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Highlight der Woche: EZB-Sitzung


15.07.24 08:30
Nord LB

Hannover (www.anleihencheck.de) - In dieser Woche erwartet uns ein abwechslungsreiches Programm bei den ökonomischen Indikatoren, wobei diverse Produktions- und Konjunkturdaten für den europäischen Währungsraum bzw. Deutschland den Anfang machen, so die Analysten der Nord LB.

Bis zur Wochenmitte lägen Daten aus den USA, nämlich Einzelhandelsumsätze und Stimmungsindikatoren für den Immobilienmarkt, sowie Inflationsdaten aus Großbritannien im Fokus. Das Highlight der Woche werde die EZB-Sitzung darstellen, bei welcher über die Leitzinsen beraten werde. Nach Auffassung der Analysten werde es hierbei zu keiner Anpassung kommen - interessanter würden voraussichtlich die verbalen Ausführungen von Lagarde und Co sein.

Die chinesischen Unternehmen hätten ihre Ausfuhren im Juni überraschend kräftig gesteigert. Sie hätten um 8,6 Prozent im Vergleich zum Vorjahr zugelegt, wie aus Daten der Zollbehörde in Peking am Freitag hervorgegangen sei. Von Reuters befragte Volkswirte hätten lediglich mit einem Plus von 8,0 Prozent gerechnet, nach einem Zuwachs von 7,6 Prozent im Mai. Die Importe seien dagegen um 2,3 Prozent gefallen, Experten hätten hier einen Zuwachs von 1,8 Prozent erwartet. Die Daten würden darauf hindeuten, dass Exportgeschäfte angesichts angedrohter Zusatzzölle auf bestimmte Produkte aus China vorgezogen worden sein könnten.

Unternehmen kämen einer Umfrage des ifo-Instituts zufolge etwas schwerer an neue Kredite. Im Juni hätten 27,1% jener Unternehmen, die gegenwärtig Verhandlungen führen würden, von Zurückhaltung bei den Banken berichtet. Im März seien es nur 25,2% gewesen. Besonders stark sei die Vorsicht im Baugewerbe und in der Industrie gestiegen. "Mit Blick auf die Investitionsschwäche in Deutschland wäre ein leichterer Zugang zu Krediten wünschenswert", so ifo-Umfrageleiter Wohlrabe.

Die Erzeugerpreise in den USA seien im Juni moderat gestiegen. Sie hätten um 0,2% im Vergleich zum Vormonat zugelegt und damit etwas stärker als erwartet, nachdem die Erzeugerpreise im Mai laut revidierten Daten stagniert hätten. Die Preise würden ab Werkstor gelten und damit noch bevor die Erzeugnisse in den Handel gelangen würden. Sie würden als früher Signalgeber für die Entwicklung der Verbraucherpreise dienen. (15.07.2024/alc/a/a)