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Geldpolitische Normalisierung sorgt für Regimewechsel an den Kapitalmärkten
18.02.22 09:45
Union Investment
Frankfurt (www.anleihencheck.de) - An den Kapitalmärkten wird die geldpolitische Normalisierung auch weiterhin für Turbulenzen sorgen. Davon ist Jens Wilhelm, im Vorstand von Union Investment zuständig für Portfoliomanagement und Immobilien, überzeugt.
"Die Börsen suchen nach einem neuen Gleichgewicht", habe er nach dem holprigen Jahresstart gesagt. "Die geldpolitische Wende und deren Wirkung auf Inflationserwartungen und den konjunkturellen Ausblick werden die Märkte dieses Jahr beschäftigen. Es wird eher ein schwankungsintensives Börsenjahr, daher ist aktives Management entscheidend für den Anlageerfolg." Auch wenn die Zuwächse geringer als im Vorjahr ausfallen dürften, so sei Wilhelm vor dem Hintergrund eines positiven Wachstumsausblicks insgesamt konstruktiv geblieben. Anlegern habe er vor allem Investments in Aktien und Rohstoffe empfohlen.
Die ersten Handelswochen 2022 hätten laut Wilhelm einen Vorgeschmack auf die bevorstehenden Monate gegeben. "Die hohe Inflation hält sich hartnäckiger als gedacht und zwingt die Zentralbanken zu schnellerem Handeln", habe er erläutert. Die überraschend zügige Einleitung der geldpolitischen Wende habe seit Jahresanfang zu spürbar anziehenden Renditen bei sicheren Staatsanleihen geführt.
"Für die Kapitalmärkte fehlt der Rückenwind der ultralockeren Geldpolitik der letzten Jahre. Darauf reagieren die Bewertungen auch bei anderen Anlageklassen wie Aktien sensibel." Als verlässliche Marktstütze hätten sich hingegen die robusten Konjunkturdaten sowie die solide Ertragslage der Unternehmen erwiesen. "Das Spannungsfeld zwischen guter Fundamentalentwicklung und steigenden Zinsen wird dieses Jahr weiter prägen", habe Wilhelm prognostiziert.
Anhaltende Unterstützung habe er von der Wachstumsseite erwartet. "Die Weltwirtschaft wächst weiter dynamisch und durchläuft gerade einen Hochdruckzyklus." In den Vereinigten Staaten dürfte das Bruttoinlandsprodukt 2022 um 3,7 Prozent zulegen, im Euroraum sogar um 4,1 Prozent. Damit sollten beide Wirtschaftsräume erneut über ihrer Potenzialrate wachsen. Entscheidend werde sein, wie rasch und vor allem wie weit die Zentralbanken die Zinsen nach oben schleusen müssten, um Inflationsgefahren im Griff zu behalten.
Der geldpolitische Zyklus habe zuletzt schneller gedreht als erwartet. An das neue geldpolitische Regime würden sich die Märkte gerade noch anpassen. "Die große Frage lautet, ob die Zentralbanken über das erwartete Maß hinaus straffen müssen, um vor die Kurve zu kommen und damit potenziell den Aufschwung gefährden", habe Wilhelm erklärt.
Seiner Ansicht nach dürften Entspannungen bei der Inflation im Jahresverlauf unter anderem durch eine abnehmende Lieferkettenproblematik dafür sorgen, dass sich der Zinserhöhungszyklus nicht weiter beschleunige. "Wir rechnen im September 2022 mit einem Stopp der EZB-Anleiheankäufe", habe er erläutert. "Nach elfeinhalb Jahren dürfte es im Dezember so weit sein, dass im Euroraum der Leitzins wieder steigt."
Etwas zügiger sollte die geldpolitische Normalisierung in den USA ablaufen. Dort rechne Wilhelm für 2022 mit insgesamt fünf Leitzinsanhebungen von jeweils 25 Basispunkten. Außerdem dürfte die US-Notenbank FED in der zweiten Jahreshälfte mit dem Abbau ihrer Bilanzsumme beginnen, indem sie fällig werdende Anleihen nicht reinvestiere. "Mit einer solchen geldpolitischen Normalisierung können die Kapitalmärkte gut umgehen, zumal die Geldpolitik damit dann immer noch historisch locker bliebe", habe Wilhelm seine Erwartung zusammengefasst.
