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Ferratum Capital Germany-Mittelstandsanleihe: Zeichnung sollte sich auszahlen
07.10.13 10:50
fixed-income.org
Wolfratshausen (www.anleihencheck.de) - Nach Christian Schiffmacher, dem Experten von "fixed-income.org" - Die Plattform für Emittenten und Investoren am Anleihemarkt – sollte sich die Zeichnung der Mittelstandsanleihe (ISIN DE000A1X3VZ3 / WKN A1X3VZ) der Ferratum Capital Germany GmbH auszahlen.
Mit der Ferratum Capital Germany GmbH emittiere erstmals ein Anbieter von "mobilen Mikrokrediten" in Europa die Mittelstandsanleihe. Die Ferratum Gruppe gewähre Privatpersonen kurzlaufende Kleinstkredite, die vorwiegend für Konsumzwecke sowie zur Brückenfinanzierung genutzt würden. Als "mobil" würden die Mikrokredite bezeichnet, weil diese bei Ferratum relativ einfach via Internet und Smartphone beantragt werden könnten.
Während das Geschäftsmodell in Deutschland noch wenig bekannt sei, seien Mikrokredite in den USA und UK deutlich weiter verbreitet. International gebe es bereits zehn börsennotierte Unternehmen im Bereich Mikrokredite, sechs davon in den USA. Ferratum biete für seine fünfjährige Mittelstandsanleihe einen Kupon von 8,000%. Trotz des erklärungsbedürftigen Geschäftsmodells sei eine starke Nachfrage nach der Ferratum-Anleihe sowie eine vorzeitige Beendigung der Zeichnungsfrist zu erwarten.
Die Ferratum Capital Germany GmbH sei die deutsche Gesellschaft der Ferratum Group, dem ersten Anbieter von mobilen Mikrokrediten an Privatkunden in Europa. Als 100%ige Tochter der finnischen JT Family Holding Oy sei die Bereitstellung von Finanzierungen und damit verbundenen Dienstleistungen für Konzerngesellschaften der JT Family Holding Oy die derzeitige Geschäftsaktivität der neu gegründeten Ferratum Capital Germany GmbH. Die JT Family Holding Oy, die Garantin der Emission, sei im Jahr 2005 in Helsinki, Finnland, gegründet worden.
Seit der Gründung habe sich die JT Family Holding Oy zu einem der führenden europäischen Anbieter von mobilen, unbesicherten Konsumentenkrediten in Höhe von 50 Euro bis 2.000 Euro entwickelt. Kunden könnten die Mikrokredite einfach, schnell und zu transparenten Kosten über digitale Medien wie Handy oder Internet beantragen. Die JT Family Holding Oy sei aktuell in 20 (in 18 operativ) europäischen und asiatisch-pazifischen Ländern vertreten - in den meisten davon mit einem führenden Marktanteil.
Die durchschnittliche Kredithöhe betrage 217 Euro, die durchschnittliche Kreditdauer 33 Tage. 63% der Kreditnehmer hätten eine Vollzeitbeschäftigung, die größte Kundengruppe seien Paare mit Kindern (42%). Mikrokredite von Ferratum würden vorwiegend zur Begleichung von Rechnungen sowie für Spontankäufe genutzt. Im Jahr 2012 seien 58% aller Kreditanträge abgelehnt worden.
Neben Finnland sei Ferratum in folgenden Ländern operativ tätig: Australien, Belgien, Bulgarien, Dänemark, Estland, Finnland, Kroatien, Lettland, Litauen, Neuseeland, Niederlande, Polen, Russland, Schweden, Slowakei, Spanien, Tschechische Republik und UK. Teilweise sei die Ferratum Group unter anderen Markennamen vertreten. Die Unternehmensgruppe beschäftige rund 300 Mitarbeiter.
