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High Yield-Papiere erfolgreich
05.12.13 16:30
Raiffeisen Capital Management
Wien (www.anleihencheck.de) - 2013 war insbesondere für die entwickelten Aktienmärkte ein sehr erfolgreiches Jahr, so die Experten von Raiffeisen Capital Management.
Nachdem die bislang dominanten Systemrisiken nun allmählich ausgepreist seien, sollte die Aktienmarktentwicklung 2014 zusehends wieder von Unternehmensgewinnen & Co beeinflusst werden.
"So wechselvoll die Kapitalmarktentwicklung das Jahr über auch war, wir blicken auch 2013 wieder auf ein erfolgreiches Aktienjahr zurück", sage Gerhard Aigner, Geschäftsführer der Raiffeisen KAG. Ungeachtet zwischenzeitlicher Korrekturen, insbesondere im 2. Quartal, hätten US-Aktien bis Ende November ein Plus von 25% gebracht, gefolgt von japanischen Aktien (plus 23%) und Aktien der Eurozone (plus 21%). Als erfolgreichste Assetklasse aus dem Anleihebereich hätten sich einmal mehr High Yield-Papiere (plus 8%) erwiesen. Negativ hätten hingegen - neben deutschen Staatsanleihen - Emerging Markets-Aktien und -Anleihen sowie Rohstoffe bilanziert.
Im Zehn-Jahres-Vergleich hingegen hätten sich Aktien aus Emerging Markets mit einem Plus von 11% p.a. an die Spitze setzen können; über die Periode der vergangenen drei Jahre seien US-Aktien top gewesen (plus 16%). Ebenfalls stark im Mehrjahresvergleich: Hochzinsanleihen (plus 10% über drei bzw. plus 8% über zehn Jahre). Die vergangene Performance gebe allerdings keine Hinweise auf die Entwicklung in der Zukunft; durch mögliche Kursschwankungen der zugrunde liegenden Wertpapiere könnten Fonds auch eine negative Entwicklung aufweisen.
"Diese Zahlen widerlegen einmal mehr die Unkenrufe der vergangenen Jahre, wonach am Kapitalmarkt und insbesondere mit Risikopapieren wie Aktien nichts zu verdienen ist", so Gerhard Aigner. "Wer künftig sichtbare Ertragschancen haben möchte, wird an einer Aktien-Beimischung nicht vorbeikommen. Für langfristige Investoren fallen auch die bei Aktien naturgemäß stärkeren Wertschwankungen und das höhere Verlustrisiko nicht so stark ins Gewicht."
Für die Eurozone gehe Gerhard Aigner 2014 von einer Verbesserung der konjunkturellen Rahmenbedingungen aus. Weiter sei mit einer niedrigen Inflation sowie einer expansiven Notenbankpolitik zu rechnen. Der Verschuldung der Peripherie-Staaten dürfte künftig wohl wieder verstärkte Aufmerksamkeit gelten. "Wir gehen aber davon aus, dass leicht verbesserte Fundamentaldaten sowie insbesondere die glaubhafte Rolle der EZB nachhaltige Renditeanstiege verhindern", so Aigner.
Für die zuletzt schwachen Emerging Markets sehe Gerhard Aigner mittelfristig ein Comeback: "Es werden wieder verstärkt Bewertungsargumente in den Vordergrund rücken und zu einer Renaissance von Aktien aus Emerging Markets führen. Insbesondere die Region Zentral- und Osteuropa sehen wir als günstig bewertet, das wird vom Konjunkturmomentum in Europa unterstützt."
Generell dürften Unternehmensgewinne, die sich in den vergangenen Jahren - überlagert von Systemrisiken wie der Eurokrise - nicht nachhaltig in der Aktienmarktentwicklung niedergeschlagen hätten, künftig wieder einen maßgeblichen Einfluss auf die Kursentwicklung nehmen. Aigner: "Bereits 2009 kam es zu einer deutlichen Erholung der Unternehmensgewinne. Diese wurde über lange Zeit nicht ausreichend in den Kursen reflektiert. Mittlerweile wird die durchaus gute Gewinnsituation der Unternehmen in den Kursen aber wieder dargestellt."
Insgesamt rechne Gerhard Aigner mit einem positiven Kapitalmarktjahr 2014: "Die Eintrittswahrscheinlichkeit für Szenarien mit nachhaltig negativen Auswirkungen wie etwa eine Blasenbildung, eine Emerging Markets-Krise oder ein Wiederaufflammen der Euro-Krise würde ich mit unter 20% beziffern."
