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Fed ringt um Kursklarheit in der Zinspolitik
09.12.25 10:07
Berenberg
Hamburg (www.anleihencheck.de) - Die Sorgen um den Arbeitsmarkt werden die Federal Reserve (Fed) aller Voraussicht nach dazu veranlassen, die Leitzinsspanne bei ihrer Sitzung im Dezember zum dritten Mal in diesem Jahr um 0,25 Prozentpunkte auf dann 3,5 bis 3,75 Prozent abzusenken, so Dr. Felix Schmidt, Senior Economist bei Berenberg.
Zwar habe die Arbeitslosenquote im September mit 4,4 Prozent im historischen Vergleich noch immer auf einem niedrigen Niveau gelegen, jedoch mache der Trend die Fed nervös. Denn im Juni, also drei Monate zuvor, habe die Quote noch bei 4,1 Prozent gelegen. Der Arbeitsmarkt sei allerdings nicht das einzige Sorgenkind der US-Notenbank: Auch die Inflation verharre weiterhin auf einem zu hohen Niveau und sei zuletzt weiter angestiegen. Die zwölf stimmberechtigten Mitglieder der Fed würden sich daher zunehmend in zwei Lager aufteilen: Ein Lager mache sich mehr Sorgen um den Arbeitsmarkt und möchte daher den Leitzins weiter senken. Das andere Lager sei hingegen beunruhigt über die Inflationsentwicklung und plädiere daher für eine striktere Geldpolitik. Diese seit Langem nicht gesehene Zweiteilung im Entscheidungsgremium der Fed werde sich im kommenden Jahr voraussichtlich sogar noch verstärken.
Schmidt rechne damit, dass der Inflationsdruck im Jahr 2026 zunächst nicht nachlassen werde. Dadurch werde es für die Fed erheblich schwieriger, die Geldpolitik weiter zu lockern. Während der Finanzmarkt neben der Zinssenkung im Dezember für das kommende Jahr noch zwei weitere Schritte à 0,25 Prozentpunkte einpreise, rechne Schmidt nur noch mit einer weiteren Absenkung im Jahr 2026 auf ein Niveau von dann 3,25 bis 3,5 Prozent. (Ausgabe vom 08.12.2025) (09.12.2025/alc/a/a)
Zwar habe die Arbeitslosenquote im September mit 4,4 Prozent im historischen Vergleich noch immer auf einem niedrigen Niveau gelegen, jedoch mache der Trend die Fed nervös. Denn im Juni, also drei Monate zuvor, habe die Quote noch bei 4,1 Prozent gelegen. Der Arbeitsmarkt sei allerdings nicht das einzige Sorgenkind der US-Notenbank: Auch die Inflation verharre weiterhin auf einem zu hohen Niveau und sei zuletzt weiter angestiegen. Die zwölf stimmberechtigten Mitglieder der Fed würden sich daher zunehmend in zwei Lager aufteilen: Ein Lager mache sich mehr Sorgen um den Arbeitsmarkt und möchte daher den Leitzins weiter senken. Das andere Lager sei hingegen beunruhigt über die Inflationsentwicklung und plädiere daher für eine striktere Geldpolitik. Diese seit Langem nicht gesehene Zweiteilung im Entscheidungsgremium der Fed werde sich im kommenden Jahr voraussichtlich sogar noch verstärken.
Schmidt rechne damit, dass der Inflationsdruck im Jahr 2026 zunächst nicht nachlassen werde. Dadurch werde es für die Fed erheblich schwieriger, die Geldpolitik weiter zu lockern. Während der Finanzmarkt neben der Zinssenkung im Dezember für das kommende Jahr noch zwei weitere Schritte à 0,25 Prozentpunkte einpreise, rechne Schmidt nur noch mit einer weiteren Absenkung im Jahr 2026 auf ein Niveau von dann 3,25 bis 3,5 Prozent. (Ausgabe vom 08.12.2025) (09.12.2025/alc/a/a)


