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Hawkishe US-Notenbank hat die Märkte auf ihre Entscheidungen gut vorbereitet
27.09.18 12:20
Deutsche Bank
Frankfurt (www.anleihencheck.de) - Erwartungsgemäß hat die US-Notenbank die Zielzone für die FED Funds einstimmig um einen Viertelprozentpunkt auf 2,00 bis 2,25 Prozent angehoben, berichtet die Deutsche Bank AG in einer aktuellen Ausgabe "MÄRKTE am Morgen".
Hinsichtlich der Inflation habe der Offenmarktausschuss (FOMC) die Zinsprojektionen, die so genannten Dot-Plots, gegenüber ihrer Vorhersage vom Juni bestätigt. Danach solle es in diesem Jahr noch eine Zinsanhebung um 25 Basispunkte geben - dies würden nach acht Mitgliedern im Juni nunmehr 12 von 16 FOMC-Mitgliedern erwarten. Für 2019 bleibe es bei drei weiteren Zinsschritten. Im Jahr 2020 solle es dann noch eine Erhöhung geben, sodass die prognostizierte Zielzone der FED Funds Ende 2020 bei 3,25 bis 3,5 Prozent liegen und bis 2021 auch gehalten werde. Darüber hinaus sei der Passus aus dem Statement gestrichen worden, wonach die Geldpolitik "noch akkommodierend" sei.
Für das reale Wirtschaftswachstum sei die mittlere Prognose für 2018 zwar auf 3,1 Prozent (+0,3 Prozent) erhöht worden, aber für die beiden folgenden Jahre seien die Vorhersagen gegenüber Juni für 2019 im Median nur um 0,1 auf 2,5 Prozent angehoben worden, während das Wachstum für 2020 unverändert mit +2,0 Prozent erwartet werde. Erstmals gebe es eine Vorhersage für das Jahr 2021, in dem sich das Wachstum auf 1,8 Prozent verringern solle. Diese Werte würden jedenfalls den Eindruck vermitteln, dass die Wachstumsdynamik dieses Jahres zwar nicht aufrechterhalten werden könne, die Wirtschaft mittelfristig aber dennoch moderat wachsen werde. Was die Kerninflation, gemessen am Index der persönlichen Konsumausgaben (PCE) betreffe, bleibe es für dieses und die kommenden drei Jahre fast unverändert bei Werten im Mittel zwischen 2,0 und 2,1 Prozent.
Schließlich habe sich FED-Chef Jerome Powell in der Pressekonferenz offenbar mit der Wachstumsentwicklung rundum zufrieden gezeigt. Denn er sehe sich in der komfortablen Situation, die Zinsen schrittweise erhöhen und abwarten zu können, wie die Wirtschaft darauf reagiere. Auf der anderen Seite erwarte Powell keine Beschleunigung bei der Inflation. Und sollten die Finanzmärkte oder die Konjunktur unvorhergesehen einbrechen, sei die FED bereit, Zinserhöhungen langsamer als geplant vorzunehmen oder gar völlig einzustellen.
Die hawkishe US-Notenbank habe die Märkte gut auf ihre Entscheidungen vorbereitet, sodass es keine größeren Überraschungen gegeben habe. Und daher verwundere es auch nicht, dass der Euro per saldo nur wenig verändert in seinem kurzfristigen Aufwärtstrend zwischen 1,1680/85 und 1,1925 bleibe. (27.09.2018/alc/a/a)
Hinsichtlich der Inflation habe der Offenmarktausschuss (FOMC) die Zinsprojektionen, die so genannten Dot-Plots, gegenüber ihrer Vorhersage vom Juni bestätigt. Danach solle es in diesem Jahr noch eine Zinsanhebung um 25 Basispunkte geben - dies würden nach acht Mitgliedern im Juni nunmehr 12 von 16 FOMC-Mitgliedern erwarten. Für 2019 bleibe es bei drei weiteren Zinsschritten. Im Jahr 2020 solle es dann noch eine Erhöhung geben, sodass die prognostizierte Zielzone der FED Funds Ende 2020 bei 3,25 bis 3,5 Prozent liegen und bis 2021 auch gehalten werde. Darüber hinaus sei der Passus aus dem Statement gestrichen worden, wonach die Geldpolitik "noch akkommodierend" sei.
Schließlich habe sich FED-Chef Jerome Powell in der Pressekonferenz offenbar mit der Wachstumsentwicklung rundum zufrieden gezeigt. Denn er sehe sich in der komfortablen Situation, die Zinsen schrittweise erhöhen und abwarten zu können, wie die Wirtschaft darauf reagiere. Auf der anderen Seite erwarte Powell keine Beschleunigung bei der Inflation. Und sollten die Finanzmärkte oder die Konjunktur unvorhergesehen einbrechen, sei die FED bereit, Zinserhöhungen langsamer als geplant vorzunehmen oder gar völlig einzustellen.
Die hawkishe US-Notenbank habe die Märkte gut auf ihre Entscheidungen vorbereitet, sodass es keine größeren Überraschungen gegeben habe. Und daher verwundere es auch nicht, dass der Euro per saldo nur wenig verändert in seinem kurzfristigen Aufwärtstrend zwischen 1,1680/85 und 1,1925 bleibe. (27.09.2018/alc/a/a)


