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Großbritannien: Ist der Lockerungszyklus der BoE in Sicht?


26.04.24 08:40
Postbank Research

Bonn (www.anleihencheck.de) - Das britische BIP ist im Februar um 0,1 Prozent gestiegen, so die Analysten von Postbank Research.

Der Januarwert sei von 0,2 auf 0,3 nach oben revidiert worden. Damit könnte die technische Rezession des letzten Halbjahres im ersten Quartal 2024 enden.

Der PMI der Dienstleistungen sei im März mit 53,1 Punkten den vierten Monat in Folge im expansiven Bereich geblieben, der Industrie-PMI auf 50,3 Zähler geklettert und deute damit erstmals seit anderthalb Jahren in Richtung Wachstum.

Die jährlichen Gesamt- und Kerninflationsraten seien im März um 0,1 Prozentpunkte geringer als erwartet auf 3,2 bzw. 4,2 Prozent gesunken. Die Dienstleistungsinflation sei leicht von 6,1 auf 6,0 Prozent zurückgegangen.

Die Arbeitslosenquote sei im Februar von 4,0 auf 4,2 Prozent gestiegen, das jährliche Lohnwachstum habe bei 5,6 Prozent verharrt.

Aufgrund der geringer als erwarteten Rückgänge der Inflationsraten und anhaltendem Lohndruck würden die Märkte nun eine erste Zinssenkung der BoE um 25 bp mit hoher Wahrscheinlichkeit für die September-Sitzung einpreisen und bis Jahresende insgesamt nur noch ein bis zwei Zinssenkungen erwarten.

Im März habe das Pfund zum Euro weiterhin seitwärts zwischen EUR/GBP 0,85 und 0,86 notiert. Beginne die BoE jedoch gleichzeitig oder früher als die EZB mit dem Einstieg in den Lockerungszyklus, dürfte das Pfund auf Sicht von sechs Monaten geringfügig auf EUR/GBP 0,865 abwerten. (Währungsbulletin Mai 2024) (26.04.2024/alc/a/a)