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Indien: Notenbank senkt Inflationsprognose
14.11.18 12:00
Raiffeisen Capital Management
Wien (www.anleihencheck.de) - Das Bild der indischen Volkswirtschaft bleibt gemischt, so die Experten von Raiffeisen Capital Management (RCM) in ihrem aktuellen "emreport".
Die Industrieproduktion habe zuletzt erneut nach oben überrascht und die Inflation sei niedriger als befürchtet gewesen. Andererseits sei der Einkaufsmanagerindex etwas zurückgegangen und das indische Finanzsystem zeige vor allem bei den Nicht-Banken deutliche Anzeichen von Stress. Unterstützend wirke für Indien sicherlich der zuletzt kräftig nachgebende Ölpreis. Zusätzlich dürfte Indien wohl recht günstige Konditionen vom Iran für dessen Öl bekommen. Schließlich seien es nicht allzu viele Länder, die bereits frühzeitig bekundet hätten, trotz US-Sanktionen gegen den Iran auch weiterhin iranisches Öl zu beziehen.
Die USA hätten für Indien und für sieben weitere Länder (darunter China) zwar in letzter Minute eine zeitlich begrenzte "Ausnahmegenehmigung" für Ölimporte aus dem Iran erteilt. Das sei wohl aber vor allem die Anerkennung des Faktischen durch Washington. Bis auf weiteres dürfte die Trump-Regierung keine Möglichkeit haben, China oder Indien zu irgendetwas zu zwingen. Also "erlaubt" man großzügig, was man ohnehin nicht verbieten könne. Zudem wollten die USA Indien unbedingt näher an sich binden und Indiens Beziehungen zu Russland schwächen. Da wären Sanktionen gegen Delhi strategisch unklug. Indiens Notenbank habe unterdessen den Leitzins unverändert gelassen, obwohl die meisten Analysten von einer Zinsanhebung ausgegangen seien. Die Notenbank habe ihre Inflationsprognose für 2019 gesenkt, aber zugleich signalisiert, dass der Zinsanhebungszyklus möglicherweise noch nicht vorüber sei.
Indiens Aktienmarkt habe im Oktober "nur" um rund 5% nachgegeben und sich damit erheblich besser als der weltweite Durchschnitt der Aktienbörsen gehalten. Die ausländischen Investoren hätten im Oktober so viel Geld abgezogen wie in keinem anderen Monat seit der globalen Finanzkrise 2009, während inländische institutionelle Investoren umso beherzter zugekauft hätten. (Ausgabe November 2018) (14.11.2018/alc/a/a)
Die Industrieproduktion habe zuletzt erneut nach oben überrascht und die Inflation sei niedriger als befürchtet gewesen. Andererseits sei der Einkaufsmanagerindex etwas zurückgegangen und das indische Finanzsystem zeige vor allem bei den Nicht-Banken deutliche Anzeichen von Stress. Unterstützend wirke für Indien sicherlich der zuletzt kräftig nachgebende Ölpreis. Zusätzlich dürfte Indien wohl recht günstige Konditionen vom Iran für dessen Öl bekommen. Schließlich seien es nicht allzu viele Länder, die bereits frühzeitig bekundet hätten, trotz US-Sanktionen gegen den Iran auch weiterhin iranisches Öl zu beziehen.
Die USA hätten für Indien und für sieben weitere Länder (darunter China) zwar in letzter Minute eine zeitlich begrenzte "Ausnahmegenehmigung" für Ölimporte aus dem Iran erteilt. Das sei wohl aber vor allem die Anerkennung des Faktischen durch Washington. Bis auf weiteres dürfte die Trump-Regierung keine Möglichkeit haben, China oder Indien zu irgendetwas zu zwingen. Also "erlaubt" man großzügig, was man ohnehin nicht verbieten könne. Zudem wollten die USA Indien unbedingt näher an sich binden und Indiens Beziehungen zu Russland schwächen. Da wären Sanktionen gegen Delhi strategisch unklug. Indiens Notenbank habe unterdessen den Leitzins unverändert gelassen, obwohl die meisten Analysten von einer Zinsanhebung ausgegangen seien. Die Notenbank habe ihre Inflationsprognose für 2019 gesenkt, aber zugleich signalisiert, dass der Zinsanhebungszyklus möglicherweise noch nicht vorüber sei.
Indiens Aktienmarkt habe im Oktober "nur" um rund 5% nachgegeben und sich damit erheblich besser als der weltweite Durchschnitt der Aktienbörsen gehalten. Die ausländischen Investoren hätten im Oktober so viel Geld abgezogen wie in keinem anderen Monat seit der globalen Finanzkrise 2009, während inländische institutionelle Investoren umso beherzter zugekauft hätten. (Ausgabe November 2018) (14.11.2018/alc/a/a)
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