Festverzinsliche Anleihe für die Diversifikation - Bewegung am Markt - Anleiheanalyse


19.06.23 11:00
DZ BANK

Frankfurt (www.anleihencheck.de) - Autor: Marcus Landau, Derivate-Sales-Experte bei der DZ BANK

Die Zinsentscheidungen der Notenbanken haben die Anleger in dieser Woche in ihren Bann gezogen. Hierbei hat die FED den Leitzins am Mittwochabend unverändert in der Spanne von 5,00 bis 5,25% belassen und die Europäische Zentralbank hat den Hauptrefinanzierungszins am Donnerstag von 3,75 auf 4,00% angehoben.

Aufgaben der Notenbanken


Die FED und Europäische Zentralbank (EZB) sind verantwortlich für die Formulierung und Durchführung der Geldpolitik, um die Stabilität des Preisniveaus zu gewährleisten und das Wirtschaftswachstum zu fördern. Sie kontrollieren den Geldfluss und den Zinssatz durch Instrumente wie den Leitzins, um die Inflation einzudämmen oder das Wirtschaftswachstum anzukurbeln. Die FED und EZB überwachen und regulieren auch die Banken und Finanzinstitute, um die Sicherheit und Stabilität des Finanzsystems zu gewährleisten. Sie legen Richtlinien und Standards fest, um das Risikomanagement, die Kapitalausstattung und die Liquidität der Banken zu überwachen und zu verbessern. Die FED spielt auch international eine entscheidende Rolle bei der Aufrechterhaltung der Finanzstabilität. Sie überwacht Märkte, identifiziert Risiken und ergreift Maßnahmen, um finanzielle Krisen zu verhindern oder zu mildern. Zusammenfassend kann gesagt werden, dass die FED eine wichtige Rolle bei der Steuerung der Geld- und Finanzpolitik in den USA spielt und die EZB diese Funktion für Europa erfüllt. Durch ihre Aktivitäten streben beide Notenbanken die Preisstabilität, nachhaltiges Wirtschaftswachstum und finanzielle Stabilität an.

US-Notenbank nähert sich der Preisniveaustabilität - Zinspause wurde begonnen

Um ihren Zielen nachzukommen und die Inflation einzudämmen, hat die FED seit Mai 2022 eine Zinswende vollzogen. In mehreren Schritten wurde der Leitzins dadurch bis zum 03. Mai auf eine Spanne von 5,0 bis 5,25% angehoben. Bei der letzten Sitzung am 15. Juni hat sie die Zinsen nach 15 Monaten erstmals unverändert in dieser Spanne belassen. FED-Vorsitzender Jerome Powell sagte, es könne sinnvoll sein, die Zinsen zu erhöhen, aber in einem moderateren Tempo. Die FED werde von Sitzung zu Sitzung neu bewerten. Aber über Zinssenkungen könne man erst zu einem Zeitpunkt sprechen, an dem die hohen Verbraucherpreise deutlich sinken würden. Die Maßnahmen der FED zeigen Wirkung. So ist der Verbraucherpreisindex in den USA seit August 2022, als noch 8,3% auf Jahressicht ausgewiesen wurden, in jedem einzelnen Monat gesunken. Zuletzt lag der Verbraucherpreisindex für Mai in den USA nur noch bei 4,0%.

EZB hat noch einen weiten Weg vor sich

In Europa haben sich die Währungshüter der EZB etwas mehr Zeit gelassen. Zwar wurde die Inflation auch in Europa durch Corona, den Krieg in der Ukraine, Lieferengpässe usw. in den letzten beiden Jahren massiv beeinflusst, doch die EZB hat die Leitzinsen erst ab dem 27. Juli 2022 erhöht. Zugleich wurde dadurch das Ende der Nullzinsen in Europa eingeleitet. Die achte Zinsanhebung seit dem Ende der Nullzinsphase erfolgte am 15. Juni 2023. Hierbei wurde die Anhebung des Leitzinses im Euroraum um 0,25% auf 4,0% verkündet. In einer Pressemitteilung zeigte sich die EZB allerdings auch skeptisch mit Blick auf die weiteren Entwicklungen der Inflation, wodurch weitere Zinsschritte erforderlich werden könnten. Mit Blick auf die Inflationsentwicklung wurden die Erwartungen derweil angepasst. So geht die EZB nun davon aus, dass die Inflationsrate in der Eurozone in diesem Jahr bei 5,4% statt der bisher anvisierten 5,3% liegen könnte. Für das kommende Jahr sowie für 2025 wurden die Prognosen ebenfalls leicht um jeweils 0,1% angehoben. Vom Ziel der Preisniveaustabilität, welche bei einer jährlichen Teuerungsrate von 2% erreicht wird, ist die EZB somit noch weit entfernt.

Hohes Zinsniveau macht festverzinsliche Wertpapiere interessant

Während Unternehmen durch die gestiegenen Zinsen höhere Refinanzierungskosten haben, welche die Gewinnentwicklung negativ beeinflussen könnten, können Anleger die höheren Zinsniveaus nutzen, um über festverzinsliche Wertpapiere als Beimischung für ein diversifiziertes Portfolio nachzudenken. Durch die Beimischung von Anleihen in das Portfolio können Anleger ihr Risiko streuen und das Risiko-Ertrags-Profil verbessern. Dies liegt daran, dass Anleihen tendenziell eine niedrigere Korrelation zu Aktien aufweisen. Wenn also die Aktienmärkte volatil sind, können festverzinsliche Anleihen dazu beitragen, die Verluste abzumildern. Auf der anderen Seite sind festverzinsliche Wertpapiere auch anfällig für Zinsänderungsrisiken. Wenn die Zinssätze steigen, sinken in der Regel die Preise von festverzinslichen Anleihen. Dies kann zu Kapitalverlusten führen, wenn Anleger ihre Anleihen vor dem Fälligkeitsdatum verkaufen möchten. Je länger die Laufzeit einer Anleihe ist, desto anfälliger ist sie für Zinsänderungsrisiken. Obendrein müssen Anleger andere Aspekte wie das Ausfallrisiko des Emittenten beachten.

Festverzinsliche Anleihe für die Diversifikation

Um sich im Bereich der festverzinslichen Produkte zu positionieren, steht Anlegern eine Auswahl an entsprechenden Produkten zur Verfügung. Ein Beispiel ist eine festverzinsliche Anleihe mit der WKN: DW6C5S, die am 04.07.2033 fällig wird (Rückzahlungstermin). Die Zeichnungsfrist läuft vom 15.06.2023 bis zum 30.06.2023. Das Emissionsdatum ist der 30.06.2023 und der Zinslaufbeginn ist der 04.07.2023. Die Anleihe ist ein festverzinsliches Wertpapier und hat eine feste Laufzeit.

Ein Totalverlust des eingesetzten Kapitals ist möglich, wenn die DZ BANK ihren Verpflichtungen aus dem Produkt aufgrund behördlicher Anordnungen oder einer Insolvenz (Zahlungsunfähigkeit/Überschuldung) nicht mehr erfüllen kann.

Eine ausführliche Erläuterung der genannten Fachbegriffe finden Sie in unserem Glossar.

Stand: 16.06.2023, DZ BANK AG/Online-Redaktion

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