Erweiterte Funktionen
Hält die Stärke der europäischen Hochzinsanleihen weiter an?
27.09.17 11:00
T. Rowe Price
Baltimore (www.anleihencheck.de) - Drei Faktoren dürften für die Aussichten europäischer High Yields für den Rest des Jahres 2017 zentral sein: darunter zählt Mike Della Vedova, Portfoliomanager der European High Yield Bond Strategy von T. Rowe Price, technische Faktoren, Fundamentaldaten und das Bewertungsniveau.
Dem Experten zufolge hätten sich die technischen Daten robust gezeigt, die Ausfallrate sei gering und seit Jahresbeginn habe es Zuflüsse in die Asset-Klasse gegeben. Auch auf der Angebotsseite habe es neue Anleiheemissionen gegeben. Laut J. P. Morgan seien im ersten Halbjahr 2017 über 48 Milliarden Euro emittiert worden, was im Vergleich zu den vorjährigen Neuemissionen mehr als 80 Prozent ausmache.
"Vermutlich haben wir in diesem Jahr mehr übernahmebedingte Anleihedeals gesehen, die zu einem kürzlichen Aufwärtstrend bei fremdkapitalfinanzierten Übernahme in Europa geführt haben. Ein Beispiel liefert das Buyout des deutschen Arzneimittelhersteller Stada von Cinven und Bains Capital", so Della Vedova. Wie üblich sei der Zeitpunkt für neue Deals von zentraler Bedeutung, insbesondere vor dem Hintergrund geopolitischer Spannungen, einem möglichen wirtschaftlichen Rückgang in China und einem sich abzeichnenden Ende der akkommodierenden Geldpolitik. Diese könnten in den kommenden Wochen und Monaten volatile Bewegungen auslösen.
Auch die Fundamentaldaten seien solide und würden einen durchschnittlichen Verschuldungsrückgang von Unternehmen sowie einen zunehmenden Zinsdeckungsgrad aufweisen. Zudem hätten sich die Unternehmensgewinne verbessert. Unterstützend wirke dabei die akkommodierende Haltung der Europäischen Zentralbank. Bedingt durch wirtschaftliche Verbesserungen in der Eurozone könnte sich die Zentralbank Ende des Jahres kämpferischer zeigen und ein weiteres Tapering des Anleihekaufprogramms im nächsten Jahr ankündigen.
Die Erträge hätten sich verdichtet und die Spreads hätten sich auf das niedrige Niveau nach der Finanzkrise zubewegt. Dies führe Investoren zu der Frage, wie lange dieses Niveau noch anhalten werde. "Auch wenn wir die Bedenken der Investoren und die Möglichkeit der Spread-Ausweitung in der Asset-Klasse wahrnehmen, wird es schwierig, den Katalysator für eine mögliche Veränderung zu erkennen und vorherzusagen, wann genau sie eintreffen wird", so Della Vedova.
Betrachte man alle diese Faktoren, erscheine es möglich, dass sich die Spreads wieder verengen würden, da die technischen Faktoren und Fundamentaldaten weiterhin unterstützend wirken würden. Dennoch sollten Investoren die Bewertungen vorsichtig beobachten. (27.09.2017/alc/a/a)
Dem Experten zufolge hätten sich die technischen Daten robust gezeigt, die Ausfallrate sei gering und seit Jahresbeginn habe es Zuflüsse in die Asset-Klasse gegeben. Auch auf der Angebotsseite habe es neue Anleiheemissionen gegeben. Laut J. P. Morgan seien im ersten Halbjahr 2017 über 48 Milliarden Euro emittiert worden, was im Vergleich zu den vorjährigen Neuemissionen mehr als 80 Prozent ausmache.
Auch die Fundamentaldaten seien solide und würden einen durchschnittlichen Verschuldungsrückgang von Unternehmen sowie einen zunehmenden Zinsdeckungsgrad aufweisen. Zudem hätten sich die Unternehmensgewinne verbessert. Unterstützend wirke dabei die akkommodierende Haltung der Europäischen Zentralbank. Bedingt durch wirtschaftliche Verbesserungen in der Eurozone könnte sich die Zentralbank Ende des Jahres kämpferischer zeigen und ein weiteres Tapering des Anleihekaufprogramms im nächsten Jahr ankündigen.
Die Erträge hätten sich verdichtet und die Spreads hätten sich auf das niedrige Niveau nach der Finanzkrise zubewegt. Dies führe Investoren zu der Frage, wie lange dieses Niveau noch anhalten werde. "Auch wenn wir die Bedenken der Investoren und die Möglichkeit der Spread-Ausweitung in der Asset-Klasse wahrnehmen, wird es schwierig, den Katalysator für eine mögliche Veränderung zu erkennen und vorherzusagen, wann genau sie eintreffen wird", so Della Vedova.
Betrachte man alle diese Faktoren, erscheine es möglich, dass sich die Spreads wieder verengen würden, da die technischen Faktoren und Fundamentaldaten weiterhin unterstützend wirken würden. Dennoch sollten Investoren die Bewertungen vorsichtig beobachten. (27.09.2017/alc/a/a)


