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Indische Notenbank setzt einen weiteren Zinsschritt nach oben
28.09.22 12:55
Raiffeisen Capital Management
Wien (www.anleihencheck.de) - Indiens Notenbank hat die Zinsen um weitere 0,50% auf nunmehr 5,40% angehoben, was etwas über den Markterwartungen lag, so die Experten von Raiffeisen Capital Management.
Mit dem jüngsten Rückgang vieler Rohstoffpreise, einem Nachlassen der Inflationsdynamik und dem weltweit eingetrübten Konjunkturausblick bestehe aber eine recht hohe Wahrscheinlichkeit, dass die Notenbank demnächst nach über 2% Zinsanhebungen in Summe seit April dieses Jahres einen sanfteren Kurs fahre.
Unterdessen habe sich die Leistungsbilanz Indiens deutlich verschlechtert, nachdem die Exporte stark zurückgegangen seien. Zum Teil seien hier ungewöhnlich hohe Schwankungen durch den vermehrten Import von Rohöl und dem Export von Öl sowie Raffinerieprodukten, wie Diesel und Benzin, enthalten, ebenso die Effekte von steuerlichen Maßnahmen zur Reduzierung bestimmter Exporte. Indiens Industrieproduktion zeige sich weiterhin recht robust und habe mit 12,3% Zuwachs p.a. im Juni über den Erwartungen gelegen. Auch der Einkaufsmanagerindex für das produzierende Gewerbe zeige sich weiterhin stark. In markantem Kontrast dazu sei der Einkaufsmanagerindex für den Dienstleistungsbereich aber kräftig gefallen. Indiens Aktienmärkte hätten im August um rund 3,5% neuerlich zugelegt, wobei Aktien kleinerer und mittlerer Unternehmen überdurchschnittlich dazugewonnen hätten. Ausländische Investoren seien erstmals seit langem signifikant auf die Käuferseite gewechselt, während inländische institutionelle Investoren erstmals seit fast 18 Monaten (leichte) Netto-Verkäufer gewesen seien. (Ausgabe vom 23.09.2022) (28.09.2022/alc/a/a)
Mit dem jüngsten Rückgang vieler Rohstoffpreise, einem Nachlassen der Inflationsdynamik und dem weltweit eingetrübten Konjunkturausblick bestehe aber eine recht hohe Wahrscheinlichkeit, dass die Notenbank demnächst nach über 2% Zinsanhebungen in Summe seit April dieses Jahres einen sanfteren Kurs fahre.
Unterdessen habe sich die Leistungsbilanz Indiens deutlich verschlechtert, nachdem die Exporte stark zurückgegangen seien. Zum Teil seien hier ungewöhnlich hohe Schwankungen durch den vermehrten Import von Rohöl und dem Export von Öl sowie Raffinerieprodukten, wie Diesel und Benzin, enthalten, ebenso die Effekte von steuerlichen Maßnahmen zur Reduzierung bestimmter Exporte. Indiens Industrieproduktion zeige sich weiterhin recht robust und habe mit 12,3% Zuwachs p.a. im Juni über den Erwartungen gelegen. Auch der Einkaufsmanagerindex für das produzierende Gewerbe zeige sich weiterhin stark. In markantem Kontrast dazu sei der Einkaufsmanagerindex für den Dienstleistungsbereich aber kräftig gefallen. Indiens Aktienmärkte hätten im August um rund 3,5% neuerlich zugelegt, wobei Aktien kleinerer und mittlerer Unternehmen überdurchschnittlich dazugewonnen hätten. Ausländische Investoren seien erstmals seit langem signifikant auf die Käuferseite gewechselt, während inländische institutionelle Investoren erstmals seit fast 18 Monaten (leichte) Netto-Verkäufer gewesen seien. (Ausgabe vom 23.09.2022) (28.09.2022/alc/a/a)