"Die aktuell hohe Teuerung ist auch auf eine Mischung aus coronabedingten Sonderfaktoren und hohen Energiepreisen zurückzuführen. Der Preisdruck wird aber nicht dauerhaft so stark bleiben, sondern zunächst wieder abnehmen", habe Wilhelm gemeint. Allerdings rechne er nicht mit Rückgängen auf alte Niveaus. "Wir werden uns nach dem Ende der Corona-Pandemie an eine etwas höhere Inflation gewöhnen müssen." Für die Eurozone erwarte Wilhelm einen Anstieg des Verbraucherpreisindex um 4,5 Prozent im Jahresdurchschnitt, gefolgt von nur noch 1,7 Prozent 2023. Für Deutschland habe er Werte von 4,3 Prozent (2022) beziehungsweise 2,0 Prozent (2023) prognostiziert.
An den Kapitalmärkten sei Wilhelm von einer Fortsetzung des Trends anziehender Renditen bei sicheren Anleihen ausgegangen. "Wir rechnen mit weiter steigenden Renditen in den 'sicheren Häfen', aber nicht mehr im Tempo der vergangenen Wochen." Ende 2022 erwarte der Kapitalmarktstratege bei zehnjährigen Bundesanleihen Renditen von 0,35 Prozent, bei laufzeitgleichen US-Treasuries Renditen von 2,1 Prozent.
"Mit sicheren Anleihen lassen sich 2022 keine positiven Realrenditen erwirtschaften", habe Wilhelm gefolgert und deshalb den Anlegern geraten, sich nach Alternativen umzuschauen. Anleihen aus der Euro-Peripherie halte er dabei nur noch für bedingt aussichtsreich. "Die wirtschaftliche und politische Entwicklung ist gut, aber die Renditen stehen durch den Rückzug der EZB als Käufer vom Anleihemarkt unter Aufwärtsdruck", habe er erklärt.
Das Segment der Unternehmensanleihen stehe im Spannungsfeld von weiterhin hoher Kreditqualität und den Anpassungsschmerzen gegenüber einem geänderten geldpolitischen Regime mit abnehmender Liquidität. An den Kreditmärkten gelte es, zukünftig noch selektiver vorzugehen. Interessant scheinen ausgesuchte kurzlaufende hochverzinsliche Papiere und Anleihen aus Regionen, in denen der Zinserholungszyklus bereits weit fortgeschritten ist, so die Experten von Union Investment. "Für risikobereite Investoren bietet Osteuropa interessante Möglichkeiten", habe Wilhelm ein Beispiel genannt.
Die größten Chancen sehe Wilhelm weiter bei Aktien und Rohstoffen. "Die Berichtssaison hat die robuste Gewinndynamik erneut bestätigt. Fundamental ist der Aktienmarkt in einer guten Verfassung", habe er gesagt. Aber: "Steigende Zinsen setzen die Bewertungen unter Druck und begrenzen das Kurspotenzial." Mit Blick auf Stile, Regionen und Branchen habe er zu einem balancierten Ansatz geraten. "Die Attraktivitätsunterschiede zwischen Value und Growth beginnen sich zu nivellieren", habe Wilhelm konkretisiert. "Aktives Stock-Picking bleibt entscheidend für den Anlageerfolg, denn am Ende kommt es auf die Situation des jeweiligen Unternehmens an." Besondere Chancen sehe Wilhelm bei Unternehmen mit Geschäftsmodellen, die von der nachhaltigen Transformation profitieren würden. "Dieser Megatrend steht erst am Anfang und wird erhebliche Gewinnpotenziale eröffnen", sei er überzeugt.
