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Heute im Fokus: US-Zinserwartungen
28.05.25 09:30
Helaba
Frankfurt (www.anleihencheck.de) - In den letzten Wochen hat ein Umdenken an den Finanzmärkten stattgefunden. Die Erwartung sinkender US-Leitzinsen ist immer schwächer geworden. Inzwischen werden nicht einmal mehr zwei Zinssenkungen je 25 Basispunkte bis zum Ende dieses Jahres vollständig eskomptiert, so die Analysten der Helaba.
Eine Reduktion per September sei nur zu etwa 70 % eingepreist. Es seien weniger die konjunkturellen Datenveröffentlichungen, die dafür verantwortlich seien, obwohl die Arbeitsmarktlage weiterhin robust sei, sondern vielmehr die Sorgen wegen der US-Zollpolitik. Insbesondere bei den Verbrauchern seien die Inflationssorgen sprunghaft auf lange nicht zu beobachtende Werte gestiegen. Auch den Anhängern des US-Präsidenten dämmere langsam, dass die höheren Zölle von irgendjemandem bezahlt werden müssten. Deren Inflationssorgen lägen ungeachtet des Anstiegs noch auf niedrigem Niveau. Derweil scheinen die US-Unternehmen die Gunst der Stunde nutzen zu wollen, wenn die ausländische Konkurrenz mit Zöllen belegt schwächelt, so die Analysten der Helaba. Auch hier hätten die Preiserwartungen in den letzten Monaten zugenommen.
Marktbasierte Inflationserwartungen hätten ebenfalls zugelegt, wenn auch moderat. Dies alles lasse die Fed-Vertreter in puncto Zinssenkungspotenzial vorsichtig auftreten. Es überwiege der Tenor, wonach das aktuelle Zinsniveau wegen der Verunsicherung angemessen erscheine und keine Eile bezüglich einer Lockerung bestehe. Zuletzt habe es Vertreter gegeben, die selbst eine Zinssenkung im September nicht für ausgemacht eingestuft hätten.
Heute veröffentlicht die US-Notenbank das FOMC-Protokoll und die Analysten der Helaba gehen nicht davon aus, dass die Zinssenkungsfantasie der Akteure dadurch neue Nahrung erhält. Auch die Rede von Regionalpräsident Kashkari werde eher die vorsichtige Tonlage widerspiegeln. Insofern sollte davon kaum Impulse für das Marktgeschehen abzuleiten sein. Auch die deutschen Arbeitsmarktzahlen würden wohl keinen marktbewegenden Charakter haben. (28.05.2025/alc/a/a)
Eine Reduktion per September sei nur zu etwa 70 % eingepreist. Es seien weniger die konjunkturellen Datenveröffentlichungen, die dafür verantwortlich seien, obwohl die Arbeitsmarktlage weiterhin robust sei, sondern vielmehr die Sorgen wegen der US-Zollpolitik. Insbesondere bei den Verbrauchern seien die Inflationssorgen sprunghaft auf lange nicht zu beobachtende Werte gestiegen. Auch den Anhängern des US-Präsidenten dämmere langsam, dass die höheren Zölle von irgendjemandem bezahlt werden müssten. Deren Inflationssorgen lägen ungeachtet des Anstiegs noch auf niedrigem Niveau. Derweil scheinen die US-Unternehmen die Gunst der Stunde nutzen zu wollen, wenn die ausländische Konkurrenz mit Zöllen belegt schwächelt, so die Analysten der Helaba. Auch hier hätten die Preiserwartungen in den letzten Monaten zugenommen.
Marktbasierte Inflationserwartungen hätten ebenfalls zugelegt, wenn auch moderat. Dies alles lasse die Fed-Vertreter in puncto Zinssenkungspotenzial vorsichtig auftreten. Es überwiege der Tenor, wonach das aktuelle Zinsniveau wegen der Verunsicherung angemessen erscheine und keine Eile bezüglich einer Lockerung bestehe. Zuletzt habe es Vertreter gegeben, die selbst eine Zinssenkung im September nicht für ausgemacht eingestuft hätten.
Heute veröffentlicht die US-Notenbank das FOMC-Protokoll und die Analysten der Helaba gehen nicht davon aus, dass die Zinssenkungsfantasie der Akteure dadurch neue Nahrung erhält. Auch die Rede von Regionalpräsident Kashkari werde eher die vorsichtige Tonlage widerspiegeln. Insofern sollte davon kaum Impulse für das Marktgeschehen abzuleiten sein. Auch die deutschen Arbeitsmarktzahlen würden wohl keinen marktbewegenden Charakter haben. (28.05.2025/alc/a/a)


