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Global Bonds: Diversifikation schafft Rendite
25.11.13 14:27
Legg Mason
Baltimore (www.anleihencheck.de) - Anleger diversifizieren ihre Anleiheninvestitionen zu wenig - zu diesem Ergebnis kommt David Hoffman, Geschäftsführer bei der Legg Mason-Tochter Brandywine Global, so die Experten von Legg Mason.
Eine vertane Chance, wie Hoffman finde, denn die Attraktivität von Global Bonds steige - vor allem da die sogenannten G3 Bonds, also Anleihen aus den USA, Japan und Europa, zur Zeit wesentlich angeglichener und riskanter seien, als je zuvor.
"Die Vorteile eines breiten Anlageuniversums bei Anleihen liegen auf der Hand. Vor allem Schwellenländeranleihen bieten zur Zeit diverse Anreize, da viele diese Länder mittlerweile zu einer pro-kapitalistischen Politik übergegangen sind", erkläre Hoffman. Selten seien Schwellenländer vor einem Rendite-Risiko-Hintergrund so attraktiv gewesen.
Doch Anleger würden sich nach wie vor zu stark auf einzelne Märkte und Zinszyklen konzentrieren und damit zu eindimensional investieren. Das Renditepotenzial sei somit deutlich eingeschränkt. "Spätestens seit der Finanzkrise und den damit einhergehenden politischen Entscheidungen hätten sich Anleger von ihrem home-bias verabschieden müssen und einen globalen Ansatz bei Anleihen fahren müssen", finde Hoffman.
Dennoch seien nach wie vor zu viele Anleger zu stark von einem home-bias getrieben und würden damit das veränderte finanzielle Umfeld ignorieren. "50 Prozent der weltweit gehandelten Aktien stammen von Unternehmen außerhalb der USA - im Gegensatz zu knapp dreiviertel der weltweiten Staatsanleihen, die nicht von den USA begeben werden", erkläre Hoffmann und unterstreiche damit, wie wichtig der Blick über den Tellerrand bei Bondinvestments sei. "Doch während sich Anleger bei Aktienengagements zunehmend neutral, also losgelöst vom home-bias, orientieren, klappt das bei Anleiheinvestments deutlich weniger häufig", sage Hoffman.
Zudem weise der Brandywine-Experte darauf hin, dass die politischen Maßnahmen seit der Finanzkrise dazu geführt hätten, dass regierungsgestützte Wertpapiere mittlerweile rund zwei Drittel des Barclays US Aggregate Bond Index ausgemacht hätten. Mit dieser zunehmenden Homogenität bei US-Anleihen seien auch die Renditen entsprechend gering. Für Hoffmann ein weiteres Argument hin zu einer stärkeren Diversifikation bei globalen Bond Portfolios.
Außerdem gebe Hoffman zu bedenken: "Die jüngsten marktwirtschaftlichen Verschiebungen machen Investitionen in Schwellenländeranleihen noch attraktiver. Während viele der entwickelten Märkten zwar noch immer langfristige Chancen bieten, sorgen die strukturellen Verbesserungen in den Emerging Markets für ein höheres Renditepotenzial."
Während sich manche Industrienationen in die andere Richtung bewegt hätten, würden sich eine Vielzahl der Schwellenländer stetig weiter den Prinzipien der freien Marktwirtschaft öffnen. "Wir glauben, dass diese Maßnahmen nicht nur zu wirtschaftlichem Erfolg führen, sondern langfristig auch dafür sorgen werden, dass die Anleihen der Schwellenländer eine relative Stärke gegenüber den G3 Bonds aufweisen werden", sei Hoffman überzeugt. Zudem könnte sich auch das aufgestaute Potenzial der Schwellenländer-Währungen entfalten. Der Grund: Viele Länder hätten bisher Aufwertungen vermieden, um im Exportsektor wettbewerbsfähig zu bleiben.
"In Anbetracht dessen müssen Investoren Allokationsentscheidungen auf Basis von Anleihen und Währungen treffen", gebe der Brandywine-Experte zu bedenken. "Im Idealfall hat man also einen nicht währungsgesicherten lokalen Bond im Portfolio, der einem Zugang zu beiden Renditequellen bietet - auch wenn das nicht immer möglich sein wird." Sich abzeichnende Zinssenkungen könnten einen Markt manchmal attraktiv machen und in anderen Fällen zu einer Währungsabwertung führen. Im zweiten Fall müsse ein Manager breit sein, das Währungsrisiko abzusichern.