Die Wirkungen dieses "grünen Umbaus" der Volkswirtschaften sehe Wilhelm nicht auf Aktien begrenzt. Auch die benötigten Rohstoffe dürften weiter zulegen, insbesondere die von einigen Industriemetallen. Gerade der Umstieg von Verbrennern auf Elektromotoren in der Automobilindustrie wirke sich hier deutlich aus. "Für ein Elektrofahrzeug werden ganz andere Metalle gebraucht als für einen klassischen Verbrenner. Die Nachfrage nach Kupfer und Nickel sollte daher in den kommenden Jahren gut unterstützt bleiben." Gleichzeitig hätten viele Rohstofffirmen in den letzten Jahren Investitionen deutlich zurückgefahren, und das Angebot habe sich verknappt. "Die Mischung aus angestiegener Nachfrage und stagnierendem Angebot führt zu Marktdefiziten und Preiszuwächsen bei vielen Rohstoffen. Diese Situation wird auch 2022 anhalten", habe Wilhelm erläutert.
Immobilien halte der Kapitalmarktstratege angesichts des insgesamt weiter robusten konjunkturellen Ausblicks und des niedrigen Zinsniveaus nach wie vor für einen wichtigen Baustein im Depot. Im laufenden Jahr erwarte er eine Fortsetzung der Erholung von den Folgen der Pandemie, sowohl bei den Investment- als auch bei den Vermietungsmärkten. "Es bieten sich in den besonders pandemiebetroffenen Sparten Chancen, zum Beispiel im Hotelbereich. Gerade hier gilt es aber, auf die Krisenresilienz der Objekte zu achten", habe er gemeint. In diesem Zusammenhang habe Wilhelm außerdem auf die anhaltende Robustheit von Wohnimmobilien verwiesen, die von den Verwerfungen der Pandemie kaum betroffen gewesen seien. "Nicht nur der deutschsprachige Raum, auch das restliche europäische Ausland sowie die USA sind interessante Wohnimmobilienmärkte", habe er gesagt.
"Das komplexe Wechselspiel zwischen Pandemie, Wachstum und Inflation sowie Notenbanken sorgt weiter für Volatilität", habe er analysiert und rechne für 2022 mit schwankungsanfälligen Börsen. Und für die Zeit nach dem Übergang prognostiziere der Kapitalmarktstratege: "Das Post-Corona-Zeitalter wird sich von den vergangenen Kapitalmarktjahren deutlich unterscheiden. Wir werden mit anderen geopolitischen, wirtschaftlichen und geldpolitischen Bedingungen konfrontiert werden, die bei erhöhter Volatilität mehr Aktivität und Flexibilität in den Anlageentscheidungen erfordern", habe Wilhelm geschlossen. (Ausgabe vom 17.02.2022) (18.02.2022/alc/a/a)
"Die Börsen suchen nach einem neuen Gleichgewicht", habe er nach dem holprigen Jahresstart gesagt. "Die geldpolitische Wende und deren Wirkung auf Inflationserwartungen und den konjunkturellen Ausblick werden die Märkte dieses Jahr beschäftigen. Es wird eher ein schwankungsintensives Börsenjahr, daher ist aktives Management entscheidend für den Anlageerfolg." Auch wenn die Zuwächse geringer als im Vorjahr ausfallen dürften, so sei Wilhelm vor dem Hintergrund eines positiven Wachstumsausblicks insgesamt konstruktiv geblieben. Anlegern habe er vor allem Investments in Aktien und Rohstoffe empfohlen.
Die ersten Handelswochen 2022 hätten laut Wilhelm einen Vorgeschmack auf die bevorstehenden Monate gegeben. "Die hohe Inflation hält sich hartnäckiger als gedacht und zwingt die Zentralbanken zu schnellerem Handeln", habe er erläutert. Die überraschend zügige Einleitung der geldpolitischen Wende habe seit Jahresanfang zu spürbar anziehenden Renditen bei sicheren Staatsanleihen geführt.
"Für die Kapitalmärkte fehlt der Rückenwind der ultralockeren Geldpolitik der letzten Jahre. Darauf reagieren die Bewertungen auch bei anderen Anlageklassen wie Aktien sensibel." Als verlässliche Marktstütze hätten sich hingegen die robusten Konjunkturdaten sowie die solide Ertragslage der Unternehmen erwiesen. "Das Spannungsfeld zwischen guter Fundamentalentwicklung und steigenden Zinsen wird dieses Jahr weiter prägen", habe Wilhelm prognostiziert.
