Inflation im Euroraum gestiegen - noch kein Grund zum Jubeln


18.06.18 11:30
Oberbank

Linz (www.anleihencheck.de) - Die Verbraucherpreise in der Eurozone sind im Mai erwartungsgemäß um 1,9% gegenüber dem Vorjahr gestiegen, so Oberbank in ihrem aktuellen Tageskommentar zu den internationalen Finanzmärkten.

Damit liege die Inflationsrate nur knapp unter dem 2%-Zielwert der Europäischen Zentralbank. Trotzdem werde die EZB an ihrem letzten Donnerstag bekanntgegebenen Plan, die Leitzinsen mindestens über den Sommer 2019 unverändert zu lassen, nichts ändern. Der Preisanstieg im Mai sei laut Eurostat vor allem auf höhere Kosten für Energie, Lebensmittel und Dienstleistungen zurückzuführen gewesen. Die um Energie und Lebensmittel bereinigte Inflationsrate (Kerninflation) betrage lediglich 1,3%. Dies bedeute, dass der unterliegende Inflationsdruck nach wie vor schwach sei und in den nächsten Monaten wieder mit einem Rückgang der (Gesamt-)Inflationsrate zu rechnen sei. (18.06.2018/alc/a/a)