Im Hinblick auf Anleiheinvestments sollten Anleger aus seiner Sicht weiterhin nicht einseitig in Staatsanleihen investieren, sondern unterschiedliche Anleihen-Risikoklassen gut mixen bzw. jedenfalls Credit-Positionen beimischen. (Ausgabe Dezember 2013) (05.12.2013/alc/a/a)
Nachdem die bislang dominanten Systemrisiken nun allmählich ausgepreist seien, sollte die Aktienmarktentwicklung 2014 zusehends wieder von Unternehmensgewinnen & Co beeinflusst werden.
"So wechselvoll die Kapitalmarktentwicklung das Jahr über auch war, wir blicken auch 2013 wieder auf ein erfolgreiches Aktienjahr zurück", sage Gerhard Aigner, Geschäftsführer der Raiffeisen KAG. Ungeachtet zwischenzeitlicher Korrekturen, insbesondere im 2. Quartal, hätten US-Aktien bis Ende November ein Plus von 25% gebracht, gefolgt von japanischen Aktien (plus 23%) und Aktien der Eurozone (plus 21%). Als erfolgreichste Assetklasse aus dem Anleihebereich hätten sich einmal mehr High Yield-Papiere (plus 8%) erwiesen. Negativ hätten hingegen - neben deutschen Staatsanleihen - Emerging Markets-Aktien und -Anleihen sowie Rohstoffe bilanziert.
Im Zehn-Jahres-Vergleich hingegen hätten sich Aktien aus Emerging Markets mit einem Plus von 11% p.a. an die Spitze setzen können; über die Periode der vergangenen drei Jahre seien US-Aktien top gewesen (plus 16%). Ebenfalls stark im Mehrjahresvergleich: Hochzinsanleihen (plus 10% über drei bzw. plus 8% über zehn Jahre). Die vergangene Performance gebe allerdings keine Hinweise auf die Entwicklung in der Zukunft; durch mögliche Kursschwankungen der zugrunde liegenden Wertpapiere könnten Fonds auch eine negative Entwicklung aufweisen.
Für die Eurozone gehe Gerhard Aigner 2014 von einer Verbesserung der konjunkturellen Rahmenbedingungen aus. Weiter sei mit einer niedrigen Inflation sowie einer expansiven Notenbankpolitik zu rechnen. Der Verschuldung der Peripherie-Staaten dürfte künftig wohl wieder verstärkte Aufmerksamkeit gelten. "Wir gehen aber davon aus, dass leicht verbesserte Fundamentaldaten sowie insbesondere die glaubhafte Rolle der EZB nachhaltige Renditeanstiege verhindern", so Aigner.
Für die zuletzt schwachen Emerging Markets sehe Gerhard Aigner mittelfristig ein Comeback: "Es werden wieder verstärkt Bewertungsargumente in den Vordergrund rücken und zu einer Renaissance von Aktien aus Emerging Markets führen. Insbesondere die Region Zentral- und Osteuropa sehen wir als günstig bewertet, das wird vom Konjunkturmomentum in Europa unterstützt."
Generell dürften Unternehmensgewinne, die sich in den vergangenen Jahren - überlagert von Systemrisiken wie der Eurokrise - nicht nachhaltig in der Aktienmarktentwicklung niedergeschlagen hätten, künftig wieder einen maßgeblichen Einfluss auf die Kursentwicklung nehmen. Aigner: "Bereits 2009 kam es zu einer deutlichen Erholung der Unternehmensgewinne. Diese wurde über lange Zeit nicht ausreichend in den Kursen reflektiert. Mittlerweile wird die durchaus gute Gewinnsituation der Unternehmen in den Kursen aber wieder dargestellt."
Insgesamt rechne Gerhard Aigner mit einem positiven Kapitalmarktjahr 2014: "Die Eintrittswahrscheinlichkeit für Szenarien mit nachhaltig negativen Auswirkungen wie etwa eine Blasenbildung, eine Emerging Markets-Krise oder ein Wiederaufflammen der Euro-Krise würde ich mit unter 20% beziffern."
Im Hinblick auf Anleiheinvestments sollten Anleger aus seiner Sicht weiterhin nicht einseitig in Staatsanleihen investieren, sondern unterschiedliche Anleihen-Risikoklassen gut mixen bzw. jedenfalls Credit-Positionen beimischen. (Ausgabe Dezember 2013) (05.12.2013/alc/a/a)


