Großbritannien: Inflation zieht im Januar auf 1,8% an


15.02.17 10:00
HSBC Trinkaus & Burkhardt

Düsseldorf (www.anleihencheck.de) - In Großbritannien blieb der Anstieg der Konsumentenpreise im Januar im Jahresvergleich leicht unter dem von den Finanzmarktteilnehmern erwarteten Wert, so die Analysten von HSBC Trinkaus & Burkhardt.

Zwar hätten die Preise im Monatsvergleich saisonbedingt um 0,5% im Vergleich zum Dezember nachgegeben, mit 1,8% sei in der Jahresrate dennoch der höchste Wert seit Juni 2014 verzeichnet worden. Per saldo sei damit der Trend zu höheren Inflationsraten vor dem Hintergrund der Schwäche des Pfundes und den damit verbundenen höheren Einfuhrpreisen im Vereinigten Königreich intakt, ohne dass daraus ein unmittelbarer Handlungsbedarf der Bank of England heraufbeschworen werde. So habe die Notenbank angekündigt, zumindest temporär ein Überschießen der Teuerung über das zentrale Inflationsziel von 2% hinaus tolerieren zu wollen.

Der Euro habe sich zum Pfund nach der Bekanntgabe der Daten etwas erholen und sich von der 200-Tages-Linie (akt. bei 0,8454 GBP) wieder nach oben absetzen können. Damit erweise sich die Glättungslinie als wichtige Unterstützung, die verteidigt werden müsse, um weitergehende Kursverluste aus Sicht des Euro abzuwenden. (15.02.2017/alc/a/a)