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Freundliches Marktumfeld für Schwellenländeranleihen
15.06.21 10:45
Union Investment
Frankfurt (www.anleihencheck.de) - An den Rentenmärkten der Schwellenländer (Emerging Markets) waren im Mai Kurszuwächse zu beobachten, so die Experten von Union Investment.
Gemessen am JP Morgan EMBI Global Diversified-Index habe der in Euro und US-Dollar denominierte Gesamtmarkt ein Plus in Höhe von 1,1 Prozent verbucht. Dabei hätten weiter steigende Rohstoffpreise bei gleichzeitig seitwärtsverlaufenden US-Renditen für Unterstützung gesorgt. Nach den ereignisreichen Vormonaten hätten US-Staatsanleihen zuletzt in einer vergleichsweise engen Handelsspanne seitwärts gehandelt. Der US-Notenbank FED sei es gelungen, trotz guter Konjunkturdaten und anziehender Inflationserwartungen das Zinsniveau zu stabilisieren.
Positive Impulse seien zudem auch von den anhaltenden Mittelzuflüssen in die Anlageklasse ausgegangen. In Konsequenz habe sich der Spread auf Indexebene gegenüber den als sicher geltenden US-Staatsanleihen um sechs auf 333 Basispunkte eingeengt, wobei im High Yield-Bereich die Spreadeinengung stärker ausgefallen sei. Die Lage am Primärmarkt sei hingegen ruhig gewesen. Im Bereich der Staatsanleihen hätten Chile, Russland und die Vereinigen Arabischen Emirate zu den wenigen Emittenten gehört. Auf der Unternehmensanleiheseite sei die Platzierungsaktivität zwar höher ausgefallen, diese sei aber im Vergleich zum Vormonat ebenfalls abgeflacht.
Die Auswirkungen idiosynkratischer Risiken seien weitgehend regional begrenzt geblieben, wie beispielsweise in Belarus. Wegen drohender zusätzlicher Sanktionen gegen Belarus im Zusammenhang mit der Umleitung eines Verkehrsflugzeuges hätten sich Investoren aus Anleihen und der Währung des Landes zurückgezogen. Die Verkäufe belarussischer Bonds hätten die Rendite der bis 2031 laufenden Titel auf 7,74 Prozent getrieben. Zu Beginn des Monats habe sie noch rund 1,7 Prozentpunkte tiefer gelegen. Parallel dazu habe sich der Dollar auf 2,53 Belarussische Rubel verteuert. Für den Fall weiterer Sanktionen sei ratingseitig eine Herabstufung der Bonität von Belarus signalisiert worden.
Indes sei die Türkische Lira gegenüber dem US-Dollar auf ein neues Rekordtief gefallen. Im Tief hätten für einen Dollar 8,56 Lira bezahlt werden müssen. Beobachter hätten als Grund erneute Forderungen des türkischen Präsidenten Erdogan nach Zinssenkungen durch die Zentralbank des Landes gesehen. (Ausgabe vom 11.06.2021) (15.06.2021/alc/a/a)
Gemessen am JP Morgan EMBI Global Diversified-Index habe der in Euro und US-Dollar denominierte Gesamtmarkt ein Plus in Höhe von 1,1 Prozent verbucht. Dabei hätten weiter steigende Rohstoffpreise bei gleichzeitig seitwärtsverlaufenden US-Renditen für Unterstützung gesorgt. Nach den ereignisreichen Vormonaten hätten US-Staatsanleihen zuletzt in einer vergleichsweise engen Handelsspanne seitwärts gehandelt. Der US-Notenbank FED sei es gelungen, trotz guter Konjunkturdaten und anziehender Inflationserwartungen das Zinsniveau zu stabilisieren.
Die Auswirkungen idiosynkratischer Risiken seien weitgehend regional begrenzt geblieben, wie beispielsweise in Belarus. Wegen drohender zusätzlicher Sanktionen gegen Belarus im Zusammenhang mit der Umleitung eines Verkehrsflugzeuges hätten sich Investoren aus Anleihen und der Währung des Landes zurückgezogen. Die Verkäufe belarussischer Bonds hätten die Rendite der bis 2031 laufenden Titel auf 7,74 Prozent getrieben. Zu Beginn des Monats habe sie noch rund 1,7 Prozentpunkte tiefer gelegen. Parallel dazu habe sich der Dollar auf 2,53 Belarussische Rubel verteuert. Für den Fall weiterer Sanktionen sei ratingseitig eine Herabstufung der Bonität von Belarus signalisiert worden.
Indes sei die Türkische Lira gegenüber dem US-Dollar auf ein neues Rekordtief gefallen. Im Tief hätten für einen Dollar 8,56 Lira bezahlt werden müssen. Beobachter hätten als Grund erneute Forderungen des türkischen Präsidenten Erdogan nach Zinssenkungen durch die Zentralbank des Landes gesehen. (Ausgabe vom 11.06.2021) (15.06.2021/alc/a/a)