Obwohl Mikrokredite deutlich teurer seien als klassische Dispokredite, würden diese von Kunden aufgrund der Flexibilität, Schnelligkeit und Anonymität genutzt (man müsse keinen Bankberater um einen Kredit bitten).
Ferratum Capital Germany GmbH stelle als 100%ige Tochter der JT Family Holding Oy Finanzierungen für Konzerngesellschaften bereit. Die Mittel aus der Anleiheemission sollten vorwiegend für den Aufbau der Aktivitäten in Deutschland und Rumänien genutzt werden.
Seit dem ersten Quartal 2013 habe sich die JT Family Holding Oy dazu entschlossen, ihr gegenwärtiges Geschäftsmodell in bestimmten Ländern in Europa zu verändern. Anstatt ihren Kunden Darlehen durch lokale Tochtergesellschaften in jedem Land zu gewähren, werde der Konzern dazu übergehen, Darlehen grenzüberschreitend durch die Ferratum Bank Ltd. in Malta auszureichen. Die Ferratum Bank Ltd. werde zu diesem Zweck ihre Banklizenz in einige EU-Mitgliedstaaten notifizieren. Denn in manchen europäischen Ländern, u.a. in Deutschland, sei die Kreditvergabe eine lizenzpflichtige Tätigkeit.
Ferratum arbeite hochprofitabel. Im ersten Halbjahr 2013 sei bei einem Umsatz von 26,2 Mio. Euro ein EBITDA von 12,3 Mio. Euro und Vorsteuerergebnis von 2,2 Mio. Euro erwirtschaftet worden. Die Eigenkapitalquote habe 30,4% betragen. Die Zinsaufwandquote sei mit 12,9% im Geschäftsjahr 2012 relativ hoch gewesen, sei aber mit Aktivitäten in Osteuropa zu erklären. Die EBITDA Interest Coverage habe 2012 rund 2,04 betragen - die EBIT Interest Coverage rund 1,9.
Zu den Stärken des Unternehmens würden u.a. breite Diversifikation durch internationale Aufstellung der Ferratum Group in 18 Ländern, die Profitabilität von Ferratum seit der Firmengründung 2005, hohe Margen, hohe Wachstumsraten, unwiderrufliche Garantie für alle Ansprüche aus der Anleihe durch die Konzernmutter JT Family Holding Oy sowie ein attraktiver Kupon gehören.
Die Schwächen seien ein bislang vergleichsweise hoher Zinsaufwand, relativ schlechte Kennzahlen zur Kapitaldienstfähigkeit und regulatorische Risiken (EU-Verbraucherkreditrichtlinie könnte strategische Änderungen erfordern).
Mikrokredite seien in Deutschland bislang wenig verbreitet, das Geschäftsmodell sei daher weitgehend unbekannt und erklärungsbedürftig. Ferratum arbeite seit der Firmengründung 2005 profitabel und habe eine starke und international diversifizierte Kundenbasis (Juni 2013: 1,65 Mio. Kunden). Das Geschäftsmodell sei zudem hochprofitabel. Die finnische Konzernmutter habe eine unwiderrufliche Garantie für alle Ansprüche aus der Anleihe abgegeben.
Die vergleichsweise hohen Zinskosten im Konzern sowie unterdurchschnittliche Kennzahlen zur Kapitaldienstfähigkeit würden die Experten neben regulatorischen Risiken als größte Risikofaktoren sehen. Zur Anleihe hätten die Experten sehr positive Kommentare von institutionellen Investoren gehört. Die institutionelle Nachfrage solle sehr hoch sein.
Am ersten Tag der Zeichnungsfrist könnten zudem bereits 1,95 Mio. Euro über die Börse Frankfurt platziert werden, und dies obwohl es aufgrund einer sehr kurzfristigen Kommunikation praktisch keinerlei Medienresonanz gegeben habe. Daher würden die Experten eine hohe Nachfrage nach der Ferratum-Anleihe sowie eine vorzeitige und zeitnahe Beendigung der Zeichnungsfrist erwarten.
