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Fixed Income: Raus aus der Nische
30.01.20 16:30
Legg Mason
Baltimore (www.anleihencheck.de) - Weil Niedrigzins immer öfter Negativzins bedeutet, suchen viele Investoren nach Alternativen, so die Experten von Legg Mason.
Echte Alternativen seien aber nur Strategien, die die Liquidität nicht zu stark einschränken oder das Risikobudget zu stark belasten würden. "Solche Anlagen findet man in Nischen, nicht auf dem breiten Markt", sage Stephan Bannier, Leiter des Deutschland-Geschäfts von Legg Mason. "Die Stärke liegt in der Kombination der Nischen zu Strategien."
Dabei seien bei vielen Kunden Kapitalerhalt und Einkommenserzielung gleich wichtige Ziele - die allerdings gemessen am Risiko in verschiedene Richtungen zeigen würden. "Der entscheidende Punkt ist, die Kombination von Chancen möglichst nicht zu einer Kombination von Risiken werden zu lassen", sage Bannier. Würden bei der Asset Allokation beispielsweise globale ökonomische Zusammenhänge berücksichtigt, würden sich auch scheinbar unzusammenhängende Risiken gegeneinander stellen und so ausgleichen lassen.
"Beispielsweise könnte das Thema China und die weitere Entwicklung des Renminbi durchaus eine Rolle spielen", so Bannier. "Abgesichert werden kann es direkt, aber etwa auch durch den Einsatz von Währungsprodukten auf den Koreanischen Won und den Taiwan-Dollar." Diese stünden als große Handelspartner Chinas in engem Verhältnis, trotzdem würden sich aus den Unterschieden bessere Risiko-Rendite-Profile gewinnen und in den Strategien einsetzen lassen.
Diese Strategien seien einem beständigen Wandel unterworfen. "In den vergangenen drei Jahren hatten wir am Anleihemarkt jeweils andere Werttreiber, als der Marktkonsens es zum Jahresstart erwartet hatte", sage Bannier. Kein Wunder also, dass Investoren ständig nach Anlagealternativen suchen würden, die sie in ihre Rentenallokation integrieren könnten.
"Vor Lehman waren High-Yield-Anleihen exotisch, heute sind sie quasi eine etablierte Anlageklasse und auch Emerging Market-Anleihen rücken immer stärker in den Fokus." Insofern sorge die gezielte Kombination verschiedener Nischen auf der einen Seite also für einen steten Wandel der Portfolios. "Auf der anderen Seite sind die Korrelationen innerhalb der Strategien genau wie zu herkömmlichen Fixed-Income-Portfolios sehr gering und vergleichsweise stabil", sage Bannier. "Das macht solche Nischen-Kombinations-Strategien zu idealen Bausteinen für eine Diversifikation."
Und zu einer möglichen Quelle für laufende Erträge: "Es ist derzeit schwierig, in den ganz klassischen Rentensegmenten Geld zu verdienen", sage Bannier. Ältere Anleihen mit auskömmlichem Kupon würden in der Regel über dem Nominalwert notieren, sodass es einen weiteren Rückgang des Zinsniveaus brauche, um überhaupt noch Rendite zu erzielen. "Hier lohnt es sich in jedem Fall, weltweit nach neuen Chancen zu suchen", sage Bannier. Diese Suche sollte ohne Scheuklappen erfolgen.
"MBS und ABS etwa, die für die Finanzkrise damals verantwortlichen Strukturen, sind heute aufgrund einer strengen Regulierung interessante Alternativen auf der Credit-Seite. Doch viele Marktteilnehmer meiden dieses Marktsegment aufgrund ihrer Erfahrungen von damals kategorisch." Diese systematische Ausklammerung führe dazu, dass die überschüssige Liquidität in Anleihesektoren fließe, die hinsichtlich Rendite und Kreditqualität schlechter dastünden.
"Solche verkannten Segmente können ein hilfreicher Bestandteil von Portfolios sein, mehr als Beimischung denn als Core-Investment", sage Bannier. Fonds wie der Legg Mason Brandywine Global Credit Opportunities, der Legg Mason Western Asset Structured Opportunities oder der Legg Mason Brandywine Global Income Optimiser würden auf unterschiedliche Weise Zugang zu Nischen bieten beziehungsweise die besten Ideen abseits der ausgetretenen Pfade kombinieren.
