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High-Yield-Anleihen: Saisonalität und Angebot - Frühlingsaufschwung?
03.03.25 10:00
Janus Henderson Investors
London (www.anleihencheck.de) - Der April war in der Vergangenheit der lohnendste Monat für High-Yield-Anleihen - sollte man sich also auf einen Frühlingsaufschwung in dieser Anlageklasse einstellen? - so Agnieszka Konwent-Morawski und Brent Olson, Portfoliomanager, von Janus Henderson Investors.
Die folgende Abbildung 1 zeige den durchschnittlichen monatlichen Gesamtertrag des ICE BofA Global High Yield Index. Es lasse sich ein gewisses vierteljährliches Muster erkennen, wobei High Yields gewöhnlich im ersten Monat eines jeden Quartals gut abschneiden würden (außer im 3. Quartal).
Mögliche Erklärungen hierfür könnten die üblichen Sperrfristen vor der Gewinnbekanntgabe sein, die zu einer geringeren Emissionstätigkeit in diesen Monaten führen würden, sowie die verstärkte Wiederanlage von Kupons im Januar und Juli, die eine Nachfrage nach Anleihen schaffe.
Ebenso könnten die relativ schwächeren Erträge in den Sommermonaten auf den Emissionsanstieg vor der Urlaubszeit zurückzuführen sein sowie auf die Tatsache, dass im Sommer weniger Anlageexperten an ihren Schreibtischen sitzen würden, was sich auf die Risikostimmung und die Liquidität auswirke.
Abbildung 1: Durchschnittliche Monatserträge bei High-Yield-Anleihen weltweit
Quelle: Bloomberg, ICE BofA Global High Yield Index, Gesamtertrag in US-Dollar, 1. Januar 1998 bis 31. Dezember 2024. Die bisherige Wertentwicklung ist kein Indikator für künftige Erträge.
Es sei etwas zu einfach, alles auf einige wenige Faktoren zu reduzieren. Ein Blick zurück zeige, dass Schlüsselereignisse eine Rolle bei der Ertragsentwicklung gespielt hätten. In Abbildung 2 seien die größten monatlichen Schwankungen nach oben und unten dargestellt - mit Angabe des jeweiligen Jahres. Die Schwankungen seien intuitiv. So lasse sich beispielsweise schnell der Ausverkauf im März 2020 erkennen, als die Pandemie die Märkte verunsichert habe, oder der Zusammenbruch von Lehman Brothers im September 2008 und seine Folgen einen Monat später, die die Widerstandsfähigkeit der Märkte erschüttert hätten. Umgekehrt habe sich die Risikobereitschaft im April und Mai 2009 deutlich erholt, als koordinierte Interventionen der Behörden weltweit die Märkte nach der globalen Finanzkrise zu stabilisieren begonnen hätten.
Abbildung 2: Größte monatliche Erträge (+/-) bei globalen High Yields (Jahre kursiv dargestellt)
Quelle: Bloomberg, ICE BofA Global High Yield Index, Gesamtrendite in US-Dollar, 1. Januar 1998 bis 31. Dezember 2024. Die bisherige Wertentwicklung ist kein Indikator für künftige Erträge.
Man könne bei der Analyse einen Schritt weiter gehen und vergleichen, wie High Yields im Vergleich zu Staatsanleihen abschneiden würden ("Überschussertrag"). Die Berechnung der Überschussrendite für den Index sei recht komplex, da jede im Index enthaltene Anleihe mit einer entsprechenden Staatsanleihe auf das Risiko abgeglichen werde.
Statt des durchschnittlichen Ertrags könne auch der Medianertrag betrachtet werden (Extremwerte werden so eliminiert). Wie Abbildung 3 zeige, sei auch hier der April ein starker Monat, der in 22 der letzten 27 Jahre (81%) einen positiven Überschussertrag geliefert habe. Außer im Juni und August zeige das Diagramm, dass High-Yield-Anleihen in der Vergangenheit meist die Erträge von Staatsanleihen übertroffen hätten. Mathematisch gesehen ergebe das auch Sinn. In dem in der nachstehenden Abbildung dargestellten 27-Jahres-Zeitraum habe der ICE Global High Yield Index einen Gesamtertrag von 381% erzielt, während der ICE US Treasury Index einen Ertrag von 157% erzielt habe1. Insgesamt dürften High-Yield-Anleihen mehr positive als negative Monate aufweisen und die Überschusserträge sollten im Laufe der Zeit im Durchschnitt deutlich über Null liegen.
