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Gelungene Einleitung des Taperings erfreut die Märkte
30.12.13 10:58
Swisscanto
Zürich (www.anleihencheck.de) - Im Monat Dezember gab es in den USA so viele positive Wirtschaftsnachrichten, dass der Startschuss für die Drosselung der Anleihenkäufe durch die US-Notenbank ("Tapering") nun doch noch vom scheidenden US-Notenbankchef Ben Bernanke gegeben werden konnte, so die Experten von Swisscanto.
Die Aktienmärkte hätten positiv reagiert - die Zeit für eine Abwendung von risikoreichen Anlageklassen sei noch nicht gekommen.
Die definitive Ankündigung des seit Mai 2013 mit Sorge erwarteten Taperings habe sich für die Börsen als vorweihnachtliche Gabe entpuppt. Die US-Notenbank drossele ihre Anleihenkäufe von bisher USD 85 Mrd. pro Monat um 10 Milliarden. Bemerkenswert sei die Kommunikation gewesen, von der der Startschuss zum Tapering begleitet worden sei: Tempo und Ausmaß des Taperings würden an die wirtschaftliche Entwicklung angepasst und bei Bedarf revidiert.
Zudem sei die "Guidance" für den ersten Zinsschritt verändert worden: Das Erreichen einer Arbeitslosenquote von 6,5 Prozent werde nicht mehr der "Auslöser" für eine Leitzinserhöhung sein. Die US-Leitzinsen würden damit im Jahr 2014 aller Voraussicht nach auf ihrem extrem tiefen Niveau bleiben. Den Märkten werde auf diese Art und Weise kein kalter Entzug von Liquidität zugemutet, sondern die sanfte Variante ermöglicht.
Der wirtschaftliche Ausblick für 2014 habe sich weiter aufgehellt. Die allmähliche Wachstumsbeschleunigung finde unter Führung der USA statt und sei dort - beflügelt durch einen niedrigen Kurs des US-Dollars - derzeit eher exportlastig. Die jüngsten US-Arbeitsmarktdaten seien überzeugend ausgefallen. Die US-Arbeitslosenquote (aktuell 7,0 Prozent nach 7,3 Prozent im Vormonat) bewege sich weiter nach unten.
Zudem hätten sich Demokraten und Republikaner diesmal schon vor der Zeit auf einen Kompromiss für das neue Budget einigen können. Das Einlenken der Republikaner sei ganz offensichtlich durch die Einsicht motiviert worden, dass sie der Budgetstreit mit dem nachfolgenden "Shutdown" im vergangenen Oktober viel politisches Terrain gekostet habe.
Die Verschiebung des Taperings habe im September und Oktober Druck von den Bondmärkten genommen - inzwischen würden die Renditen jedoch wieder ansteigen und würden weiter steigen. Die Experten würden dieser Erwartung durch eine deutliche Untergewichtung von Anleihen in ihren gemischten Portfolios Rechnung tragen.
Im Bewertungsvergleich von CHF-, USD- und EUR-Staatsanleihen seien langlaufende deutsche Bundesanleihen derzeit von ihrem fairen Wert am weitesten entfernt. Darin spiegle sich die Tatsache wider, dass viele Investoren den deutschen Bunds immer noch den Vorzug gegenüber Material der europäischen Peripherie geben würden.
Die Experten seien bei italienischen und spanischen Obligationen neutral gewichtet. Hochzinsanleihen hätten nochmals starken Zuspruch erhalten und seien mittlerweile sehr teuer. Weil die Mehrheit der Marktteilnehmer davon ausgehe, dass der Exit aus der expansiven Geldpolitik einigermaßen friktionslos über die Bühne gehen könnte ("beautiful deleveraging"), wolle derzeit noch niemand die Bond-Party verlassen.
Der Schweizer Franken sei gegen den Euro wieder in Richtung der Untergrenze von 1,20 CHF/EUR vorgerückt (aktuell EUR/CHF 1,2250) und sei damit - gemessen an der Kaufkraftparität - wieder sehr deutlich überbewertet. Die Experten würden seit geraumer Zeit beim Franken eine deutliche Short-Position einnehmen, die beibehalten werde. Bei der Shortposition JPY/USD würden Teilgewinne mitgenommen.
