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Großbritannien: Inflation weiter kein Thema
15.06.16 08:20
HSBC Trinkaus & Burkhardt
Düsseldorf (www.anleihencheck.de) - Die Preisentwicklung in Großbritannien bleibt weiter gedämpft, so die Analysten von HSBC Trinkaus & Burkhardt.
Zwar sei die Teuerung im Mai um 0,2% gg. Vm. gestiegen, die Jahresrate der Konsumentenpreise sei damit aber bei niedrigen 0,3% verblieben. Zudem habe die Kernrate (ohne Energie, Nahrungsmittel, Alkohol und Tabak) mit nur 1,2% dem Wert vom April entsprochen und sei nicht, wie von den Finanzmarktteilnehmern und der Bank of England, angestiegen.
Auch im weiteren Jahresverlauf dürfte sich die Inflation nur sehr verhalten entwickeln, sofern die Briten bei dem in der kommenden Woche anstehenden EU-Referendum für einen Verbleib des Landes in der Staatengemeinschaft votieren würden. Letzte Umfragen hätten dagegen Rückenwind für die Befürworter eines EU-Austritts gesehen, was das Pfund zum Wochenbeginn noch einmal deutlich unter Druck gesetzt habe. Gelinge dem Euro der Sprung über die Marke von 0,80 GBP, rücke das bisherige Jahreshoch vom April (0,8120 GBP) in greifbare Nähe.
Die Unsicherheiten in Bezug auf den Ausgang des EU-Referendums in Großbritannien würden an den Finanzmärkten zunehmend für eine Flucht in "sichere Häfen" sorgen. So seien die Renditen vor allem von deutschen, britischen und US-Staatsanleihen weiter zurückgefallen, während der Japanische Yen und der Schweizer Franken gestern zu den Gewinnern am Devisenmarkt gezählt hätten. Dagegen sei es an den internationalen Aktienmärkten zu weiteren spürbaren Kursrückgängen gekommen. Bis zum Wahltag am kommenden Donnerstag (23.06.) dürfte die Volatilität an den Finanzmärkten weiter hoch bleiben. Dies gelte besonders für den Tag nach dem Referendum - mit ersten Ergebnissen sei dabei am 24. Juni in den frühen Morgenstunden zu rechnen.
In der Eurozone habe die Industrieproduktion im April um 1,1% gg. Vm. gesteigert und der Rückgang vom März (-0,7% gg. Vm.) kompensiert werden können. Die Stimmungsindikatoren im Verarbeitenden Gewerbe würden sich aufgrund der globalen Wachstumsschwäche indes verhalten zeigen, was nur auf eine moderate Entwicklung des Outputs in den kommenden Monaten hindeute.
Einen Zuwachs um 0,5% gg. Vm. hätten die Einzelhandelsumsätze in den USA im Mai verzeichnet. Damit sei die Konsensschätzung (+0,3%) leicht übertroffen und nach dem schwachen 1. Quartal das zweite Monatsplus in Folge erzielt worden (April: +1,3%). Für die US-Wirtschaft sei der Privatkonsum ein wichtiger Stützpfeiler, der mit Blick auf die bis zuletzt soliden Umfragewerte beim Verbrauchervertrauen im weiteren Jahresverlauf 2016 die BIP-Entwicklung weiter stützen sollte. Das sei die Grundlage dafür, dass der graduelle Zinserhöhungszyklus durch die US-Notenbank fortgesetzt werde, der im Dezember 2015 eingeleitet worden sei. (15.06.2016/alc/a/a)
Zwar sei die Teuerung im Mai um 0,2% gg. Vm. gestiegen, die Jahresrate der Konsumentenpreise sei damit aber bei niedrigen 0,3% verblieben. Zudem habe die Kernrate (ohne Energie, Nahrungsmittel, Alkohol und Tabak) mit nur 1,2% dem Wert vom April entsprochen und sei nicht, wie von den Finanzmarktteilnehmern und der Bank of England, angestiegen.
Die Unsicherheiten in Bezug auf den Ausgang des EU-Referendums in Großbritannien würden an den Finanzmärkten zunehmend für eine Flucht in "sichere Häfen" sorgen. So seien die Renditen vor allem von deutschen, britischen und US-Staatsanleihen weiter zurückgefallen, während der Japanische Yen und der Schweizer Franken gestern zu den Gewinnern am Devisenmarkt gezählt hätten. Dagegen sei es an den internationalen Aktienmärkten zu weiteren spürbaren Kursrückgängen gekommen. Bis zum Wahltag am kommenden Donnerstag (23.06.) dürfte die Volatilität an den Finanzmärkten weiter hoch bleiben. Dies gelte besonders für den Tag nach dem Referendum - mit ersten Ergebnissen sei dabei am 24. Juni in den frühen Morgenstunden zu rechnen.
In der Eurozone habe die Industrieproduktion im April um 1,1% gg. Vm. gesteigert und der Rückgang vom März (-0,7% gg. Vm.) kompensiert werden können. Die Stimmungsindikatoren im Verarbeitenden Gewerbe würden sich aufgrund der globalen Wachstumsschwäche indes verhalten zeigen, was nur auf eine moderate Entwicklung des Outputs in den kommenden Monaten hindeute.
Einen Zuwachs um 0,5% gg. Vm. hätten die Einzelhandelsumsätze in den USA im Mai verzeichnet. Damit sei die Konsensschätzung (+0,3%) leicht übertroffen und nach dem schwachen 1. Quartal das zweite Monatsplus in Folge erzielt worden (April: +1,3%). Für die US-Wirtschaft sei der Privatkonsum ein wichtiger Stützpfeiler, der mit Blick auf die bis zuletzt soliden Umfragewerte beim Verbrauchervertrauen im weiteren Jahresverlauf 2016 die BIP-Entwicklung weiter stützen sollte. Das sei die Grundlage dafür, dass der graduelle Zinserhöhungszyklus durch die US-Notenbank fortgesetzt werde, der im Dezember 2015 eingeleitet worden sei. (15.06.2016/alc/a/a)
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| Kurs | Vortag | Veränderung | Datum/Zeit | |
| 2,70 % | 1,90 % | 0,80 % | +42,11% | 27.03./22:00 |
| ISIN | WKN | Jahreshoch | Jahrestief | |
| 2,70 % | 1,80 % | |||


