 17,2 Prozent gegenüber März eingebrochen. In der Eurozone habe der Rückgang der Einzelhandelsumsätze im März gegenüber Februar -11,2 Prozent betragen. Die schlimmsten monatlichen Veränderungen in der Finanzkrise hätten lediglich -4,0 Prozent in den USA und -1,8 Prozent in der Eurozone betragen. Auch sei hier eine Erholung nicht über Nacht zu erwarten. "Daten aus China deuten darauf hin, dass nach der Öffnung zwar die Arbeitsplätze wieder aktiviert wurden, die Menschen aber ihr Konsumverhalten immer noch im Krisenmodus belassen", so Mlinaric.
Ein Investitionsschub sei nicht absehbar und die Nachfrageseite weise ebenfalls nicht auf eine Inflation hin. Die volkswirtschaftliche Aktivität lasse insgesamt nach. In normalen Zeiten möge das Drucken von frischem Geld das Inflationsrisiko erhöhen. Im Moment aber sitze die Inflation noch lauernd auf der Bank und warte auf normale Zeiten. (25.05.2020/alc/a/a)
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| 2,70 % | 1,90 % | 0,80 % | +42,11% | 27.03./22:00 |
| ISIN | WKN | Jahreshoch | Jahrestief | |
| 2,70 % | 1,80 % | |||


