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Nach Griechenland-Wahl: EZB und EU sind gefordert


26.01.15 15:54
Saxo Bank

Kopenhagen (www.anleihencheck.de) - "Das Ergebnis der Wahl in Griechenland ist schlimmer ausgefallen als erwartet", sagt Steen Jakobsen, Chefvolkswirt bei der Saxo Bank.

Der Sparkurs sei zwar eindeutig abgewählt worden, könnte jedoch nur zu einer leeren Geste verkommen. "Griechenland hat keine große Wahl: Entweder die Vorgaben der Troika erfüllen, oder den Euro aufgeben", sage Jakobsen. Das Letztere werde aber wohl kaum die gleiche Unterstützung bekommen, wie die Ablehnung des Sparkurses.

Jetzt käme es darauf an, wie Deutschland, die EU und die EZB darauf reagieren würden. "Die Märkte werden auf die Reaktion der Gläubiger warten, bevor es große Bewegungen gibt", sage Jakobsen. Einen Kompromiss noch in dieser Woche halte der Wirtschaftsexperte für kaum realistisch. "Vor allem müssen EZB und EU nun eine Entscheidung treffen - etwas das Politikern und Institutionen nicht gerade leicht fällt", sage Jakobsen abschließend. (26.01.2015/alc/a/a)