Anhaltende Unterstützung habe er von der Wachstumsseite erwartet. "Die Weltwirtschaft wächst weiter dynamisch und durchläuft gerade einen Hochdruckzyklus." In den Vereinigten Staaten dürfte das Bruttoinlandsprodukt 2022 um 3,7 Prozent zulegen, im Euroraum sogar um 4,1 Prozent. Damit sollten beide Wirtschaftsräume erneut über ihrer Potenzialrate wachsen. Entscheidend werde sein, wie rasch und vor allem wie weit die Zentralbanken die Zinsen nach oben schleusen müssten, um Inflationsgefahren im Griff zu behalten.
Der geldpolitische Zyklus habe zuletzt schneller gedreht als erwartet. An das neue geldpolitische Regime würden sich die Märkte gerade noch anpassen. "Die große Frage lautet, ob die Zentralbanken über das erwartete Maß hinaus straffen müssen, um vor die Kurve zu kommen und damit potenziell den Aufschwung gefährden", habe Wilhelm erklärt.
Seiner Ansicht nach dürften Entspannungen bei der Inflation im Jahresverlauf unter anderem durch eine abnehmende Lieferkettenproblematik dafür sorgen, dass sich der Zinserhöhungszyklus nicht weiter beschleunige. "Wir rechnen im September 2022 mit einem Stopp der EZB-Anleiheankäufe", habe er erläutert. "Nach elfeinhalb Jahren dürfte es im Dezember so weit sein, dass im Euroraum der Leitzins wieder steigt."
"Die aktuell hohe Teuerung ist auch auf eine Mischung aus coronabedingten Sonderfaktoren und hohen Energiepreisen zurückzuführen. Der Preisdruck wird aber nicht dauerhaft so stark bleiben, sondern zunächst wieder abnehmen", habe Wilhelm gemeint. Allerdings rechne er nicht mit Rückgängen auf alte Niveaus. "Wir werden uns nach dem Ende der Corona-Pandemie an eine etwas höhere Inflation gewöhnen müssen." Für die Eurozone erwarte Wilhelm einen Anstieg des Verbraucherpreisindex um 4,5 Prozent im Jahresdurchschnitt, gefolgt von nur noch 1,7 Prozent 2023. Für Deutschland habe er Werte von 4,3 Prozent (2022) beziehungsweise 2,0 Prozent (2023) prognostiziert.
An den Kapitalmärkten sei Wilhelm von einer Fortsetzung des Trends anziehender Renditen bei sicheren Anleihen ausgegangen. "Wir rechnen mit weiter steigenden Renditen in den 'sicheren Häfen', aber nicht mehr im Tempo der vergangenen Wochen." Ende 2022 erwarte der Kapitalmarktstratege bei zehnjährigen Bundesanleihen Renditen von 0,35 Prozent, bei laufzeitgleichen US-Treasuries Renditen von 2,1 Prozent.
"Mit sicheren Anleihen lassen sich 2022 keine positiven Realrenditen erwirtschaften", habe Wilhelm gefolgert und deshalb den Anlegern geraten, sich nach Alternativen umzuschauen. Anleihen aus der Euro-Peripherie halte er dabei nur noch für bedingt aussichtsreich. "Die wirtschaftliche und politische Entwicklung ist gut, aber die Renditen stehen durch den Rückzug der EZB als Käufer vom Anleihemarkt unter Aufwärtsdruck", habe er erklärt.
Das Segment der Unternehmensanleihen stehe im Spannungsfeld von weiterhin hoher Kreditqualität und den Anpassungsschmerzen gegenüber einem geänderten geldpolitischen Regime mit abnehmender Liquidität. An den Kreditmärkten gelte es, zukünftig noch selektiver vorzugehen. Interessant scheinen ausgesuchte kurzlaufende hochverzinsliche Papiere und Anleihen aus Regionen, in denen der Zinserholungszyklus bereits weit fortgeschritten ist, so die Experten von Union Investment. "Für risikobereite Investoren bietet Osteuropa interessante Möglichkeiten", habe Wilhelm ein Beispiel genannt.
