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Geldmarkt: Deutsche Bank erwartet eine Anhebung durch die FED und keine durch die EZB


20.02.19 10:45
Deutsche Bank

Frankfurt (www.anleihencheck.de) - Die Zahlen zum chinesischen Kreditwachstum sind zuletzt etwas untergegangen, sollen aber nicht verschwiegen werden, so die Deutsche Bank AG in einer aktuellen Ausgabe "MÄRKTE am Morgen".

Nachdem sich die Kreditvergabe in China mehrere Monate in Folge rückläufig gezeigt habe, sei sie im Januar überraschend stark angestiegen. Nun seien chinesische Daten aus dem Januar und Februar wegen des chinesischen Neujahrsfestes und der damit verbundenen Vorzieh- und Verschiebungseffekte immer mit Vorsicht zu genießen. Dennoch könnte dies die lange erwartete Trendwende einleiten. Verbesserte Kreditwachstumszahlen würden sich normalerweise mit etwas Verzögerung auch bei den Stimmungsindikatoren der chinesischen Wirtschaft niederschlagen und könnten daher den Euro gegenüber dem US-Dollar stützen. Denn die Wirtschaft der Eurozone sei wesentlich stärker mit der chinesischen Konjunktur verbunden als die US-amerikanische, was man schon daran erkennen könne, dass China fast doppelt so viele Waren aus der EU importiere wie aus den USA.

Die eingepreisten Erwartungen am Geldmarkt könnten hingegen eher für den US-Dollar sprechen. Denn während der Terminkontraktmarkt aktuell mit einer Wahrscheinlichkeit von zehn Prozent eine US-Leitzinssenkung in diesem Jahr einpreise, werde in der Eurozone mit fast 20 Prozent eine Anhebung erwartet. Kommt es wie von der Deutschen Bank erwartet anders (eine Anhebung durch die FED und keine durch die EZB), würde der Dollar Rückenwind erhalten. (20.02.2019/alc/a/a)