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Geldmarkt: September im Zeichen der Zentralbanken
01.09.16 12:18
Saxo Bank
Kopenhagen (www.anleihencheck.de) - Mit rund 30 Zentralbank-Treffen auf der Agenda wird der September ein turbulenter Monat für Investoren. Seit der letzten öffentlichen Erklärung der Bank of England hat das monatliche globale Volumen von QE-Programmen fast 200 Milliarden US-Dollar erreicht. Das entspricht dem jährlichen Bruttoinlandsprodukt von Portugal 2015, sagt Christopher Dembik, Volkswirt bei der Saxo Bank.
Oft sei gemunkelt und diskutiert worden; mittlerweile sei unbegrenztes Quantitative Easing längst Realität. Die globalen Kreditkonditionen seien noch nie so locker gewesen, angesichts einer durchschnittlichen Rendite für globale Staatsanleihen um 0,7 Prozent.
Das Treffen des Federal Open Market Comitees am 20. und 21. September sei mit Sicherheit das wichtigste geldpolitische Ereignis des Monats. "Die Voraussetzungen für eine Zinserhöhung sind eindeutig gegeben. Die letztliche Entscheidung der Zentralbank wird allerdings von einigen noch zu veröffentlichenden Konjunkturdaten aus dem August abhängen", sage Dembik. Hierzu zähle insbesondere der Nonfarm Payroll-Bericht vom 2. September, der das Momentum des US-Arbeitsmarkts bestätigen könne. "Laut Bloomberg erwartet rund die Hälfte der Investoren eine Zinserhöhung bis Ende des Jahres", sage Dembik.
Im Falle einer US-Zinsanhebung würde dies die geldpolitische Kluft zwischen den USA und dem Euroraum weiter vergrößern. "Das könnte die Aufmerksamkeit der Anleger umso mehr auf den US-Dollar lenken", sage Dembik.
Die EZB würde in diesem Monat neue ökonomische Daten vorlegen, die verdeutlichten, dass wirtschaftliche Risiken weiter vorhanden seien. Das würde die Zentralbank darin bestärken, ihr Anleihenkaufprogramm auf ihrem Treffen am 8. September anzupassen. "Das Ausgangsszenario wäre, dass die EZB ihr Programm um sechs bis neun Monate verlängert und ihr Ausgabelimit auf 50 Prozent erhöht", sage Dembik abschließend. (01.09.2016/alc/a/a)
Oft sei gemunkelt und diskutiert worden; mittlerweile sei unbegrenztes Quantitative Easing längst Realität. Die globalen Kreditkonditionen seien noch nie so locker gewesen, angesichts einer durchschnittlichen Rendite für globale Staatsanleihen um 0,7 Prozent.
Im Falle einer US-Zinsanhebung würde dies die geldpolitische Kluft zwischen den USA und dem Euroraum weiter vergrößern. "Das könnte die Aufmerksamkeit der Anleger umso mehr auf den US-Dollar lenken", sage Dembik.
Die EZB würde in diesem Monat neue ökonomische Daten vorlegen, die verdeutlichten, dass wirtschaftliche Risiken weiter vorhanden seien. Das würde die Zentralbank darin bestärken, ihr Anleihenkaufprogramm auf ihrem Treffen am 8. September anzupassen. "Das Ausgangsszenario wäre, dass die EZB ihr Programm um sechs bis neun Monate verlängert und ihr Ausgabelimit auf 50 Prozent erhöht", sage Dembik abschließend. (01.09.2016/alc/a/a)


