Inflation in Deutschland bei knapp 2%


31.08.17 10:00
HSBC Trinkaus & Burkhardt

Düsseldorf (www.anleihencheck.de) - In Deutschland zogen die Konsumentenpreise gemäß der Berechnungen des Statistischen Bundesamtes auf Basis der Veröffentlichung aus sechs Bundesländern im August um 0,1% gg. Vm. an, so die Analysten von HSBC Trinkaus & Burkhardt.

In der Jahresrate habe sich daraus ein Plus von 1,8% ergeben (Juli: 1,7%). Der nach EU-weit einheitlichen Regeln berechnete "Harmonisierte Verbraucherpreisindex" (HVPI) sei bei einem Monatsplus von 0,2% ebenfalls mit 1,8% festgestellt worden (Juli: 1,5%). Insgesamt dürfte sich der Flirt mit der 2%-Marke bei der Inflation trotz einer insgesamt guten gesamtwirtschaftlichen Entwicklung und der konstruktiven Lage am Arbeitsmarkt - die Arbeitslosenquote dürfte im August mit 5,7% auf dem tiefsten Stand seit der deutschen Wiedervereinigung verblieben sein - aber als temporäres Phänomen erweisen.

Die jüngste Aufwertung des Euro werde sich dabei perspektivisch dämpfend auf die Teuerung auswirken. Zudem würden Basiseffekte bei den Energiepreisen - sofern diese in den kommenden Monaten annähernd gleichbleiben würden - in der 2. Jahreshälfte 2017 die Inflation hemmen. Für das Gesamtjahr 2017 würden die Analysten mit einem durchschnittlichen Preisanstieg von 1,7% (2018e: 1,5%) rechnen. (31.08.2017/alc/a/a)