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Griechenland begibt erstmals Staatsanleihe mit negativer Rendite


22.10.19 11:30
Raiffeisen Capital Management

Wien (www.anleihencheck.de) - Bautätigkeit, Exporte und Arbeitsmarkt zeichnen weiterhin ein vergleichsweise positives volkswirtschaftliches Bild für Griechenland, das aber selbstverständlich vor dem Hintergrund der schweren wirtschaftlichen Depression nach 2012 zu sehen ist, so die Experten von Raiffeisen Capital Management in ihrem aktuellen "emreport".

Mit 17% sei die Arbeitslosenrate beispielsweise noch immer viel zu hoch. Noch-IWF-Chefin Lagarde habe unterdessen das Ziel eines Primärüberschusses von 3,5% als zu hoch und als potenzielles Wachstumshemmnis für Griechenland bezeichnet. Ein bemerkenswerter Kontrast zu den Forderungen, die man vor noch gar nicht langer Zeit gegenüber der inzwischen abgewählten Syriza-Regierung erhoben habe, als Sparprogramme und Haushaltsüberschüsse gar nicht weit genug hätten gehen können! Apropos, scharfer Kontrast zu früher: Anfang Oktober habe Griechenland seine erste Staatsanleihe mit negativer Rendite begeben! Knapp 500 Millionen Euro seien aufgenommen worden, allerdings mit der sehr überschaubaren Laufzeit von drei Monaten.

Der Athener Aktienindex sei gegen den globalen Trend Ende September per Saldo unverändert gewesen. (Ausgabe Oktober 2019) (22.10.2019/alc/a/a)