Eine Zeichnung der Ferratum-Anleihe sollte sich daher auszahlen, so die Experten von "fixed-income.org". (Analyse vom 06.10.2013) (07.10.2013/alc/a/a)
Offenlegung von möglichen Interessenskonflikten:
Mögliche Interessenskonflikte können Sie auf der Site des Erstellers/ der Quelle der Analyse einsehen.
Mit der Ferratum Capital Germany GmbH emittiere erstmals ein Anbieter von "mobilen Mikrokrediten" in Europa die Mittelstandsanleihe. Die Ferratum Gruppe gewähre Privatpersonen kurzlaufende Kleinstkredite, die vorwiegend für Konsumzwecke sowie zur Brückenfinanzierung genutzt würden. Als "mobil" würden die Mikrokredite bezeichnet, weil diese bei Ferratum relativ einfach via Internet und Smartphone beantragt werden könnten.
Während das Geschäftsmodell in Deutschland noch wenig bekannt sei, seien Mikrokredite in den USA und UK deutlich weiter verbreitet. International gebe es bereits zehn börsennotierte Unternehmen im Bereich Mikrokredite, sechs davon in den USA. Ferratum biete für seine fünfjährige Mittelstandsanleihe einen Kupon von 8,000%. Trotz des erklärungsbedürftigen Geschäftsmodells sei eine starke Nachfrage nach der Ferratum-Anleihe sowie eine vorzeitige Beendigung der Zeichnungsfrist zu erwarten.
Die Ferratum Capital Germany GmbH sei die deutsche Gesellschaft der Ferratum Group, dem ersten Anbieter von mobilen Mikrokrediten an Privatkunden in Europa. Als 100%ige Tochter der finnischen JT Family Holding Oy sei die Bereitstellung von Finanzierungen und damit verbundenen Dienstleistungen für Konzerngesellschaften der JT Family Holding Oy die derzeitige Geschäftsaktivität der neu gegründeten Ferratum Capital Germany GmbH. Die JT Family Holding Oy, die Garantin der Emission, sei im Jahr 2005 in Helsinki, Finnland, gegründet worden.
Seit der Gründung habe sich die JT Family Holding Oy zu einem der führenden europäischen Anbieter von mobilen, unbesicherten Konsumentenkrediten in Höhe von 50 Euro bis 2.000 Euro entwickelt. Kunden könnten die Mikrokredite einfach, schnell und zu transparenten Kosten über digitale Medien wie Handy oder Internet beantragen. Die JT Family Holding Oy sei aktuell in 20 (in 18 operativ) europäischen und asiatisch-pazifischen Ländern vertreten - in den meisten davon mit einem führenden Marktanteil.
Die durchschnittliche Kredithöhe betrage 217 Euro, die durchschnittliche Kreditdauer 33 Tage. 63% der Kreditnehmer hätten eine Vollzeitbeschäftigung, die größte Kundengruppe seien Paare mit Kindern (42%). Mikrokredite von Ferratum würden vorwiegend zur Begleichung von Rechnungen sowie für Spontankäufe genutzt. Im Jahr 2012 seien 58% aller Kreditanträge abgelehnt worden.
Neben Finnland sei Ferratum in folgenden Ländern operativ tätig: Australien, Belgien, Bulgarien, Dänemark, Estland, Finnland, Kroatien, Lettland, Litauen, Neuseeland, Niederlande, Polen, Russland, Schweden, Slowakei, Spanien, Tschechische Republik und UK. Teilweise sei die Ferratum Group unter anderen Markennamen vertreten. Die Unternehmensgruppe beschäftige rund 300 Mitarbeiter.
Obwohl Mikrokredite deutlich teurer seien als klassische Dispokredite, würden diese von Kunden aufgrund der Flexibilität, Schnelligkeit und Anonymität genutzt (man müsse keinen Bankberater um einen Kredit bitten).
