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Finanzmärkte: Zinsentscheidung der US-Notenbank steht heute im Fokus
18.06.25 08:45
Helaba
Frankfurt (www.anleihencheck.de) - An den Finanzmärkten dürfte die heutige Zinsentscheidung der US-Notenbank abseitig möglicher Eskalationen im Israel-Iran-Krieg die größte Aufmerksamkeit auf sich ziehen, so die Analysten der Helaba.
Die FED agiere in einem Umfeld der erhöhten Verunsicherung. Zum einen sei unklar, wie die Wirtschaftspolitik der Trump-Administration die Preisentwicklung beeinflusse. Zu nennen seien dabei die US-Zölle aber auch die Migrations- und Fiskalpolitik. Zuletzt hinzugekommen sei die vor dem Hintergrund des Angriffes Israels auf den Iran gestiegene Risikoprämie für Rohöl. In der Tendenz würden all diese Faktoren inflationstreibend wirken. Bisher sei der Preisdruck aber moderat geblieben, wenngleich insbesondere die Kerninflation mit fast 3 Prozent noch zu hoch erscheine, um eine Zinssenkung zu ermöglichen. FOMC-Mitglieder hätten wiederholt erkennen lassen, dass keine Eile bezüglich einer geldpolitischen Lockerung bestehe. Insofern rechne die überwiegende Mehrheit der Akteure heute nicht mit einer Reduktion des Leitzinsbandes von aktuell 4,25-4,50%, auch die Helaba nicht. Spannender als die aktuelle Entscheidung werde daher wohl die begleitende Kommunikation sein. Gebe es Hinweise auf Zinssenkungsabsichten? Die jüngst enttäuschend ausgefallenen ISM-Einkaufsmanagerindices im Verarbeitenden und im Dienstleistungsgewerbe sowie gesunkene reale Einzelhandelsumsätze könnten die FED zumindest von einer hawkishen Kommunikation abhalten, sodass grundsätzlich die Tür für eine Zinssenkung geöffnet bleibe, auch wenn es keine Vorfestlegung geben werde. Im Vorfeld zu der Entscheidung seien die Erstanträge auf Arbeitslosenhilfe zu beachten. Im Trend der letzten Wochen hätten diese leicht zugelegt. Noch sei die Arbeitsmarktlage insgesamt aber als robust zu bezeichnen und das aktuelle Niveau der Erstanträge sei mit anhaltendem Stellenaufbau kompatibel. Ein unerwarteter und deutlicher Anstieg könnte aber die im Markt vorhandenen Zinssenkungserwartungen (im Verlauf des Jahres seien zwei Zinssenkungen à 25 Basispunkte vollständig eskomptiert) untermauern. (18.06.2025/alc/a/a)
Die FED agiere in einem Umfeld der erhöhten Verunsicherung. Zum einen sei unklar, wie die Wirtschaftspolitik der Trump-Administration die Preisentwicklung beeinflusse. Zu nennen seien dabei die US-Zölle aber auch die Migrations- und Fiskalpolitik. Zuletzt hinzugekommen sei die vor dem Hintergrund des Angriffes Israels auf den Iran gestiegene Risikoprämie für Rohöl. In der Tendenz würden all diese Faktoren inflationstreibend wirken. Bisher sei der Preisdruck aber moderat geblieben, wenngleich insbesondere die Kerninflation mit fast 3 Prozent noch zu hoch erscheine, um eine Zinssenkung zu ermöglichen. FOMC-Mitglieder hätten wiederholt erkennen lassen, dass keine Eile bezüglich einer geldpolitischen Lockerung bestehe. Insofern rechne die überwiegende Mehrheit der Akteure heute nicht mit einer Reduktion des Leitzinsbandes von aktuell 4,25-4,50%, auch die Helaba nicht. Spannender als die aktuelle Entscheidung werde daher wohl die begleitende Kommunikation sein. Gebe es Hinweise auf Zinssenkungsabsichten? Die jüngst enttäuschend ausgefallenen ISM-Einkaufsmanagerindices im Verarbeitenden und im Dienstleistungsgewerbe sowie gesunkene reale Einzelhandelsumsätze könnten die FED zumindest von einer hawkishen Kommunikation abhalten, sodass grundsätzlich die Tür für eine Zinssenkung geöffnet bleibe, auch wenn es keine Vorfestlegung geben werde. Im Vorfeld zu der Entscheidung seien die Erstanträge auf Arbeitslosenhilfe zu beachten. Im Trend der letzten Wochen hätten diese leicht zugelegt. Noch sei die Arbeitsmarktlage insgesamt aber als robust zu bezeichnen und das aktuelle Niveau der Erstanträge sei mit anhaltendem Stellenaufbau kompatibel. Ein unerwarteter und deutlicher Anstieg könnte aber die im Markt vorhandenen Zinssenkungserwartungen (im Verlauf des Jahres seien zwei Zinssenkungen à 25 Basispunkte vollständig eskomptiert) untermauern. (18.06.2025/alc/a/a)