In jedem Fall - so glaube Hoffman - sei ein aktives Management der Schlüssel zum Erfolg bei Global Bonds, indem die Indexgewichtungen proportional zu den Anleihenemissionen eines Landes verlaufen und somit nicht die Vorherrschaft einer Aktienbenchmark widerspiegeln würden. "Bond-Investoren, die sich zu stark an einem Index orientieren, neigen dazu, ihr Engagement in Ländern mit großen Defiziten zu erhöhen, nicht aber in den Ländern mit den größten Chancen", sage Hoffman. (25.11.2013/alc/a/a)
Eine vertane Chance, wie Hoffman finde, denn die Attraktivität von Global Bonds steige - vor allem da die sogenannten G3 Bonds, also Anleihen aus den USA, Japan und Europa, zur Zeit wesentlich angeglichener und riskanter seien, als je zuvor.
"Die Vorteile eines breiten Anlageuniversums bei Anleihen liegen auf der Hand. Vor allem Schwellenländeranleihen bieten zur Zeit diverse Anreize, da viele diese Länder mittlerweile zu einer pro-kapitalistischen Politik übergegangen sind", erkläre Hoffman. Selten seien Schwellenländer vor einem Rendite-Risiko-Hintergrund so attraktiv gewesen.
Doch Anleger würden sich nach wie vor zu stark auf einzelne Märkte und Zinszyklen konzentrieren und damit zu eindimensional investieren. Das Renditepotenzial sei somit deutlich eingeschränkt. "Spätestens seit der Finanzkrise und den damit einhergehenden politischen Entscheidungen hätten sich Anleger von ihrem home-bias verabschieden müssen und einen globalen Ansatz bei Anleihen fahren müssen", finde Hoffman.
Zudem weise der Brandywine-Experte darauf hin, dass die politischen Maßnahmen seit der Finanzkrise dazu geführt hätten, dass regierungsgestützte Wertpapiere mittlerweile rund zwei Drittel des Barclays US Aggregate Bond Index ausgemacht hätten. Mit dieser zunehmenden Homogenität bei US-Anleihen seien auch die Renditen entsprechend gering. Für Hoffmann ein weiteres Argument hin zu einer stärkeren Diversifikation bei globalen Bond Portfolios.
Außerdem gebe Hoffman zu bedenken: "Die jüngsten marktwirtschaftlichen Verschiebungen machen Investitionen in Schwellenländeranleihen noch attraktiver. Während viele der entwickelten Märkten zwar noch immer langfristige Chancen bieten, sorgen die strukturellen Verbesserungen in den Emerging Markets für ein höheres Renditepotenzial."
Während sich manche Industrienationen in die andere Richtung bewegt hätten, würden sich eine Vielzahl der Schwellenländer stetig weiter den Prinzipien der freien Marktwirtschaft öffnen. "Wir glauben, dass diese Maßnahmen nicht nur zu wirtschaftlichem Erfolg führen, sondern langfristig auch dafür sorgen werden, dass die Anleihen der Schwellenländer eine relative Stärke gegenüber den G3 Bonds aufweisen werden", sei Hoffman überzeugt. Zudem könnte sich auch das aufgestaute Potenzial der Schwellenländer-Währungen entfalten. Der Grund: Viele Länder hätten bisher Aufwertungen vermieden, um im Exportsektor wettbewerbsfähig zu bleiben.
"In Anbetracht dessen müssen Investoren Allokationsentscheidungen auf Basis von Anleihen und Währungen treffen", gebe der Brandywine-Experte zu bedenken. "Im Idealfall hat man also einen nicht währungsgesicherten lokalen Bond im Portfolio, der einem Zugang zu beiden Renditequellen bietet - auch wenn das nicht immer möglich sein wird." Sich abzeichnende Zinssenkungen könnten einen Markt manchmal attraktiv machen und in anderen Fällen zu einer Währungsabwertung führen. Im zweiten Fall müsse ein Manager breit sein, das Währungsrisiko abzusichern.
In jedem Fall - so glaube Hoffman - sei ein aktives Management der Schlüssel zum Erfolg bei Global Bonds, indem die Indexgewichtungen proportional zu den Anleihenemissionen eines Landes verlaufen und somit nicht die Vorherrschaft einer Aktienbenchmark widerspiegeln würden. "Bond-Investoren, die sich zu stark an einem Index orientieren, neigen dazu, ihr Engagement in Ländern mit großen Defiziten zu erhöhen, nicht aber in den Ländern mit den größten Chancen", sage Hoffman. (25.11.2013/alc/a/a)