Seit dem ersten Quartal 2013 habe sich die JT Family Holding Oy dazu entschlossen, ihr gegenwärtiges Geschäftsmodell in bestimmten Ländern in Europa zu verändern. Anstatt ihren Kunden Darlehen durch lokale Tochtergesellschaften in jedem Land zu gewähren, werde der Konzern dazu übergehen, Darlehen grenzüberschreitend durch die Ferratum Bank Ltd. in Malta auszureichen. Die Ferratum Bank Ltd. werde zu diesem Zweck ihre Banklizenz in einige EU-Mitgliedstaaten notifizieren. Denn in manchen europäischen Ländern, u.a. in Deutschland, sei die Kreditvergabe eine lizenzpflichtige Tätigkeit.
Ferratum arbeite hochprofitabel. Im ersten Halbjahr 2013 sei bei einem Umsatz von 26,2 Mio. Euro ein EBITDA von 12,3 Mio. Euro und Vorsteuerergebnis von 2,2 Mio. Euro erwirtschaftet worden. Die Eigenkapitalquote habe 30,4% betragen. Die Zinsaufwandquote sei mit 12,9% im Geschäftsjahr 2012 relativ hoch gewesen, sei aber mit Aktivitäten in Osteuropa zu erklären. Die EBITDA Interest Coverage habe 2012 rund 2,04 betragen - die EBIT Interest Coverage rund 1,9.
Zu den Stärken des Unternehmens würden u.a. breite Diversifikation durch internationale Aufstellung der Ferratum Group in 18 Ländern, die Profitabilität von Ferratum seit der Firmengründung 2005, hohe Margen, hohe Wachstumsraten, unwiderrufliche Garantie für alle Ansprüche aus der Anleihe durch die Konzernmutter JT Family Holding Oy sowie ein attraktiver Kupon gehören.
Die Schwächen seien ein bislang vergleichsweise hoher Zinsaufwand, relativ schlechte Kennzahlen zur Kapitaldienstfähigkeit und regulatorische Risiken (EU-Verbraucherkreditrichtlinie könnte strategische Änderungen erfordern).
Mikrokredite seien in Deutschland bislang wenig verbreitet, das Geschäftsmodell sei daher weitgehend unbekannt und erklärungsbedürftig. Ferratum arbeite seit der Firmengründung 2005 profitabel und habe eine starke und international diversifizierte Kundenbasis (Juni 2013: 1,65 Mio. Kunden). Das Geschäftsmodell sei zudem hochprofitabel. Die finnische Konzernmutter habe eine unwiderrufliche Garantie für alle Ansprüche aus der Anleihe abgegeben.
Die vergleichsweise hohen Zinskosten im Konzern sowie unterdurchschnittliche Kennzahlen zur Kapitaldienstfähigkeit würden die Experten neben regulatorischen Risiken als größte Risikofaktoren sehen. Zur Anleihe hätten die Experten sehr positive Kommentare von institutionellen Investoren gehört. Die institutionelle Nachfrage solle sehr hoch sein.
Am ersten Tag der Zeichnungsfrist könnten zudem bereits 1,95 Mio. Euro über die Börse Frankfurt platziert werden, und dies obwohl es aufgrund einer sehr kurzfristigen Kommunikation praktisch keinerlei Medienresonanz gegeben habe. Daher würden die Experten eine hohe Nachfrage nach der Ferratum-Anleihe sowie eine vorzeitige und zeitnahe Beendigung der Zeichnungsfrist erwarten.
Eine Zeichnung der Ferratum-Anleihe sollte sich daher auszahlen, so die Experten von "fixed-income.org". (Analyse vom 06.10.2013) (07.10.2013/alc/a/a)
Offenlegung von möglichen Interessenskonflikten:
Mögliche Interessenskonflikte können Sie auf der Site des Erstellers/ der Quelle der Analyse einsehen.


