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High-Yield: Halten von "Verlierern" schadet mehr, als Halten von "Gewinnern" nutzt
03.08.21 10:15
Fisch Asset Management
Zürich (www.anleihencheck.de) - Kyle Kloc, Senior Portfolio Manager bei Fisch Asset Management, äußert sich zur Marktsituation bei High-Yield-Anleihen.
High-Yield-Investoren sollten sich, gerade in Zeiten steigender Inflationserwartungen, bewusst sein, dass man es bei dieser Anlageklasse mit asymmetrischen Renditeprofilen zu tun habe, sprich, die Risiken seien größer als die Chancen. Demnach schade das Halten von "Verlierern" wesentlich mehr, als das Halten von "Gewinnern" nutze. Und obwohl zunehmende Inflation im Durchschnitt positiv für die Gewinnmargen des High-Yield-Gesamtmarkts sei, gebe es Emittenten, die unter höheren Inflationsraten leiden würden.
So halten wir eine negative Margenentwicklung für eher wahrscheinlich in Branchen, in denen die Aufwendungen für Löhne und Gehälter einen hohen Anteil an den Gesamtkosten ausmachen, wie in der Gastronomie und einigen Bereichen des Einzelhandels, so die Experten von Fisch Asset Management. Da diese Branchen im High-Yield-Universum vergleichsweise unbedeutend seien, erscheine den Experten dieses Risiko überschaubar. Von daher würden ihnen ein möglicher Druck auf die Margen infolge einer höheren Inflation und eine dadurch bedingt negative Bonitätsentwicklung keine übergroße Sorge bereiten.
Man sollte noch aus einer anderen Perspektive auf das Thema Inflation blicken und die historischen Überrenditen untersuchen (Überrendite sei die Rendite nach Abzug der Komponente, die auf Zinsänderungen zurückzuführen sei). Ein Vergleich unterschiedlicher Inflationsszenarios zeige, dass ein Anstieg der Inflation den High-Yield-Markt in der Vergangenheit nicht vor übermäßige Probleme gestellt habe. Zwar seien die Überrenditen bei überdurchschnittlich hoher und weiter steigender Inflation gesunken, doch die mit Abstand schlechtesten Überrenditen seien zu verzeichnen gewesen, wenn die Inflationsraten bereits über dem Durchschnitt gelegen hätten und dann gefallen seien. Mit anderen Worten geben uns die Erfahrungen der Vergangenheit Grund zu der Annahme, dass der High-Yield-Markt eine höhere Inflation durchaus verkraften kann, so die Experten von Fisch Asset Management.
Die Inflation an sich sei für die High-Yield-Anlageklasse also nicht das zentrale Problem. Selbst wenn sie einen Zinsanstieg nach sich ziehe, sei das nicht das Thema Nummer Eins. Man müsse jedoch wachsam bleiben und Emittenten meiden, die durch steigende Preise unter Druck geraten würden. Überdies sei es essenziell zu verstehen, ob eine höhere Inflation das Risiko einer strafferen Geldpolitik berge, die das Wachstum abwürgen könnte. Das Wirtschaftswachstum und seine Auswirkungen auf die Zahlungsfähigkeit der Emittenten würden einer der wichtigsten Faktoren für die Entwicklung des High-Yield-Markts bleiben. Für Investoren in Hochzinsanleihen liege somit der Schlüssel zum Erfolg darin, diesen Aspekt stets im Blick zu behalten und möglichen Tretminen auszuweichen. (03.08.2021/alc/a/a)
High-Yield-Investoren sollten sich, gerade in Zeiten steigender Inflationserwartungen, bewusst sein, dass man es bei dieser Anlageklasse mit asymmetrischen Renditeprofilen zu tun habe, sprich, die Risiken seien größer als die Chancen. Demnach schade das Halten von "Verlierern" wesentlich mehr, als das Halten von "Gewinnern" nutze. Und obwohl zunehmende Inflation im Durchschnitt positiv für die Gewinnmargen des High-Yield-Gesamtmarkts sei, gebe es Emittenten, die unter höheren Inflationsraten leiden würden.
Man sollte noch aus einer anderen Perspektive auf das Thema Inflation blicken und die historischen Überrenditen untersuchen (Überrendite sei die Rendite nach Abzug der Komponente, die auf Zinsänderungen zurückzuführen sei). Ein Vergleich unterschiedlicher Inflationsszenarios zeige, dass ein Anstieg der Inflation den High-Yield-Markt in der Vergangenheit nicht vor übermäßige Probleme gestellt habe. Zwar seien die Überrenditen bei überdurchschnittlich hoher und weiter steigender Inflation gesunken, doch die mit Abstand schlechtesten Überrenditen seien zu verzeichnen gewesen, wenn die Inflationsraten bereits über dem Durchschnitt gelegen hätten und dann gefallen seien. Mit anderen Worten geben uns die Erfahrungen der Vergangenheit Grund zu der Annahme, dass der High-Yield-Markt eine höhere Inflation durchaus verkraften kann, so die Experten von Fisch Asset Management.
Die Inflation an sich sei für die High-Yield-Anlageklasse also nicht das zentrale Problem. Selbst wenn sie einen Zinsanstieg nach sich ziehe, sei das nicht das Thema Nummer Eins. Man müsse jedoch wachsam bleiben und Emittenten meiden, die durch steigende Preise unter Druck geraten würden. Überdies sei es essenziell zu verstehen, ob eine höhere Inflation das Risiko einer strafferen Geldpolitik berge, die das Wachstum abwürgen könnte. Das Wirtschaftswachstum und seine Auswirkungen auf die Zahlungsfähigkeit der Emittenten würden einer der wichtigsten Faktoren für die Entwicklung des High-Yield-Markts bleiben. Für Investoren in Hochzinsanleihen liege somit der Schlüssel zum Erfolg darin, diesen Aspekt stets im Blick zu behalten und möglichen Tretminen auszuweichen. (03.08.2021/alc/a/a)


