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Griechenland nach der Wahl


26.01.15 12:12
Aberdeen Asset Management

London (www.anleihencheck.de) - Eine Woche mag gemessen an der britischen Politik ein langer Zeitraum sein, aber in der Eurozone wurden nun gerade einmal vier Tage von zwei historischen Events eingerahmt: Das Quantitative Easing und jetzt die Wahl einer radikal linken Regierung in Griechenland und damit der ersten in der Eruozone, welche den Sparkurs ablehnt, so Lucy O'Carroll, Chefvolkswirtin Investment Solutions bei Aberdeen Asset Management.

Die Höhe des Wahlsiegs von Syriza und die ersten Schritte hin zu einer Koalition mit den "Unabhängigen Griechen", würden darauf hindeuten, dass Alexis Tsipras in harte Verhandlungen mit der Troika eintreten werde. Allerdings würden die griechische Wirtschaft und das griechische Finanzsystem von externer Unterstützung abhängig bleiben. Und somit dürfte ein Kompromiss weiterhin das wahrscheinlichste Ergebnis der Nachverhandlungen sein. Die Kluft zwischen Syriza und der Troika sei dennoch groß und der Weg zu einer Einigung bleibe unklar. Vor diesem Hintergrund dürften die Märkte nervös bleiben, auch wenn die quantitative Lockerung in der Zwischenzeit eine Stütze bieten sollte. (26.01.2015/alc/a/a)