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Heute im Fokus: EWU-Teuerung
03.06.25 09:30
Helaba
Frankfurt (www.anleihencheck.de) - Im Vorfeld der am Donnerstag stattfindenden EZB-Ratssitzung richtet sich der Fokus der Akteure am heutigen Morgen auf die Verbraucherpreisentwicklung in der Eurozone, berichten die Analysten der Helaba.
Die EWU-Teuerungsrate dürfte die Erwartung einer Zinssenkung am Donnerstag untermauern. Marktteilnehmer gingen mit nahezu 100 %iger Wahrscheinlichkeit von einer Lockerung der Geldpolitik um 25 Basispunkte aus. Zwar habe es jüngst auch zurückhaltende Kommentare von EZB-Ratsmitgliedern (u.a. Bundesbankpräsident Nagel) gegeben, der Rat plädiere aber dennoch für eine Zinssenkung, insbesondere dann, wenn die Inflation den Raum dafür gebe. Die Vorgaben vonseiten der nationalen Preisentwicklungen innerhalb der Eurozone im Mai ließen hoffen, dass auch die EWU-Gesamtteuerung erneut nachgebe. Vor allem in Frankreich habe es einen deutlichen Rutsch der Inflationsrate gegeben und mit +0,6 % gg. Vj. liege diese auf einem sehr niedrigen Niveau.
Auch in Deutschland, Italien, Spanien und Belgien seien die EU-harmonisierten Jahresraten gesunken, lägen aber im Bereich um das EZB-Ziel. Somit bestünden durchaus Chancen auf ein weiteres Nachgeben der EWU-Teuerung bis unter das EZB-Ziel von 2 %. Auch der vom Konsens erwartete Rückgang der Inflation auf 2,0 % halte die EZB unseres Erachtens in dieser Woche nicht von einer Senkung der Leitzinsen ab. Offen sei derweil die Frage, wie weit der Zinssenkungszyklus der EZB reichen werde. Marktseitig rechne man auf Sicht der kommenden Quartale noch mit einem weiteren Zinsschritt. Die ungeachtet des schwachen Wachstumsumfeldes rekordniedrige Arbeitslosenquote solle aber von der EZB nicht unbeachtet bleiben und verharre heute wohl zunächst auf diesem Niveau. Zudem mahne die zuletzt beschleunigte monetäre Expansion die Geldpolitiker zur Vorsicht. (03.06.2025/alc/a/a)
Die EWU-Teuerungsrate dürfte die Erwartung einer Zinssenkung am Donnerstag untermauern. Marktteilnehmer gingen mit nahezu 100 %iger Wahrscheinlichkeit von einer Lockerung der Geldpolitik um 25 Basispunkte aus. Zwar habe es jüngst auch zurückhaltende Kommentare von EZB-Ratsmitgliedern (u.a. Bundesbankpräsident Nagel) gegeben, der Rat plädiere aber dennoch für eine Zinssenkung, insbesondere dann, wenn die Inflation den Raum dafür gebe. Die Vorgaben vonseiten der nationalen Preisentwicklungen innerhalb der Eurozone im Mai ließen hoffen, dass auch die EWU-Gesamtteuerung erneut nachgebe. Vor allem in Frankreich habe es einen deutlichen Rutsch der Inflationsrate gegeben und mit +0,6 % gg. Vj. liege diese auf einem sehr niedrigen Niveau.
Auch in Deutschland, Italien, Spanien und Belgien seien die EU-harmonisierten Jahresraten gesunken, lägen aber im Bereich um das EZB-Ziel. Somit bestünden durchaus Chancen auf ein weiteres Nachgeben der EWU-Teuerung bis unter das EZB-Ziel von 2 %. Auch der vom Konsens erwartete Rückgang der Inflation auf 2,0 % halte die EZB unseres Erachtens in dieser Woche nicht von einer Senkung der Leitzinsen ab. Offen sei derweil die Frage, wie weit der Zinssenkungszyklus der EZB reichen werde. Marktseitig rechne man auf Sicht der kommenden Quartale noch mit einem weiteren Zinsschritt. Die ungeachtet des schwachen Wachstumsumfeldes rekordniedrige Arbeitslosenquote solle aber von der EZB nicht unbeachtet bleiben und verharre heute wohl zunächst auf diesem Niveau. Zudem mahne die zuletzt beschleunigte monetäre Expansion die Geldpolitiker zur Vorsicht. (03.06.2025/alc/a/a)


