Geht die Talfahrt beim Bitcoin kontinuierlich weiter?


29.06.18 15:30
anleihencheck.de

(Bild: Pixabay)

Bad Marienberg (www.anleihencheck.de) - Treue Bitcoin-Investoren brauchten schon immer starke Nerven, doch in 2018 werden diese besonders intensiv strapaziert. Ging es in den letzten Jahren und vor allem 2017 für die Kryptowährung steil bergauf, so scheint es, als ob die Bitcoin ihren Zenit überschritten haben. Einen erneuten schweren Einbruch erlebte die Digitalwährung am letzten Sonntag, als sie binnen weniger Stunden über zehn Prozent ihres Wertes einbüßte. Im Gleichschritt erlitten am 10. Juni auch andere Kryptowährungen wie Ethereum und Litecoin mit Abschlägen von zehn bis zwanzig Prozent massive Kursverluste.

Wer sein Kapital anstatt in Kryptowährungen da lieber in konservativere Anlageformen wie Aktien, Fonds oder Anleihen sowie Devisen und Rohstoffe investieren möchte, kommt bei einem Onlinebroker wie Weiss Finance gut zum Zuge. Die Möglichkeit zum Abschluss von Kauf- oder Verkaufsorders mit nur wenigen Klicks ermöglicht es Anlegern in Echtzeit, auf aktuelle Marktgegebenheiten zu reagieren und auf diese Weise Gewinnchancen leicht wahrzunehmen. Sollten sich Bitcoin und Co. mittelfristig wieder als attraktive Option herauskristallisieren, wäre eine Umschichtung des Portfolios ebenso rasch möglich.

Doch vorerst sieht es nicht danach aus, als ob die Kurse der unterschiedlichen Anbieter von Kryptogeld wieder Fahrt aufnehmen. Wie Bitcoin haben auch viele seiner Wettbewerber seit Ihrem Allzeithoch Ende 2017 oder Anfang des Jahres die Hälfte und mehr ihres Wertes eingebüßt. Das Krypto-Schwergewicht Bitcoin wurde dabei besonders in Mitleidenschaft gezogen, denn gegenüber Dezember 2017 hat die Währung annähernd 70 Prozent verloren. Wurde die Kryptowährung am 18.12. für 18.940 US-Dollar gehandelt, dümpelt der aktuelle Kurs bei nur noch etwa 7.600 US-Dollar. Die gesamte Marktkapitalisierung der verschiedenen Kryptowährungen schrumpfte auf diese Weise in nur sechs Monaten von über 800 Milliarden US-Dollar auf lediglich 300 Milliarden zusammen.

Es gibt viele Gründe für die Kursverluste


Die Gründe für den Niedergang sind vielfältig - und sollten in ihrer Gesamtheit auch die treuesten Anhänger nachdenklich stimmen. So sind die Finanzbehörden vieler Staaten inzwischen bemüht, dem Handel mit Bitcoin-Produkten einen Riegel vorzuschieben. Die Befürchtung der staatlichen Stellen ist, dass derartige Produkte kaum überwacht und somit Missbrauch und Betrug Tür und Tor geöffnet werden könnte. Zudem wird die Branche immer wieder von gravierenden Sicherheitsproblemen heimgesucht. So wurden an der südkoreanischen Krypto-Börse Coinrail am letzten Wochenende circa 30 Prozent der gehandelten digitalen Währungseinheiten gestohlen. Insider beziffern den Wert auf über 30 Millionen Euro, um den viele tausend Anleger betrogen wurden. Derartige Hockerangriffe stellen eine ernste Bedrohung für die Branche dar, stellen sie doch Zuverlässigkeit und Seriosität des gesamten Systems ernsthaft in Frage.

Auch schlechte Nachrichten tragen zu den hohen Verlusten bei. Waren es Anfangs die erwähnten Bestrebungen einzelner Länder wie China, Südkorea oder Russland hinsichtlich einer Beschränkung der Kryptowährungen, kamen später immer mehr Bedenken und Warnungen von Wirtschaftsexperten oder staatlichen Stellen hinzu, die die Trag- und Zukunftsfähigkeit der digitalen Assets in Zweifel zogen. Presseberichte über die Verwicklung der Kryptowährungen in illegale Aktivitäten wie Schmuggel oder Drogenhandel taten ihr übriges. Für den jüngsten Abschlag sind zudem Nachrichten verantwortlich, nach denen die amerikanischen Regulierungsbehörde CFTC und das US-Justizministerium gegen die Bitcoin-Börsen BitStamp, Kraken, Coinbase und Itbit Ermittlungen aufgenommen haben. Die Vorwürfe richten sich demnach gegen die Lieferung von keinen oder nur unzureichenden Handelsdaten seitens der Börsen, was den Bitcoin-Kurs maßgeblich beeinflusst hätte.

Erschwerend kommt hinzu, dass sich immer mehr Investoren der ersten Stunde aus den Bitcoin zurückziehen. Diese Pioniere, die bereits vor Jahren in Bitcoin investiert haben und im Zuge ihres kometenhaften Aufstiegs Millionen oder gar Milliarden verdient hatten, sind zumindest teilweise längst aus der digitalen Währung ausgestiegen. Wie so häufig sind es deshalb die kleineren Anleger, die die Verluste zu tragen haben. Es ist derzeit nicht abzusehen, ob sie diese jemals wieder wettmachen können. (29.06.2018/alc/a/a)







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