Heute im Fokus: Inflationserwartungen


23.05.25 09:30
Helaba

Frankfurt (www.anleihencheck.de) - In den USA sind vor allem die Verbraucher verunsichert, wenn es um das Thema inflationäre Wirkung der höheren US-Zölle auf Importgüter geht, berichten die Analysten der Helaba.

Seit Monaten würden die Inflationserwartungen steigen und ungeachtet der zuletzt vorhandenen Entspannungssignale habe sich dies im laufenden Monat den vorläufigen Daten zufolge fortgesetzt. Gegenüber den vergangenen Jahren deutlich gestiegen seien auch die Preiserwartungen der Unternehmen (laut Umfrage der Fed von New York). Beides zusammen sorge innerhalb der Fed dafür, dass eher eine abwartende Haltung bezüglich neuer Lockerungen der Zinspolitik bestünden. Weiterhin sei unklar, ob und wie hoch die endgültigen Zölle der USA gesetzt würden, welche Produkte und Länder betroffen seien und wie mögliche Gegenreaktionen ausfallen würden. Diese Verunsicherung laste zwar auch auf den gesamtwirtschaftlichen Aktivitäten, noch aber gebe es keine spürbaren Probleme am US-Arbeitsmarkt, sodass die Fed datenseitig nicht unter Handlungsdruck stehe. Währenddessen würden die marktbasierten Inflationserwartungen (Break-even Inflation Swap) bemerkenswerterweise noch keinen Anstiegstrend zeigen und lägen mit rund 2,5 % etwa auf dem durchschnittlichen Niveau der letzten Jahre.

Datenseitig bleibt es heute erneut ruhig und auch vonseiten der Notenbankredebeiträge erwarten die Analysten der Helaba keine größeren Impulse für das Marktgeschehen. Einen Blick wert sei am Vormittag aber die EZB-Veröffentlichung zum Indikator der ausgehandelten Löhne. Werde die Erwartung eines nachlassenden Lohndrucks untermauert? (23.05.2025/alc/a/a)