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Großbritannien: Inflation legt zu - BoE-Zinsschritt im August
18.07.18 09:21
Helaba
Frankfurt (www.anleihencheck.de) - Das Interesse der Marktteilnehmer, insbesondere der Devisenmarktakteure, gilt heute zunächst den Datenveröffentlichungen in Großbritannien, denn in der Eurozone stehen lediglich die endgültigen Verbraucherpreise des Monats Juni im Kalender und eine wesentliche Veränderung zu den Schnellschätzungen sollte es nicht geben, so die Analysten der Helaba.
Im Vereinigten Königreich seien ebenfalls die Inflationszahlen von Interesse. Eine Beschleunigung des Preisauftriebs sei dabei zu erwarten, denn der bis zuletzt erhöhte Ölpreis habe die Benzinpreise deutlich steigen lassen. Leichte Entlastung könnte es dagegen beim Preisauftrieb für Nahrungsmittel geben. Alles in allem dürften die Spekulationen auf eine Zinserhöhung seitens der Bank von England aber gestärkt werden. Mit einer Wahrscheinlichkeit von über 80% sei ein Zinsschritt von 0,50% auf 0,75% bei der MPC-Sitzung am 2. August eingepreist und decke sich mit der Erwartungshaltung der Analysten.
Beim letzten MPC-Treffen habe das Abstimmungsverhältnis überrascht. Statt zwei hätten sich drei Geldpolitiker für eine Zinserhöhung ausgesprochen. Vor diesem Hintergrund könnte eine höhere Teuerungsrate den Ausschlag geben, für eine Zinserhöhung. Mit Blick auf die kommenden Monate sei jedoch nicht mit einer Serie von Zinserhöhungen zu rechnen. Die "Brexit"-Unsicherheiten würden bestehen bleiben und der Immobilienboom habe sich abgekühlt. Parallel dazu habe sich auch die Verbraucherstimmung auf einem ermäßigten Niveau eingependelt, weshalb die Analysten prognostizieren würden, dass die Bank von England nach dem August zunächst in eine abwartende Haltung übergehen werde, zumal die Europäische Zentralbank von Zinserhöhungen noch weit entfernt sei.
In den USA richte sich der Blick auf die Baubeginne und -genehmigungen des abgelaufenen Monats. Seit Jahren würden die Zahlen im Trend ansteigen und hätten nach einer Delle im Jahr 2017 ab Herbst wieder Dynamik aufgenommen. So hätten die Baubeginne im Mai auf das höchste Niveau seit Mitte 2007 zulegen können. Ein Rücksetzer sollte daher nicht ausgeschlossen werden. Gleichwohl dürfte der Sektor einen positiven Wachstumsbeitrag im zweiten Quartal geliefert haben. Auf die solide Wirtschaftsentwicklung werde der FED Chef Powell mit dem zweiten Teil seiner Anhörung vor den beiden Kammern des Kongresses ebenso aufmerksam machen wie das Beige Book. (18.07.2018/alc/a/a)
Im Vereinigten Königreich seien ebenfalls die Inflationszahlen von Interesse. Eine Beschleunigung des Preisauftriebs sei dabei zu erwarten, denn der bis zuletzt erhöhte Ölpreis habe die Benzinpreise deutlich steigen lassen. Leichte Entlastung könnte es dagegen beim Preisauftrieb für Nahrungsmittel geben. Alles in allem dürften die Spekulationen auf eine Zinserhöhung seitens der Bank von England aber gestärkt werden. Mit einer Wahrscheinlichkeit von über 80% sei ein Zinsschritt von 0,50% auf 0,75% bei der MPC-Sitzung am 2. August eingepreist und decke sich mit der Erwartungshaltung der Analysten.
Beim letzten MPC-Treffen habe das Abstimmungsverhältnis überrascht. Statt zwei hätten sich drei Geldpolitiker für eine Zinserhöhung ausgesprochen. Vor diesem Hintergrund könnte eine höhere Teuerungsrate den Ausschlag geben, für eine Zinserhöhung. Mit Blick auf die kommenden Monate sei jedoch nicht mit einer Serie von Zinserhöhungen zu rechnen. Die "Brexit"-Unsicherheiten würden bestehen bleiben und der Immobilienboom habe sich abgekühlt. Parallel dazu habe sich auch die Verbraucherstimmung auf einem ermäßigten Niveau eingependelt, weshalb die Analysten prognostizieren würden, dass die Bank von England nach dem August zunächst in eine abwartende Haltung übergehen werde, zumal die Europäische Zentralbank von Zinserhöhungen noch weit entfernt sei.
In den USA richte sich der Blick auf die Baubeginne und -genehmigungen des abgelaufenen Monats. Seit Jahren würden die Zahlen im Trend ansteigen und hätten nach einer Delle im Jahr 2017 ab Herbst wieder Dynamik aufgenommen. So hätten die Baubeginne im Mai auf das höchste Niveau seit Mitte 2007 zulegen können. Ein Rücksetzer sollte daher nicht ausgeschlossen werden. Gleichwohl dürfte der Sektor einen positiven Wachstumsbeitrag im zweiten Quartal geliefert haben. Auf die solide Wirtschaftsentwicklung werde der FED Chef Powell mit dem zweiten Teil seiner Anhörung vor den beiden Kammern des Kongresses ebenso aufmerksam machen wie das Beige Book. (18.07.2018/alc/a/a)
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| Kurs | Vortag | Veränderung | Datum/Zeit | |
| 2,70 % | 1,90 % | 0,80 % | +42,11% | 24.04./22:00 |
| ISIN | WKN | Jahreshoch | Jahrestief | |
| 2,70 % | 1,80 % | |||


