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Inflation in der Eurozone wieder unter Nulllinie, Investment-Grade-Unternehmensanleihen übergewichtet
10.03.16 10:10
Nordea
Stockholm (www.anleihencheck.de) - Die fallenden Energiepreise haben die Inflation in der Eurozone im Februar wieder unter die Nulllinie gedrückt, so die Analysten der Nordea.
Man habe es jedoch nicht mit einer Deflation im eigentlichen Sinne zu tun, da die meisten anderen Preise steigen würden. Eine echte Deflation wäre ein Desaster für die Eurozone, da dadurch die ohnehin schon hohe Schuldenlast der Region noch drückender würde. Um dies zu verhindern, sei eine weitere erhebliche Lockerung wahrscheinlich. Aber ganz gleich, welche Maßnahmen die EZB in naher Zukunft ergreife, die Inflation dürfte sich in den nächsten Monaten auf Nullniveau bewegen, bis sie im Zuge der Erholung der Ölpreise wieder steige.
Die Preise in der Eurozone seien im Februar gegenüber dem Vormonat nur knapp um 0,1% gestiegen (0,5% Prozentpunkte weniger als im letzten Jahr), sodass die Jahresteuerungsrate bei -0,2% liege (die Inflation sei mittlerweile in den vier großen Volkswirtschaften der Eurozone negativ). Viel mehr Sorge bereite der EZB die Tatsache, dass die Kerninflationsrate im Jahresvergleich von 1% auf 0,7% gesunken sei, was insbesondere auf den schleppenden Anstieg des Lohnniveaus zurückzuführen sei. Diese Zahlen könnten zwar kurzfristig schwanken, aber die schwache Dynamik bei der Kerninflation sei schon einige Zeit auf dem Radar der EZB und spiegle sich jetzt in der Jahresrate wider. Die Analysten würden damit rechnen, dass die EZB auf ihrer Sitzung am 10. März ihren Einlagensatz um 10 Basispunkte senken und ihre Wertpapierkäufe um 10 Mrd. Euro erhöhen werde. Weitere unkonventionelle Maßnahmen zur Eindämmung potenzieller Deflationsrisiken seien nicht auszuschließen.
Im letzten Jahr hätten Unternehmensanleihen schlechter abgeschnitten als Staatspapiere und jetzt würden sie als relativ attraktiv im Vergleich zu Staatsanleihen der Kernländer betrachtet. Die Analysten würden nicht von einer größeren Bonitätsverschlechterung im Segment der Unternehmensanleihen mit höherem Rating ausgehen und hätten daher ihr Engagement in diesem Bereich durch Kauf eines Corporate ETF aus der Eurozone erhöht.
Die Analysten hätten Investment-Grade-Anleihen in ihr Portfolio aufgenommen und seien jetzt bei Anleihen neutral gewichtet. Die Duration sei unverändert auf neutralem Niveau. In dänischen Hypothekenanleihen, chinesischen Anleihen und Investment-Grade-Anleihen seien sie übergewichtet und in Staatsanleihen untergewichtet. (Ausgabe März 2016) (10.03.2016/alc/a/a)
Man habe es jedoch nicht mit einer Deflation im eigentlichen Sinne zu tun, da die meisten anderen Preise steigen würden. Eine echte Deflation wäre ein Desaster für die Eurozone, da dadurch die ohnehin schon hohe Schuldenlast der Region noch drückender würde. Um dies zu verhindern, sei eine weitere erhebliche Lockerung wahrscheinlich. Aber ganz gleich, welche Maßnahmen die EZB in naher Zukunft ergreife, die Inflation dürfte sich in den nächsten Monaten auf Nullniveau bewegen, bis sie im Zuge der Erholung der Ölpreise wieder steige.
Im letzten Jahr hätten Unternehmensanleihen schlechter abgeschnitten als Staatspapiere und jetzt würden sie als relativ attraktiv im Vergleich zu Staatsanleihen der Kernländer betrachtet. Die Analysten würden nicht von einer größeren Bonitätsverschlechterung im Segment der Unternehmensanleihen mit höherem Rating ausgehen und hätten daher ihr Engagement in diesem Bereich durch Kauf eines Corporate ETF aus der Eurozone erhöht.
Die Analysten hätten Investment-Grade-Anleihen in ihr Portfolio aufgenommen und seien jetzt bei Anleihen neutral gewichtet. Die Duration sei unverändert auf neutralem Niveau. In dänischen Hypothekenanleihen, chinesischen Anleihen und Investment-Grade-Anleihen seien sie übergewichtet und in Staatsanleihen untergewichtet. (Ausgabe März 2016) (10.03.2016/alc/a/a)
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| 2,70 % | 1,90 % | 0,80 % | +42,11% | 17.04./22:00 |
| ISIN | WKN | Jahreshoch | Jahrestief | |
| 2,70 % | 1,80 % | |||