Abbildung 3: Globale Überschusserträge von High-Yield-Anleihen gegenüber Staatsanleihen
Quelle: Bloomberg, ICE BofA Global High Yield, Median des monatlichen Überschussertrags in % gegenüber Staatsanleihen, 1. Januar 1998 bis 31. Dezember 2024. Der Median ist der mittlere Ertrag in einem Datensatz. Die bisherige Wertentwicklung ist kein Indikator für künftige Erträge.
Fehlendes Angebot
Nach einem Anstieg im März gehe das Bruttoangebot an High-Yield-Anleihen im April tendenziell zurück, bevor es im Sommer erneut anziehe. Interessant sei in diesem Jahr, dass der erwartete Angebotsanstieg bisher ausgeblieben sei. In den ersten sechs Wochen des Jahres 2025 seien in den USA High-Yield-Anleihen für Nicht-Finanzunternehmen im Wert von nur 29 Mrd. US-Dollar brutto emittiert worden, verglichen mit 37 Mrd. US-Dollar im gleichen Zeitraum des Jahres 2024. In Europa seien in den ersten sechs Wochen des Jahres 2025 ebenfalls nur 5 Mrd. Euro an nichtfinanziellen Euro-High-Yield-Anleihen emittiert worden, verglichen mit 6 Mrd. Euro im letzten Jahr2.
Bleibe das Angebot auf aktuellem Niveau, dann könnte es hinter den Erwartungen zurückbleiben. Eventuell würden weniger Zinssenkungen in den USA ("higher for longer") dazu führen, dass mehr Unternehmen ihre Investitionspläne aus dem internen Cashflow und nicht über Schulden finanzieren möchten. Auch die Besorgnis über Zölle (auf Einfuhren erhobene Steuern) könnte die Stimmung dämpfen. Da einige wichtige Stichtage für Zölle im März (4. März - Kanada und Mexiko; 12. März - erweiterte Stahl- und Aluminiumzölle) und April (Bericht über gegenseitige Zölle zwischen den USA und anderen Ländern) anstünden, könnte dies die Zurückhaltung der Unternehmen erklären - auch wenn das vom Conference Board ermittelte Vertrauen der Vorstandsvorsitzenden (CEOs) im ersten Quartal 2025 deutlich gestiegen sei (Veröffentlichung vom Februar 2025).
Hier bestehe die Gefahr, dass das Angebot nicht eingestellt werde, sondern sich auf die wenigen verbleibenden Monate des Jahres konzentriere. Allerdings haben wir in den letzten Jahren gesehen, dass die Kreditnehmer oft über die öffentlichen Märkte für High-Yield-Anleihen hinaus auf private Kredite, Banken und Konsortialkredite als Finanzierungsquellen ausweichen, weshalb wir ein zusätzliches Angebot an High-Yield-Anleihen begrüßen würden, so die Experten von Janus Henderson Investors. Die Experten würden glauben, dass der Appetit auf High-Yield-Anleihen groß genug sei, um "Verdauungsbeschwerden" zu vermeiden. Da sich die Credit Spreads (die Differenz zwischen der Rendite einer Unternehmensanleihe und einer Staatsanleihe mit ähnlicher Laufzeit) jedoch auf einem relativ engen Niveau befänden, bestehe bis zum Sommer ein gewisses Volatilitätspotenzial.
Kontinuierliche Nachfrage
Das Angebot möge fehlen, die Nachfrage jedoch nicht. Die Mittelzuflüsse der Branche in High Yields seien in letzter Zeit lebhaft gewesen: In den vier Wochen bis zum 14. Februar 2025 seien insgesamt 3,9 Mrd. US-Dollar in Euro- und US-High Yield-Publikumsfonds und Exchange Traded Funds geflossen3.
