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Globaler Zinstrend aufwärts gerichtet
17.02.20 08:45
National-Bank AG
Essen (www.anleihencheck.de) - Wir halten grundsätzlich an unserer Einschätzung fest, dass der globale Zinstrend aufwärts gerichtet ist, so die Analysten der National-Bank AG.
Allerdings würden die internationalen Notenbanken zunächst abwarten wollen, wie sich der unterliegende Preistrend weiter entwickle. Aus Sicht der Analysten erkläre sich das hartnäckige Unterschiessen der Inflation primär aus der massiven Abweichungen des globalen Expansionspfades vom Potenzialpfad seit dem Jahre 2009, wenn auch sicherlich in Kombination mit den Effekten, die durch den Begriff der der "Amazonisierung" der Weltwirtschaft umschrieben würden. Daraus folge, dass eine generelle Neueinschätzung der Inflationsentwicklung nicht angezeigt sei: Die Adjustierung der geldpolitischen Linie sollte jedenfalls extrem behutsam vorgenommen werden, vor allem in den USA, wo sich die Anzeichen verdichten würden, dass sich Kapazitäten derzeit noch stärker anspannen würden.
Allerdings hätten die Sorgen um den Ausbruch des Corona-Virusnaturgemäß erhebliche Effekte auf den Inflationsausblick - und damit auch auf den weiteren Kurs der internationalen Notenbanken: So wirke bereits der signifikante Rückgang des Ölpreises stark preisdämpfend, sodass schon dieser Effekt ausreiche, um die Kapitalmarktzinsen spürbar zu drücken. Conditio sine qua non für einen stärkeren Rebound der Zinssätze sei daher sowohl eine weitere Rückbildung der geopolitischen Risiken als auch eine nicht weiter exponentiell verlaufende Corona-Epidemie. Eine geldpolitische Zinswende in den USA nach oben würde also voraussetzen, dass die Weltwirtschaft auch eine gewisse Zeit ohne exogene Schocks expandieren könne.
Die Analysten würden ihre Projektionen für die US-Kapitalmarktsätze marginal ermäßigen und sich mit ihren Projektionen von 1,93% nunmehr fast exakt auf dem Konsensus für Q1 2021 bewegen. Sie würden zudem ihre Bundprojektion auf nunmehr -30 Basispunkte senken und seien damit etwas bullisher für die Bunds als der Konsensus mit zuletzt -23 Basispunkten.
Die Corporate Spreads seien - gemessen am fünfjährigen Markit-iTraxx-Europe - zuletzt weiter gesunken und würden somit fast exakt an der von den Analysten ins Auge gefassten Zielmarke um 40 Basispunkte rangieren. Der sich festigende etwas robustere konjunkturelle Ausblick für das Euroland in Verbindung mit der Fortsetzung des ultraexpansiven geldpolitischen Kurses sollte bewirken, dass der Abwärtstrend der Risikoprämien erhalten bleibe. Die nächste Zielgröße bleibe die Marke von 40 Basispunkten. (Ausgabe vom 14.02.2020) (17.02.2020/alc/a/a)
Allerdings würden die internationalen Notenbanken zunächst abwarten wollen, wie sich der unterliegende Preistrend weiter entwickle. Aus Sicht der Analysten erkläre sich das hartnäckige Unterschiessen der Inflation primär aus der massiven Abweichungen des globalen Expansionspfades vom Potenzialpfad seit dem Jahre 2009, wenn auch sicherlich in Kombination mit den Effekten, die durch den Begriff der der "Amazonisierung" der Weltwirtschaft umschrieben würden. Daraus folge, dass eine generelle Neueinschätzung der Inflationsentwicklung nicht angezeigt sei: Die Adjustierung der geldpolitischen Linie sollte jedenfalls extrem behutsam vorgenommen werden, vor allem in den USA, wo sich die Anzeichen verdichten würden, dass sich Kapazitäten derzeit noch stärker anspannen würden.
Die Analysten würden ihre Projektionen für die US-Kapitalmarktsätze marginal ermäßigen und sich mit ihren Projektionen von 1,93% nunmehr fast exakt auf dem Konsensus für Q1 2021 bewegen. Sie würden zudem ihre Bundprojektion auf nunmehr -30 Basispunkte senken und seien damit etwas bullisher für die Bunds als der Konsensus mit zuletzt -23 Basispunkten.
Die Corporate Spreads seien - gemessen am fünfjährigen Markit-iTraxx-Europe - zuletzt weiter gesunken und würden somit fast exakt an der von den Analysten ins Auge gefassten Zielmarke um 40 Basispunkte rangieren. Der sich festigende etwas robustere konjunkturelle Ausblick für das Euroland in Verbindung mit der Fortsetzung des ultraexpansiven geldpolitischen Kurses sollte bewirken, dass der Abwärtstrend der Risikoprämien erhalten bleibe. Die nächste Zielgröße bleibe die Marke von 40 Basispunkten. (Ausgabe vom 14.02.2020) (17.02.2020/alc/a/a)


