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Für die EZB ist die Bank of Japan keine Mahnung
01.12.14 10:36
fairesearch
Frankfurt (www.anleihencheck.de) - Das BIP ist in Japan im 3. Quartal 2014 um 0,4 und im 2. Quartal 2014 um 1,9% gegenüber dem Vorquartal geschrumpft, so Dr. Eberhardt Unger von "fairesearch".
Im Vergleich zum Vorjahr sei das BIP um real 1,6% niedriger ausgefallen Die nach dem Ministerpräsident Shinzo Abe benannten "Abenomics" seien gescheitert. Eine lockere Geldpolitik, äußerst umfangreiche kreditfinanzierte Konjunkturprogramme und eine Abschwächung des Japanischen Yen hätten die Volkswirtschaft nicht auf einen sich selbst tragenden Aufschwung gebracht. Seit dem Platzen der Aktien- und Immobilienblase in 1990 befinde sich Japan in der Flaute. Geld- und Fiskalpolitik würden ohne Strukturreformen wirkungslos bleiben.
In Westeuropa seien sehr große Hoffnungen auf ein Gelingen des japanischen Experiments gesetzt worden. Einige Regierungen hätten Regierungschef Abe und seine Politik bewundert und beneidet, warum das nicht in der Eurozone durchzusetzen sei. Meist sei die Schuld an der Flaute in Europa der EZB zugeschoben worden. Doch ZIRP und QE sowie Rekordschulden gebe es inzwischen auch hier. Japan könne seinen Staatshaushalt nur zur Hälfte aus Steuereinnahmen finanzieren, die andere Hälfte werde über Staatsanleihen gedeckt, die von der Notenbank aufgenommen würden. Einen ausgeglichenen Haushalt könne Japan nicht vor 2020 erhoffen.
Wie sehr sich die Situationen in Japan und der Eurozone doch gleichen würden. Auch hier werde nur auf die Geld- und Fiskalpolitik geachtet. Deregulierungen und Strukturreformen könnten nicht durchgesetzt werden. Der Euro werde bewusst schwach geredet.
Die Erfahrungen in Japan sollten für Europas Politiker ein Warnruf sein. Die EZB-Geldpolitik allein werde das Problem der schwachen Wirtschaftsentwicklung nicht lösen. Beherzte Wirtschaftsreformen seien gefragt. (01.12.2014/alc/a/a)
Im Vergleich zum Vorjahr sei das BIP um real 1,6% niedriger ausgefallen Die nach dem Ministerpräsident Shinzo Abe benannten "Abenomics" seien gescheitert. Eine lockere Geldpolitik, äußerst umfangreiche kreditfinanzierte Konjunkturprogramme und eine Abschwächung des Japanischen Yen hätten die Volkswirtschaft nicht auf einen sich selbst tragenden Aufschwung gebracht. Seit dem Platzen der Aktien- und Immobilienblase in 1990 befinde sich Japan in der Flaute. Geld- und Fiskalpolitik würden ohne Strukturreformen wirkungslos bleiben.
Wie sehr sich die Situationen in Japan und der Eurozone doch gleichen würden. Auch hier werde nur auf die Geld- und Fiskalpolitik geachtet. Deregulierungen und Strukturreformen könnten nicht durchgesetzt werden. Der Euro werde bewusst schwach geredet.
Die Erfahrungen in Japan sollten für Europas Politiker ein Warnruf sein. Die EZB-Geldpolitik allein werde das Problem der schwachen Wirtschaftsentwicklung nicht lösen. Beherzte Wirtschaftsreformen seien gefragt. (01.12.2014/alc/a/a)