Der Dow Jones habe unmittelbar nach der Bekanntgabe des Taperings ein neues historisches Hoch erreicht. Die Märkte rund um den Globus seien mit grünen Vorzeichen gefolgt und hätten damit eine eher labile Phase beendet, die weite Teile des Monats Dezember geprägt habe. Viele Anleger würden motiviert sein, das neue Anlagejahr mit interessanten Anlageideen zu starten, mit welchen der derzeitige Schwung der US-Aktienmärkte mitgenommen werden könne. (30.12.2013/alc/a/a)
Die Aktienmärkte hätten positiv reagiert - die Zeit für eine Abwendung von risikoreichen Anlageklassen sei noch nicht gekommen.
Die definitive Ankündigung des seit Mai 2013 mit Sorge erwarteten Taperings habe sich für die Börsen als vorweihnachtliche Gabe entpuppt. Die US-Notenbank drossele ihre Anleihenkäufe von bisher USD 85 Mrd. pro Monat um 10 Milliarden. Bemerkenswert sei die Kommunikation gewesen, von der der Startschuss zum Tapering begleitet worden sei: Tempo und Ausmaß des Taperings würden an die wirtschaftliche Entwicklung angepasst und bei Bedarf revidiert.
Zudem sei die "Guidance" für den ersten Zinsschritt verändert worden: Das Erreichen einer Arbeitslosenquote von 6,5 Prozent werde nicht mehr der "Auslöser" für eine Leitzinserhöhung sein. Die US-Leitzinsen würden damit im Jahr 2014 aller Voraussicht nach auf ihrem extrem tiefen Niveau bleiben. Den Märkten werde auf diese Art und Weise kein kalter Entzug von Liquidität zugemutet, sondern die sanfte Variante ermöglicht.
Der wirtschaftliche Ausblick für 2014 habe sich weiter aufgehellt. Die allmähliche Wachstumsbeschleunigung finde unter Führung der USA statt und sei dort - beflügelt durch einen niedrigen Kurs des US-Dollars - derzeit eher exportlastig. Die jüngsten US-Arbeitsmarktdaten seien überzeugend ausgefallen. Die US-Arbeitslosenquote (aktuell 7,0 Prozent nach 7,3 Prozent im Vormonat) bewege sich weiter nach unten.
Die Verschiebung des Taperings habe im September und Oktober Druck von den Bondmärkten genommen - inzwischen würden die Renditen jedoch wieder ansteigen und würden weiter steigen. Die Experten würden dieser Erwartung durch eine deutliche Untergewichtung von Anleihen in ihren gemischten Portfolios Rechnung tragen.
Im Bewertungsvergleich von CHF-, USD- und EUR-Staatsanleihen seien langlaufende deutsche Bundesanleihen derzeit von ihrem fairen Wert am weitesten entfernt. Darin spiegle sich die Tatsache wider, dass viele Investoren den deutschen Bunds immer noch den Vorzug gegenüber Material der europäischen Peripherie geben würden.
Die Experten seien bei italienischen und spanischen Obligationen neutral gewichtet. Hochzinsanleihen hätten nochmals starken Zuspruch erhalten und seien mittlerweile sehr teuer. Weil die Mehrheit der Marktteilnehmer davon ausgehe, dass der Exit aus der expansiven Geldpolitik einigermaßen friktionslos über die Bühne gehen könnte ("beautiful deleveraging"), wolle derzeit noch niemand die Bond-Party verlassen.
Der Schweizer Franken sei gegen den Euro wieder in Richtung der Untergrenze von 1,20 CHF/EUR vorgerückt (aktuell EUR/CHF 1,2250) und sei damit - gemessen an der Kaufkraftparität - wieder sehr deutlich überbewertet. Die Experten würden seit geraumer Zeit beim Franken eine deutliche Short-Position einnehmen, die beibehalten werde. Bei der Shortposition JPY/USD würden Teilgewinne mitgenommen.
Der Dow Jones habe unmittelbar nach der Bekanntgabe des Taperings ein neues historisches Hoch erreicht. Die Märkte rund um den Globus seien mit grünen Vorzeichen gefolgt und hätten damit eine eher labile Phase beendet, die weite Teile des Monats Dezember geprägt habe. Viele Anleger würden motiviert sein, das neue Anlagejahr mit interessanten Anlageideen zu starten, mit welchen der derzeitige Schwung der US-Aktienmärkte mitgenommen werden könne. (30.12.2013/alc/a/a)


