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Heute im Fokus: Britische Preise und Zinsen
21.05.25 08:30
Helaba
Frankfurt (www.anleihencheck.de) - Bereits am Morgen richtet sich die Aufmerksamkeit der Marktteilnehmer auf die britischen Verbraucherpreise im Monat April. Seit geraumer Zeit schwankt die CPI-Jahresinflationsrate um 2,5 % und lässt damit einen nachhaltigen Abwärtstrend in Richtung der Zielvorgabe von 2,0 % missen, berichten die Analysten der Helaba.
Die Bank von England habe zwar angesichts der konjunkturellen Risiken die Zinsen in diesem Monat ein weiteres Mal gesenkt, dürfte zunehmend aber vorsichtiger werden, zumal Einmaleffekte (Steuern und Abgaben) im April dafür sorgen würden, dass es zu einem kräftigen Preisschub komme. Das monatliche Plus lege sich auf 1,0 % oder mehr. In der Folge lege die Jahresteuerungsrate deutlich zu und überspringe die 3 %-Marke und liege vermutlich für einige Monate auf dem erhöhten Niveau. Die Bank von England setze den moderaten Zinssenkungskurs zunächst wohl fort, nicht nur weil das aktuelle Niveau noch restriktiv wirke, sondern auch, weil erwartet werde, dass sich die Serviceinflation beruhige und auch die Lohnentwicklung zukünftig nicht mehr so dynamisch sei, wie in den letzten Jahren. Die Erwartungen, wonach die Disinflation wieder Raum greife und die Inflation in Richtung der Zielvorgabe sinke, blieben erhalten.
Die Geldpolitik agiere auch in den USA in einem schwierigen Umfeld. Solide Beschäftigungszahlen und eine robuste Lohnentwicklung sorgten dafür, dass die Preisrisiken nicht abnähmen. Zudem sei mit der US-(Außen)wirtschaftspolitik ein erheblicher Unsicherheitsfaktor hinzugekommen. Die Notenbanker haben zuletzt betont, dass der aktuell moderate Restriktionsgrad der US-Zinspolitik angemessen erscheine und mögliche Zinssenkungen eher im Frühherbst als im Sommer zu erwarten seien. Heutige Redebeiträge von FOMC-Mitgliedern änderten unseres Erachtens wenig an dieser Einschätzung. Demgegenüber halte die EZB zunächst am Zinssenkungsprozess fest. Die meisten Ratsmitglieder befürworteten weitere Zinssenkungen und auch heute dürfe dies wiederholt werden. (21.05.2025/alc/a/a)
Die Bank von England habe zwar angesichts der konjunkturellen Risiken die Zinsen in diesem Monat ein weiteres Mal gesenkt, dürfte zunehmend aber vorsichtiger werden, zumal Einmaleffekte (Steuern und Abgaben) im April dafür sorgen würden, dass es zu einem kräftigen Preisschub komme. Das monatliche Plus lege sich auf 1,0 % oder mehr. In der Folge lege die Jahresteuerungsrate deutlich zu und überspringe die 3 %-Marke und liege vermutlich für einige Monate auf dem erhöhten Niveau. Die Bank von England setze den moderaten Zinssenkungskurs zunächst wohl fort, nicht nur weil das aktuelle Niveau noch restriktiv wirke, sondern auch, weil erwartet werde, dass sich die Serviceinflation beruhige und auch die Lohnentwicklung zukünftig nicht mehr so dynamisch sei, wie in den letzten Jahren. Die Erwartungen, wonach die Disinflation wieder Raum greife und die Inflation in Richtung der Zielvorgabe sinke, blieben erhalten.
Die Geldpolitik agiere auch in den USA in einem schwierigen Umfeld. Solide Beschäftigungszahlen und eine robuste Lohnentwicklung sorgten dafür, dass die Preisrisiken nicht abnähmen. Zudem sei mit der US-(Außen)wirtschaftspolitik ein erheblicher Unsicherheitsfaktor hinzugekommen. Die Notenbanker haben zuletzt betont, dass der aktuell moderate Restriktionsgrad der US-Zinspolitik angemessen erscheine und mögliche Zinssenkungen eher im Frühherbst als im Sommer zu erwarten seien. Heutige Redebeiträge von FOMC-Mitgliedern änderten unseres Erachtens wenig an dieser Einschätzung. Demgegenüber halte die EZB zunächst am Zinssenkungsprozess fest. Die meisten Ratsmitglieder befürworteten weitere Zinssenkungen und auch heute dürfe dies wiederholt werden. (21.05.2025/alc/a/a)