Die größten Chancen sehe Wilhelm weiter bei Aktien und Rohstoffen. "Die Berichtssaison hat die robuste Gewinndynamik erneut bestätigt. Fundamental ist der Aktienmarkt in einer guten Verfassung", habe er gesagt. Aber: "Steigende Zinsen setzen die Bewertungen unter Druck und begrenzen das Kurspotenzial." Mit Blick auf Stile, Regionen und Branchen habe er zu einem balancierten Ansatz geraten. "Die Attraktivitätsunterschiede zwischen Value und Growth beginnen sich zu nivellieren", habe Wilhelm konkretisiert. "Aktives Stock-Picking bleibt entscheidend für den Anlageerfolg, denn am Ende kommt es auf die Situation des jeweiligen Unternehmens an." Besondere Chancen sehe Wilhelm bei Unternehmen mit Geschäftsmodellen, die von der nachhaltigen Transformation profitieren würden. "Dieser Megatrend steht erst am Anfang und wird erhebliche Gewinnpotenziale eröffnen", sei er überzeugt.
Die Wirkungen dieses "grünen Umbaus" der Volkswirtschaften sehe Wilhelm nicht auf Aktien begrenzt. Auch die benötigten Rohstoffe dürften weiter zulegen, insbesondere die von einigen Industriemetallen. Gerade der Umstieg von Verbrennern auf Elektromotoren in der Automobilindustrie wirke sich hier deutlich aus. "Für ein Elektrofahrzeug werden ganz andere Metalle gebraucht als für einen klassischen Verbrenner. Die Nachfrage nach Kupfer und Nickel sollte daher in den kommenden Jahren gut unterstützt bleiben." Gleichzeitig hätten viele Rohstofffirmen in den letzten Jahren Investitionen deutlich zurückgefahren, und das Angebot habe sich verknappt. "Die Mischung aus angestiegener Nachfrage und stagnierendem Angebot führt zu Marktdefiziten und Preiszuwächsen bei vielen Rohstoffen. Diese Situation wird auch 2022 anhalten", habe Wilhelm erläutert.
Immobilien halte der Kapitalmarktstratege angesichts des insgesamt weiter robusten konjunkturellen Ausblicks und des niedrigen Zinsniveaus nach wie vor für einen wichtigen Baustein im Depot. Im laufenden Jahr erwarte er eine Fortsetzung der Erholung von den Folgen der Pandemie, sowohl bei den Investment- als auch bei den Vermietungsmärkten. "Es bieten sich in den besonders pandemiebetroffenen Sparten Chancen, zum Beispiel im Hotelbereich. Gerade hier gilt es aber, auf die Krisenresilienz der Objekte zu achten", habe er gemeint. In diesem Zusammenhang habe Wilhelm außerdem auf die anhaltende Robustheit von Wohnimmobilien verwiesen, die von den Verwerfungen der Pandemie kaum betroffen gewesen seien. "Nicht nur der deutschsprachige Raum, auch das restliche europäische Ausland sowie die USA sind interessante Wohnimmobilienmärkte", habe er gesagt.
"Das komplexe Wechselspiel zwischen Pandemie, Wachstum und Inflation sowie Notenbanken sorgt weiter für Volatilität", habe er analysiert und rechne für 2022 mit schwankungsanfälligen Börsen. Und für die Zeit nach dem Übergang prognostiziere der Kapitalmarktstratege: "Das Post-Corona-Zeitalter wird sich von den vergangenen Kapitalmarktjahren deutlich unterscheiden. Wir werden mit anderen geopolitischen, wirtschaftlichen und geldpolitischen Bedingungen konfrontiert werden, die bei erhöhter Volatilität mehr Aktivität und Flexibilität in den Anlageentscheidungen erfordern", habe Wilhelm geschlossen. (Ausgabe vom 17.02.2022) (18.02.2022/alc/a/a)