Es gebe viele Gründe, High-Yield-Anleihen zu halten. Die Wachstums- und Inflationsentwicklung sei für US-High-Yields weiterhin günstig. Bisher seien die Gewinne robust gewesen. Mitte Februar, als 77% der S&P 500-Unternehmen ihre tatsächlichen Ergebnisse gemeldet hätten, habe das Gewinnwachstum für das vierte Quartal 2024 bei 16,9% gelegen, dem höchsten Wert seit dem vierten Quartal 2021. Darüber hinaus seien die Gewinnerwartungen für die USA für das erste Quartal 2025 nach unten korrigiert worden, sodass die Messlatte für die Veröffentlichung der Ergebnisse im April/Mai niedrig sei4.
Was Europa betreffe, so bleibe die Europäische Zentralbank konsequent im Zinssenkungsmodus, was die Refinanzierungsaktivitäten ankurbeln dürfte. Eine mögliche Beilegung des Krieges in der Ukraine wäre ein positives Risikoereignis, das die Energiepreise auf dem Kontinent senken und Wiederaufbaumöglichkeiten schaffen könnte. Es bestehe auch die Möglichkeit, dass Deutschland fiskalische Stimulierungsmaßnahmen ergreife. Beide Ereignisse hätten das Potenzial, die Erträge von hochverzinslichen Schuldnern zu steigern.
Da die Aussichten auf Zahlungsausfälle günstig zu sein scheinen, sind die Anleger bereit, über die engen Credit Spreads hinwegzusehen und sich auf die relativ attraktiven Renditen zu konzentrieren, die High-Yield-Anleihen bieten - derzeit 7,2% in den USA und 5,2% in Europa5, so die Experten von Janus Henderson Investors. Die Experten seien nach wie vor vorsichtig optimistisch, was die Anlageklasse betreffe - angesichts der engen Credit Spreads werde die Titelauswahl jedoch immer wichtiger für die Performance.
1 Quelle: Bloomberg, ICE BofA Global High Yield Index, ICE BofA US Treasury Index, Gesamtertrag in US-Dollar, 31. Dezember 1997 bis 31. Dezember 2024. Der Gesamtertrag umfasst sowohl Erträge als auch Kapitalgewinne während des Zeitraums. Die bisherige Performance ist kein Indikator für zukünftige Erträge.
2 Quelle: HSBC, Dealogic, 17. Februar 2025.
3 Quelle: HSBC, Lipper, 12. Februar 2025.
4 Quelle: Factset, Earnings Insight, 14. Februar 2025.
5 Quelle: Bloomberg, ICE BofA US High Yield Index, ICE BofA Euro High Yield Index, Yield-to-Worst am 18. Februar 2025. Renditen können im Laufe der Zeit schwanken und sind nicht garantiert.
(03.03.2025/alc/a/a)
Die folgende Abbildung 1 zeige den durchschnittlichen monatlichen Gesamtertrag des ICE BofA Global High Yield Index. Es lasse sich ein gewisses vierteljährliches Muster erkennen, wobei High Yields gewöhnlich im ersten Monat eines jeden Quartals gut abschneiden würden (außer im 3. Quartal).
Mögliche Erklärungen hierfür könnten die üblichen Sperrfristen vor der Gewinnbekanntgabe sein, die zu einer geringeren Emissionstätigkeit in diesen Monaten führen würden, sowie die verstärkte Wiederanlage von Kupons im Januar und Juli, die eine Nachfrage nach Anleihen schaffe.
Ebenso könnten die relativ schwächeren Erträge in den Sommermonaten auf den Emissionsanstieg vor der Urlaubszeit zurückzuführen sein sowie auf die Tatsache, dass im Sommer weniger Anlageexperten an ihren Schreibtischen sitzen würden, was sich auf die Risikostimmung und die Liquidität auswirke.
Abbildung 1: Durchschnittliche Monatserträge bei High-Yield-Anleihen weltweit
Quelle: Bloomberg, ICE BofA Global High Yield Index, Gesamtertrag in US-Dollar, 1. Januar 1998 bis 31. Dezember 2024. Die bisherige Wertentwicklung ist kein Indikator für künftige Erträge.Es sei etwas zu einfach, alles auf einige wenige Faktoren zu reduzieren. Ein Blick zurück zeige, dass Schlüsselereignisse eine Rolle bei der Ertragsentwicklung gespielt hätten. In Abbildung 2 seien die größten monatlichen Schwankungen nach oben und unten dargestellt - mit Angabe des jeweiligen Jahres. Die Schwankungen seien intuitiv. So lasse sich beispielsweise schnell der Ausverkauf im März 2020 erkennen, als die Pandemie die Märkte verunsichert habe, oder der Zusammenbruch von Lehman Brothers im September 2008 und seine Folgen einen Monat später, die die Widerstandsfähigkeit der Märkte erschüttert hätten. Umgekehrt habe sich die Risikobereitschaft im April und Mai 2009 deutlich erholt, als koordinierte Interventionen der Behörden weltweit die Märkte nach der globalen Finanzkrise zu stabilisieren begonnen hätten.
