Inflation in der Eurozone kommt im April wieder in Gang


03.05.19 09:30
HSBC Trinkaus & Burkhardt

Düsseldorf (www.anleihencheck.de) - Nachdem am Dienstag bereits die unerwartet hohe BIP-Wachstumsrate in der Eurozone im 1. Quartal (+0,4% gg. Vq.) für eine Stimmungsaufhellung im EZB-Rat gesorgt haben dürfte, werden dort wohl auch die vorläufigen Inflationsdaten im April mit Wohlwollen zur Kenntnis genommen werden, so die Analysten von HSBC Trinkaus & Burkhardt.

So würden die Vorabschätzungen aus den Ländern darauf hinweisen, dass der späte Ostertermin sowie der ölpreisgetriebene Anstieg der Energiekosten die Teuerung stärker habe ansteigen lassen, als im Marktkonsens (1,6% gg. Vj.) erwartet werde und somit das EZB-Inflationsziel von "unter aber nahe 2%" wieder in Sichtweite kommen lasse. Gerade im Hinblick auf die Ölpreise, die seit Jahresbeginn immerhin wechselkursbereinigt um 35% zugelegt hätten, sei jedoch perspektivisch mit einer Abschwächung der Inflationsrate zu rechnen, da der Kurs zwischen Mai und Juli vergangenen Jahres deutlich angezogen sei und somit für einen negativen Basiseffekt sorgen werde. Insofern dürften die Finanzmarktakteure vor allem auf die Entwicklung der stabileren Kerninflationsrate achten, für die die Analysten einen Anstieg von 0,8% auf 1,1% prognostizieren würden.

Das Überraschungspotenzial der Inflationszahlen sei aufgrund der vorliegenden Daten aus den Mitgliedsländern eher gering und dürfte daher kaum zu größeren Marktbewegungen führen. (03.05.2019/alc/a/a)