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Gefallene Engel beflügeln Hochzinsmarkt
26.06.20 12:45
Legg Mason
Baltimore (www.anleihencheck.de) - Die Zahl der Anleihe-Emittenten, die ihr Investment-Grade-Rating verlieren, übersteigt 2020 alles bisher Dagewesene, doch während Investment-Grade-Indices unter den Abstufungen leiden, können Hochzinsanleihen profitieren, weiß Thomas V. McMahon, Senior Product Manager bei der Legg Mason-Boutique Western Asset.
"Allein während der vergangenen drei Monate hat die Ratingagentur Moody's 600 Abstufungen vorgenommen. Zum Vergleich waren es im selben Zeitraum 2019 und 2018 im Mittel nur vierzig", erkläre der Anleihe-Experte.
Wie McMahon erwarte, dürfte sich dieser Trend so schnell auch nicht umkehren. Vielmehr könnten weitere Unternehmen aus dem Investment-Grade-Umfeld abgestuft werden. "Aktuell sehen wir Investment-Grade-Titel der niedrigen Rating-Kategorie im Umfang von rund 970 Milliarden US-Dollar. Davon haben Titel mit einem Gesamtvolumen von 466 Milliarden US-Dollar einen negativen Ausblick", so McMahon.
Für Anleiheinvestoren sei der eingeschlagene Trend auf dem Markt weder eindeutig negativ noch klar positiv. Es komme auf die Strategie an, um auch unter gegebenen Bedingungen am Markt attraktive Renditen erzielen zu können. Bei Western Asset verweise man darauf, dass allein die "gefallenen Engel" des Jahres 2020 die Performance der wichtigsten US-Indices für Investment-Grade-Anleihen deutlich geschmälert hätten. So habe der Bloomberg Barclays US Corporate Index im Zuge der Downgrades 64 Basispunkte und der BBB Corporate Index sogar 117 Basispunkte verloren.
"Trotzdem hat die negative Entwicklung auch eine positive Seite: Inzwischen wurde die Gruppe der Hochzinsanleihen um illustre Emittenten wie etwa Ford, Anadarko oder Western Gas erweitert", so McMahon. "Dies hat bei Indices auf Hochzinsanleihen zu positiven Entwicklungen geführt." So habe der Bloomberg Barclays US High Yield Index seit Ende März um 280 Basispunkte zugelegt. Verantwortlich dafür seien rund 90 Milliarden Dollar gewesen, die durch "gefallene Engel" in den Index geflossen seien.
Wie McMahon beobachtet habe, hätten viele Asset-Manager in den Monaten seit März nicht von dieser Entwicklung profitieren können. Der Grund: Aufgrund geringer Cash-Positionen sei es vielen Marktteilnehmern im Hoch-Risiko-Umfeld der Monate April und Mai nicht möglich gewesen, ihr Engagement in Hochzinsanleihen aufzustocken. "Während dieser schweren Marktphase hatten alle Investoren einen Vorteil, die seit jeher mit einem holistischen Ansatz in Investment-Grade-Titel und Hochzinsanleihen investieren", betone McMahon und verweise auf die Erfahrungen bei Western Asset. "Wenn Analystenteams im Falle von Herabstufungen eng verzahnt agieren, können sich Asset-Manager kurzfristige Marktineffizienzen zunutze machen." (26.06.2020/alc/a/a)
"Allein während der vergangenen drei Monate hat die Ratingagentur Moody's 600 Abstufungen vorgenommen. Zum Vergleich waren es im selben Zeitraum 2019 und 2018 im Mittel nur vierzig", erkläre der Anleihe-Experte.
Für Anleiheinvestoren sei der eingeschlagene Trend auf dem Markt weder eindeutig negativ noch klar positiv. Es komme auf die Strategie an, um auch unter gegebenen Bedingungen am Markt attraktive Renditen erzielen zu können. Bei Western Asset verweise man darauf, dass allein die "gefallenen Engel" des Jahres 2020 die Performance der wichtigsten US-Indices für Investment-Grade-Anleihen deutlich geschmälert hätten. So habe der Bloomberg Barclays US Corporate Index im Zuge der Downgrades 64 Basispunkte und der BBB Corporate Index sogar 117 Basispunkte verloren.
"Trotzdem hat die negative Entwicklung auch eine positive Seite: Inzwischen wurde die Gruppe der Hochzinsanleihen um illustre Emittenten wie etwa Ford, Anadarko oder Western Gas erweitert", so McMahon. "Dies hat bei Indices auf Hochzinsanleihen zu positiven Entwicklungen geführt." So habe der Bloomberg Barclays US High Yield Index seit Ende März um 280 Basispunkte zugelegt. Verantwortlich dafür seien rund 90 Milliarden Dollar gewesen, die durch "gefallene Engel" in den Index geflossen seien.
Wie McMahon beobachtet habe, hätten viele Asset-Manager in den Monaten seit März nicht von dieser Entwicklung profitieren können. Der Grund: Aufgrund geringer Cash-Positionen sei es vielen Marktteilnehmern im Hoch-Risiko-Umfeld der Monate April und Mai nicht möglich gewesen, ihr Engagement in Hochzinsanleihen aufzustocken. "Während dieser schweren Marktphase hatten alle Investoren einen Vorteil, die seit jeher mit einem holistischen Ansatz in Investment-Grade-Titel und Hochzinsanleihen investieren", betone McMahon und verweise auf die Erfahrungen bei Western Asset. "Wenn Analystenteams im Falle von Herabstufungen eng verzahnt agieren, können sich Asset-Manager kurzfristige Marktineffizienzen zunutze machen." (26.06.2020/alc/a/a)