Abbildung 2: Größte monatliche Erträge (+/-) bei globalen High Yields (Jahre kursiv dargestellt)
Quelle: Bloomberg, ICE BofA Global High Yield Index, Gesamtrendite in US-Dollar, 1. Januar 1998 bis 31. Dezember 2024. Die bisherige Wertentwicklung ist kein Indikator für künftige Erträge.Man könne bei der Analyse einen Schritt weiter gehen und vergleichen, wie High Yields im Vergleich zu Staatsanleihen abschneiden würden ("Überschussertrag"). Die Berechnung der Überschussrendite für den Index sei recht komplex, da jede im Index enthaltene Anleihe mit einer entsprechenden Staatsanleihe auf das Risiko abgeglichen werde.
Statt des durchschnittlichen Ertrags könne auch der Medianertrag betrachtet werden (Extremwerte werden so eliminiert). Wie Abbildung 3 zeige, sei auch hier der April ein starker Monat, der in 22 der letzten 27 Jahre (81%) einen positiven Überschussertrag geliefert habe. Außer im Juni und August zeige das Diagramm, dass High-Yield-Anleihen in der Vergangenheit meist die Erträge von Staatsanleihen übertroffen hätten. Mathematisch gesehen ergebe das auch Sinn. In dem in der nachstehenden Abbildung dargestellten 27-Jahres-Zeitraum habe der ICE Global High Yield Index einen Gesamtertrag von 381% erzielt, während der ICE US Treasury Index einen Ertrag von 157% erzielt habe1. Insgesamt dürften High-Yield-Anleihen mehr positive als negative Monate aufweisen und die Überschusserträge sollten im Laufe der Zeit im Durchschnitt deutlich über Null liegen.
Quelle: Bloomberg, ICE BofA Global High Yield, Median des monatlichen Überschussertrags in % gegenüber Staatsanleihen, 1. Januar 1998 bis 31. Dezember 2024. Der Median ist der mittlere Ertrag in einem Datensatz. Die bisherige Wertentwicklung ist kein Indikator für künftige Erträge.Fehlendes Angebot
Nach einem Anstieg im März gehe das Bruttoangebot an High-Yield-Anleihen im April tendenziell zurück, bevor es im Sommer erneut anziehe. Interessant sei in diesem Jahr, dass der erwartete Angebotsanstieg bisher ausgeblieben sei. In den ersten sechs Wochen des Jahres 2025 seien in den USA High-Yield-Anleihen für Nicht-Finanzunternehmen im Wert von nur 29 Mrd. US-Dollar brutto emittiert worden, verglichen mit 37 Mrd. US-Dollar im gleichen Zeitraum des Jahres 2024. In Europa seien in den ersten sechs Wochen des Jahres 2025 ebenfalls nur 5 Mrd. Euro an nichtfinanziellen Euro-High-Yield-Anleihen emittiert worden, verglichen mit 6 Mrd. Euro im letzten Jahr2.
Bleibe das Angebot auf aktuellem Niveau, dann könnte es hinter den Erwartungen zurückbleiben. Eventuell würden weniger Zinssenkungen in den USA ("higher for longer") dazu führen, dass mehr Unternehmen ihre Investitionspläne aus dem internen Cashflow und nicht über Schulden finanzieren möchten. Auch die Besorgnis über Zölle (auf Einfuhren erhobene Steuern) könnte die Stimmung dämpfen. Da einige wichtige Stichtage für Zölle im März (4. März - Kanada und Mexiko; 12. März - erweiterte Stahl- und Aluminiumzölle) und April (Bericht über gegenseitige Zölle zwischen den USA und anderen Ländern) anstünden, könnte dies die Zurückhaltung der Unternehmen erklären - auch wenn das vom Conference Board ermittelte Vertrauen der Vorstandsvorsitzenden (CEOs) im ersten Quartal 2025 deutlich gestiegen sei (Veröffentlichung vom Februar 2025).