"Das Management hat hier große Freiheiten, was sich in den teils unkonventionellen Zusammensetzungen der Fonds auch zeigt", sage Bannier. Verbindendes Element sei die starke Ausrichtung auf das Thema Diversifikation bei gleichzeitig strengem Risikomanagement. Ziel sei es, mehr Rendite zu erzielen als herkömmliche Rentenstrategien und gleichzeitig eine niedrigere Volatilität zu schaffen als etwa reine High-Yield-Portfolios. (30.01.2020/alc/a/a)
Echte Alternativen seien aber nur Strategien, die die Liquidität nicht zu stark einschränken oder das Risikobudget zu stark belasten würden. "Solche Anlagen findet man in Nischen, nicht auf dem breiten Markt", sage Stephan Bannier, Leiter des Deutschland-Geschäfts von Legg Mason. "Die Stärke liegt in der Kombination der Nischen zu Strategien."
Dabei seien bei vielen Kunden Kapitalerhalt und Einkommenserzielung gleich wichtige Ziele - die allerdings gemessen am Risiko in verschiedene Richtungen zeigen würden. "Der entscheidende Punkt ist, die Kombination von Chancen möglichst nicht zu einer Kombination von Risiken werden zu lassen", sage Bannier. Würden bei der Asset Allokation beispielsweise globale ökonomische Zusammenhänge berücksichtigt, würden sich auch scheinbar unzusammenhängende Risiken gegeneinander stellen und so ausgleichen lassen.
"Beispielsweise könnte das Thema China und die weitere Entwicklung des Renminbi durchaus eine Rolle spielen", so Bannier. "Abgesichert werden kann es direkt, aber etwa auch durch den Einsatz von Währungsprodukten auf den Koreanischen Won und den Taiwan-Dollar." Diese stünden als große Handelspartner Chinas in engem Verhältnis, trotzdem würden sich aus den Unterschieden bessere Risiko-Rendite-Profile gewinnen und in den Strategien einsetzen lassen.
"Vor Lehman waren High-Yield-Anleihen exotisch, heute sind sie quasi eine etablierte Anlageklasse und auch Emerging Market-Anleihen rücken immer stärker in den Fokus." Insofern sorge die gezielte Kombination verschiedener Nischen auf der einen Seite also für einen steten Wandel der Portfolios. "Auf der anderen Seite sind die Korrelationen innerhalb der Strategien genau wie zu herkömmlichen Fixed-Income-Portfolios sehr gering und vergleichsweise stabil", sage Bannier. "Das macht solche Nischen-Kombinations-Strategien zu idealen Bausteinen für eine Diversifikation."
Und zu einer möglichen Quelle für laufende Erträge: "Es ist derzeit schwierig, in den ganz klassischen Rentensegmenten Geld zu verdienen", sage Bannier. Ältere Anleihen mit auskömmlichem Kupon würden in der Regel über dem Nominalwert notieren, sodass es einen weiteren Rückgang des Zinsniveaus brauche, um überhaupt noch Rendite zu erzielen. "Hier lohnt es sich in jedem Fall, weltweit nach neuen Chancen zu suchen", sage Bannier. Diese Suche sollte ohne Scheuklappen erfolgen.
"MBS und ABS etwa, die für die Finanzkrise damals verantwortlichen Strukturen, sind heute aufgrund einer strengen Regulierung interessante Alternativen auf der Credit-Seite. Doch viele Marktteilnehmer meiden dieses Marktsegment aufgrund ihrer Erfahrungen von damals kategorisch." Diese systematische Ausklammerung führe dazu, dass die überschüssige Liquidität in Anleihesektoren fließe, die hinsichtlich Rendite und Kreditqualität schlechter dastünden.
"Solche verkannten Segmente können ein hilfreicher Bestandteil von Portfolios sein, mehr als Beimischung denn als Core-Investment", sage Bannier. Fonds wie der Legg Mason Brandywine Global Credit Opportunities, der Legg Mason Western Asset Structured Opportunities oder der Legg Mason Brandywine Global Income Optimiser würden auf unterschiedliche Weise Zugang zu Nischen bieten beziehungsweise die besten Ideen abseits der ausgetretenen Pfade kombinieren.
"Das Management hat hier große Freiheiten, was sich in den teils unkonventionellen Zusammensetzungen der Fonds auch zeigt", sage Bannier. Verbindendes Element sei die starke Ausrichtung auf das Thema Diversifikation bei gleichzeitig strengem Risikomanagement. Ziel sei es, mehr Rendite zu erzielen als herkömmliche Rentenstrategien und gleichzeitig eine niedrigere Volatilität zu schaffen als etwa reine High-Yield-Portfolios. (30.01.2020/alc/a/a)


