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High-Yield-Markt: Spreads und Qualität verbessern sich nachhaltig
23.04.25 11:37
Neuberger Berman
New York (www.anleihencheck.de) - Die mit den Unsicherheiten im globalen Handel verbundene Marktvolatilität hat in kurzer Zeit zu einer erheblichen Ausweitung der Spreads geführt. Das eröffnet nach Meinung von Simon Matthews, Senior Portfolio Manager for Non-Investment Grade Credit bei Neuberger Berman, interessante Chancen auf dem Markt für US-Hochzinsanleihen.
Die Spreads für Hochzinsanleihen hätten sich in den vergangenen zwei Monaten um etwa 150 Basispunkte (Bps) ausgeweitet und würden derzeit im Bereich von 400 bis 425 Bps liegen - eine deutliche Abkehr von den jüngsten Tiefständen Mitte Februar, als sie bei 262 Bps gelegen hätten. Die Zinsaufschläge würden sich nun in einem Bereich befinden, in dem die künftigen Renditen für Anleger in der Vergangenheit überzeugend gewesen seien.
Innerhalb des High-Yield-Universums hätten sich die Spreads für Anleihen mit BB-Rating seit Jahresbeginn auf etwa 250 Bps ausgeweitet (+155 Bps). Auf den ersten Blick mögen diese Spreads uninteressant erscheinen. Wenn man sie aber mit den Zinsaufschlägen vergleiche, die Hochzinsanleihen in den vergangenen 20 bis 30 Jahren während volatiler Marktphasen oder Rezessionen aufgewiesen hätten, lohne sich ein Blick auf die Fundamentaldaten unter der Oberfläche.
Der Markt für Hochzinsanleihen habe sich in den letzten zehn bis 15 Jahren zu einem Segment mit einem größeren Anteil an Anleihen mit BB-Rating, einem Anstieg der Emission besicherter Schuldtitel, einer geringeren Duration und einer wesentlich konservativeren Verwendung der Erlöse entwickelt. Die Akquisitionsfinanzierung sei seit 2007 um rund 38 Prozentpunkte zurückgegangen. Wertpapiere mit niedrigerem Rating würden heute weniger als 10 Prozent der gesamten Neuemissionen ausmachen - 2007, im Vorfeld der globalen Finanzkrise, seien es noch 36 Prozent gewesen. Jeder dieser Faktoren verringere für sich genommen das Kredit- und Ausfallrisiko. In Kombination hätten sie noch vor wenigen Wochen die Renditeaufschläge für Hochzinsanleihen in die Nähe von Allzeittiefs getrieben.
Nach einer Ausweitung der Spreads um etwa 150 Bps sei Matthews nun der Meinung, dass diese Qualitätsfaktoren in Kombination mit Spreads im Bereich von 400 bis 425 Bps und Renditen von etwa 8 Prozent ein potenzielles Argument für eine Ausweitung des High-Yield-Engagements darstellen würden. Der Aufbau einer High-Yield-Allokation könne Zeit in Anspruch nehmen. Aktuell könnte die Gelegenheit sein, damit zu beginnen und Spielraum für eine Aufstockung im Falle einer weiteren Erhöhung der Spreads zu lassen. Angesichts der allmählichen Qualitätsverbesserung am Markt sei Matthews der Meinung, dass 600 Bps eine vernünftige Schätzung dafür seien, wohin sich hochverzinsliche Wertpapiere in einem schwierigeren wirtschaftlichen Umfeld bewegen könnten. Dabei gelte es zu bedenken, dass der Markt für Hochzinsanleihen mit Ausnahme kurzfristiger liquiditätsbedingter Episoden in den vergangenen zehn Jahren nur selten über 600 Bps gehandelt habe. (23.04.2025/alc/a/a)
Die Spreads für Hochzinsanleihen hätten sich in den vergangenen zwei Monaten um etwa 150 Basispunkte (Bps) ausgeweitet und würden derzeit im Bereich von 400 bis 425 Bps liegen - eine deutliche Abkehr von den jüngsten Tiefständen Mitte Februar, als sie bei 262 Bps gelegen hätten. Die Zinsaufschläge würden sich nun in einem Bereich befinden, in dem die künftigen Renditen für Anleger in der Vergangenheit überzeugend gewesen seien.
Der Markt für Hochzinsanleihen habe sich in den letzten zehn bis 15 Jahren zu einem Segment mit einem größeren Anteil an Anleihen mit BB-Rating, einem Anstieg der Emission besicherter Schuldtitel, einer geringeren Duration und einer wesentlich konservativeren Verwendung der Erlöse entwickelt. Die Akquisitionsfinanzierung sei seit 2007 um rund 38 Prozentpunkte zurückgegangen. Wertpapiere mit niedrigerem Rating würden heute weniger als 10 Prozent der gesamten Neuemissionen ausmachen - 2007, im Vorfeld der globalen Finanzkrise, seien es noch 36 Prozent gewesen. Jeder dieser Faktoren verringere für sich genommen das Kredit- und Ausfallrisiko. In Kombination hätten sie noch vor wenigen Wochen die Renditeaufschläge für Hochzinsanleihen in die Nähe von Allzeittiefs getrieben.
Nach einer Ausweitung der Spreads um etwa 150 Bps sei Matthews nun der Meinung, dass diese Qualitätsfaktoren in Kombination mit Spreads im Bereich von 400 bis 425 Bps und Renditen von etwa 8 Prozent ein potenzielles Argument für eine Ausweitung des High-Yield-Engagements darstellen würden. Der Aufbau einer High-Yield-Allokation könne Zeit in Anspruch nehmen. Aktuell könnte die Gelegenheit sein, damit zu beginnen und Spielraum für eine Aufstockung im Falle einer weiteren Erhöhung der Spreads zu lassen. Angesichts der allmählichen Qualitätsverbesserung am Markt sei Matthews der Meinung, dass 600 Bps eine vernünftige Schätzung dafür seien, wohin sich hochverzinsliche Wertpapiere in einem schwierigeren wirtschaftlichen Umfeld bewegen könnten. Dabei gelte es zu bedenken, dass der Markt für Hochzinsanleihen mit Ausnahme kurzfristiger liquiditätsbedingter Episoden in den vergangenen zehn Jahren nur selten über 600 Bps gehandelt habe. (23.04.2025/alc/a/a)