Hier bestehe die Gefahr, dass das Angebot nicht eingestellt werde, sondern sich auf die wenigen verbleibenden Monate des Jahres konzentriere. Allerdings haben wir in den letzten Jahren gesehen, dass die Kreditnehmer oft über die öffentlichen Märkte für High-Yield-Anleihen hinaus auf private Kredite, Banken und Konsortialkredite als Finanzierungsquellen ausweichen, weshalb wir ein zusätzliches Angebot an High-Yield-Anleihen begrüßen würden, so die Experten von Janus Henderson Investors. Die Experten würden glauben, dass der Appetit auf High-Yield-Anleihen groß genug sei, um "Verdauungsbeschwerden" zu vermeiden. Da sich die Credit Spreads (die Differenz zwischen der Rendite einer Unternehmensanleihe und einer Staatsanleihe mit ähnlicher Laufzeit) jedoch auf einem relativ engen Niveau befänden, bestehe bis zum Sommer ein gewisses Volatilitätspotenzial.
Kontinuierliche Nachfrage
Das Angebot möge fehlen, die Nachfrage jedoch nicht. Die Mittelzuflüsse der Branche in High Yields seien in letzter Zeit lebhaft gewesen: In den vier Wochen bis zum 14. Februar 2025 seien insgesamt 3,9 Mrd. US-Dollar in Euro- und US-High Yield-Publikumsfonds und Exchange Traded Funds geflossen3.
Es gebe viele Gründe, High-Yield-Anleihen zu halten. Die Wachstums- und Inflationsentwicklung sei für US-High-Yields weiterhin günstig. Bisher seien die Gewinne robust gewesen. Mitte Februar, als 77% der S&P 500-Unternehmen ihre tatsächlichen Ergebnisse gemeldet hätten, habe das Gewinnwachstum für das vierte Quartal 2024 bei 16,9% gelegen, dem höchsten Wert seit dem vierten Quartal 2021. Darüber hinaus seien die Gewinnerwartungen für die USA für das erste Quartal 2025 nach unten korrigiert worden, sodass die Messlatte für die Veröffentlichung der Ergebnisse im April/Mai niedrig sei4.
Was Europa betreffe, so bleibe die Europäische Zentralbank konsequent im Zinssenkungsmodus, was die Refinanzierungsaktivitäten ankurbeln dürfte. Eine mögliche Beilegung des Krieges in der Ukraine wäre ein positives Risikoereignis, das die Energiepreise auf dem Kontinent senken und Wiederaufbaumöglichkeiten schaffen könnte. Es bestehe auch die Möglichkeit, dass Deutschland fiskalische Stimulierungsmaßnahmen ergreife. Beide Ereignisse hätten das Potenzial, die Erträge von hochverzinslichen Schuldnern zu steigern.
Da die Aussichten auf Zahlungsausfälle günstig zu sein scheinen, sind die Anleger bereit, über die engen Credit Spreads hinwegzusehen und sich auf die relativ attraktiven Renditen zu konzentrieren, die High-Yield-Anleihen bieten - derzeit 7,2% in den USA und 5,2% in Europa5, so die Experten von Janus Henderson Investors. Die Experten seien nach wie vor vorsichtig optimistisch, was die Anlageklasse betreffe - angesichts der engen Credit Spreads werde die Titelauswahl jedoch immer wichtiger für die Performance.
1 Quelle: Bloomberg, ICE BofA Global High Yield Index, ICE BofA US Treasury Index, Gesamtertrag in US-Dollar, 31. Dezember 1997 bis 31. Dezember 2024. Der Gesamtertrag umfasst sowohl Erträge als auch Kapitalgewinne während des Zeitraums. Die bisherige Performance ist kein Indikator für zukünftige Erträge.
2 Quelle: HSBC, Dealogic, 17. Februar 2025.
3 Quelle: HSBC, Lipper, 12. Februar 2025.
4 Quelle: Factset, Earnings Insight, 14. Februar 2025.
5 Quelle: Bloomberg, ICE BofA US High Yield Index, ICE BofA Euro High Yield Index, Yield-to-Worst am 18. Februar 2025. Renditen können im Laufe der Zeit schwanken und sind nicht garantiert.
(03.03.2025/alc/a/a)


