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Großbritannien: Geringerer Spielraum für steigende Zinsen
24.05.19 10:15
Deutsche Bank
Frankfurt (www.anleihencheck.de) - Die Chancen, dass Premierministerin May nächste Woche noch im Amt ist, scheinen zunehmend zu schwinden, berichtet die Deutsche Bank AG in einer aktuellen Ausgabe "MÄRKTE am Morgen".
Letztlich könnte jene Wahl entscheidend sein, an der sie gar nicht mehr habe teilnehmen wollen. Das Brexit-Chaos sorge insbesondere bei den konservativen Wählern für Abwanderungsbewegung, denn über die Hälfte der Tory-Wählerschaft votiere bei der Europawahl nach Umfragen eher für die Brexit-Party von Nigel Farrage. Somit drohe den Torys die größte Niederlage seit ihrer Gründung 1834.
Zu diesen politischen Unsicherheiten aus Großbritannien geselle sich der Handelsstreit zwischen den USA und China hinzu. Eine Lösung scheine zumindest kurzfristig nicht in Sicht, was die weltweite Konjunktur weiter belasten dürfte. Sei man zunächst von einer weltweiten Belebung der Konjunktur im zweiten Halbjahr ausgegangen, würden sich die Ausblicke der Analysten nun zunehmend eintrüben. Die unerwartet niedrigen Inflationszahlen in Großbritannien, die im April sogar noch um einen feiertagsbedingten Sondereffekt in Höhe von 0,2 bis 0,3 Prozentpunkten nach oben verzerrt gewesen seien, hätten für zusätzliche Überraschung gesorgt. Der Markt stufe darum die Wahrscheinlichkeit, dass die Bank of England die Zinsen bald erhöhen werde, momentan eher gering ein. (24.05.2019/alc/a/a)
Letztlich könnte jene Wahl entscheidend sein, an der sie gar nicht mehr habe teilnehmen wollen. Das Brexit-Chaos sorge insbesondere bei den konservativen Wählern für Abwanderungsbewegung, denn über die Hälfte der Tory-Wählerschaft votiere bei der Europawahl nach Umfragen eher für die Brexit-Party von Nigel Farrage. Somit drohe den Torys die größte Niederlage seit ihrer Gründung 1834.
Zu diesen politischen Unsicherheiten aus Großbritannien geselle sich der Handelsstreit zwischen den USA und China hinzu. Eine Lösung scheine zumindest kurzfristig nicht in Sicht, was die weltweite Konjunktur weiter belasten dürfte. Sei man zunächst von einer weltweiten Belebung der Konjunktur im zweiten Halbjahr ausgegangen, würden sich die Ausblicke der Analysten nun zunehmend eintrüben. Die unerwartet niedrigen Inflationszahlen in Großbritannien, die im April sogar noch um einen feiertagsbedingten Sondereffekt in Höhe von 0,2 bis 0,3 Prozentpunkten nach oben verzerrt gewesen seien, hätten für zusätzliche Überraschung gesorgt. Der Markt stufe darum die Wahrscheinlichkeit, dass die Bank of England die Zinsen bald erhöhen werde, momentan eher gering ein. (24.05.2019/alc/a/a)


