Freude über US-Inflationsdaten


15.07.24 12:00
DekaBank

Frankfurt (www.anleihencheck.de) - Den unumstrittenen Höhepunkt der abgelaufenen Datenwoche bildeten die Inflationszahlen aus den USA, so die Analysten der DekaBank.

Nachdem bereits die Juni-Daten auf eine weitere Entspannung der Inflationsdynamik in den USA hingedeutet hätten, hätten die Juli-Werte die Fortsetzung dieser Entwicklung bestätigt. Eine erste Leitzinssenkung im September sei damit wieder deutlich wahrscheinlicher geworden. Die Aktienmärkte hätten dies mit steigenden Kursen quittiert. In den USA seien neue Rekordstände erreicht worden, und auch der DAX sei seinem Allzeithoch ziemlich nahe gekommen.

Weder das Attentat auf den Präsidentschaftskandidaten Donald Trump am vergangenen Wochenende noch die politischen Turbulenzen um die Präsidentschaftskandidatur von Joe Biden hätten die Märkte in nennenswertem Ausmaß beeinflusst. Gegenwärtig sei bei aller bestehenden Unsicherheit eine neue Präsidentschaft Trumps weitgehend eingepreist. Sie wäre durchaus ein großes Risiko bezüglich weiter steigender Staatsschulden. Da allerdings alle finanzpolitischen Entscheidungen im Zusammenspiel mit dem Kongress getroffen werden müssten, und da sie auch dann nur allmählich wirksam würden, werde dieses Thema von den Märkten noch nicht allzu sehr beachtet. Allenfalls einige Zehntelprozentpunkte an Risikoprämie seien bei länger laufenden Anleihen mittlerweile in den Kursen enthalten.

Nicht viel Neues habe es dagegen von den europäischen Wirtschaftsdaten gegeben. Die neuesten konjunkturellen Frühindikatoren für den Euroraum hätten den derzeitigen Schwächetrend fortgesetzt, der prognostizierte Aufschwung lasse weiterhin auf sich warten. (15.07.2024/alc/a/a)